Firmenlink

ESET

 

Google Inbox ist tot: Hier sind die Alternativen

Google hat die Entwicklung seines E-Mail-Clients Inbox eingestellt. Welche Lösungen sich als empfehlenswerte Alternativen eignen, zeigen wir im Überblick.

von Stefan Bordel 04.04.2019 (Letztes Update: 04.04.2019)

Nachdem Google seinen E-Mail-Client Inbox zu Grabe getragen hat, sind viele Nutzer auf der Suche nach einer gleichermassen smarten wie verlässlichen Alternative. Glücklicherweise wissen nicht nur die Entwickler aus Mountain View, wie man eine vernünftige Mailing-Lösung programmiert.

Für Google war der systemübergreifend verfügbare Inbox-Client eine Plattform zum Erproben neuartiger Funktionen. Insofern sich die Features bewährt hatten, wurden diese dann in den normalen Gmail-Client übernommen. So ist etwa auch die Snooze-Funktion, bei welcher der Client Benachrichtigungen für Mails auf einen späteren Zeitpunkt aufschiebt, von Inbox zu Gmail gewandert. Aus diesem Grund dürfte das herkömmliche Gmail für viele Nutzer auch einen Blick wert sein. Die Lösung ist eng mit vielen anderen Tools der G Suite verzahnt, wie etwa Google Drive, Hangouts oder der Google Kalender. Ausserdem verstehen sich die mobilen Apps auch mit Konten externer Anbieter sowie mit Exchange.

Ebenfalls eine Reihe smarter Features bietet der seit Kurzem auch für Android verfügbare E-Mail-Client Spark. Die App verfügt über eine intelligente Inbox, in der alle eingegangen Mails sämtlicher Konten in konfigurierbaren Gruppen vorsortiert sind. So gliedert Spark etwa automatisch persönlich adressierte Mails, Newsletter und angepinnte Nachrichten in separaten Bereichen auf. Darüber hinaus umfasst der Funktionsumfang verschiedene Team-Features, etwa für die interne Kommunikation oder das gemeinsame Verfassen von E-Mails.

Komfort vs. Datenschutz

Mit ähnlichen Komfortfunktionen warten auch die Wettbewerber Edison und Newton auf. Allerdings ist bei all diesen Lösungen zu beachten, dass für die Nutzung neben Login-Informationen auch Daten aus dem Mailverkehr auf den Servern der Betreiber verarbeitet und gespeichert werden. Nur so lassen sich smarte Features anbieten, die in dieser Form vom eigentlichen Mailprovider nicht vorgesehen sind. Ob diese Praxis allerdings mit den eigenen Vorstellungen von Datenschutz vereinbar ist, muss jeder Nutzer selbst entscheiden. Im professionellen Einsatz geben das ohnehin die jeweiligen Compliance-Bestimmungen des Unternehmens vor.

Open-Source-Lösungen

Weniger funktionsreich, dafür aus Datenschutzsicht unbedenklicher und dazu noch quelloffen, präsentieren sich die Open-Source-Clients Thunderbird und K9 für Android. Thunderbird von Mozilla ist auf dem Desktop für Windows, macOS sowie Linux verfügbar und umfasst neben dem reinen E-Mail-Client auch eine Kontaktverwaltung, einen integrierten Kalender sowie einen RSS-Reader. Die via Plug-ins anpassbare Software unterstützt IMAP- und POP3-Konten, eine Synchronisation mit Exchange ist allerdings nur über IMAP oder per Plug-in gegeben. Via Erweiterung ist auch eine Verschlüsselung über OpenPGP möglich.

K9 ist unterdessen ausschliesslich für Android erhältlich. Die App kommt mit IMAP- sowie POP3-Konten zurecht und schreckt auch vor grossen Postfächern mit komplex verzweigten Ordnerstrukturen nicht zurück. Und dank Support für OpenPGP erlaubt auch K9 das Verschlüsseln von E-Mails.


    Kommentare

    Keine Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.