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Neuer Edge-Browser soll PWAs tiefer in Windows 10 integrieren

Über den Chromium-basierenden Edge-Browser will Microsoft künftig Progressive Web Apps (PWAs) tiefer in Windows 10 integrieren. Die Anwendungen sollen sich dadurch wie native Tools verhalten.

von Stefan Bordel 27.11.2019

Im Rahmen des Umzugs von Microsoft Edge auf die neue Chromium-Basis werden PWAs (Progressive Web Apps) künftig wie native Anwendungen in Windows 10 gehandhabt. So können Nutzer etwa über den Taskmanager auf die PWAs zugreifen und diese verwalten. Ausserdem werden die Web-Programme im Benachrichtigungsbereich mit ihren jeweiligen Namen, wie etwa WhatsApp Web, genannt und nicht durchweg als Edge-Instanz betitelt. Die Änderungen wurden von einem Microsoft-Mitarbeiter auf Anfrage im Diskussions-Forum für Windows Insider mitgeteilt.

Die erweiterte PWA-Funktionalität kann bald in der Vorabvariante Canary getestet werden, hierzu muss dort in den erweiterten Einstellungen die Option #edge-webapp-identity-proxy aktiviert werden. Zur Konfiguration sind Edge in Version 80.0.344.0 und Windows 10 mit dem Build 19022 oder aktueller erforderlich. Momentan ist das Feature allerdings noch nicht funktionsfähig.

Vor allem für Nutzer des stark eingeschränkten Windows 10S oder der neuen ARM-Variante dürften die aufpolierten PWAs eine Bereicherung darstellen. Dort können die quasi-nativen Web-Apps als Ergänzung zu dem dürftig gefüllten Microsoft Store herhalten.

Umstieg auf Chromium in voller Fahrt

Microsoft hatte bereits Ende vergangenen Jahres angekündigt, den eigens entwickelten Edge-Browser mitsamt der Rendering-Engine EdgeHTML zu Gunsten einer neuen Chromium-Variante einzustellen. Seither haben die Redmonder zahllose Entwickler- und Beta-Versionen sowie eine erste Stable veröffentlicht.

Im Gegensatz zum früheren Edge-Browser stellt Microsoft die neue Chromium-Variante System-übergreifend für Windows, macOS und Linux bereit – bisher war Edge einzig auf Windows 10 erhältlich. Da der Browser eng mit den Diensten der Redmonder verzahnt ist, können durch diesen universellen Ansatz mehr Nutzer angesprochen werden – unabhängig vom jeweils eingesetzten System.

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