Trendfahrzeuge 17.09.2020, 13:25 Uhr

E-Trottis: Das ist in der Schweiz erlaubt

E-Trottinetts sind mittlerweile überall in Schweizer Städten zu sehen. Doch was ist mit den E-Trottis erlaubt und wofür kassiert man eine Busse? Was verlangen Verleiher? Und was passiert, wenn man mit dem E-Tretroller in die Agglomeration fährt?
In unseren Städten sind sie immer häufiger und zahlreicher zu sehen: E-Trottinetts. Die bunten E-Scooter von Verleihern wie Lime, Circ (ehemals Flash), Bird, Tier oder mittlerweile auch Voi prägen auch hierzulande das urbane Bild. Doch was ist in der Schweiz erlaubt – und was nicht?

E-Scooter fahren: Das gilt in der Schweiz

Grundsätzlich gelten in der Schweiz für E-Trottinetts die gleichen Regeln wie für Velos. E-Trottis fallen unter die Kategorie Leicht-Motorfahrrad. Das bedeutet: Das Trottoir ist tabu – die Benutzung von Velowegen ist zwingend, so will es das Gesetz.
Die E-Scooter benötigen Licht, eine Glocke sowie Bremsen und Sie dürfen mit ihnen maximal mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde (km/h) fahren; mit (elektrischer) Tretunterstützung dürfen die Flitzer mit bis zu 25 Kilometer pro Stunde unterwegs sein. Die Antriebsleistung der Motoren darf 500 Watt nicht übersteigen. Ein Helm ist nicht obligatorisch, aber empfohlen. 
Lesen Sie auch das Merkblatt des Bundesamts für Strassen ASTRA [PDF] oder von der Stadt- und Kantonspolizei Zürich [PDF].

Update: Dafür gibt es Bussen

Beispiele:
  • Mehr als eine Person fährt mit dem E-Trottinett.
  • Ein Kind unter 14 Jahren nutzt ein E-Trotti. Oder ein/e 14- bis 16-Jährige/r fährt damit ohne Führerausweis der Kategorie M (Töffliausweis) oder G (landwirtschaftliche Fahrzeuge). Ab 16 Jahren ist übrigens kein Führerausweis mehr nötig.
  • Sie fahren mit dem Gefährt z.B. auf dem Fussgängerweg.
  • Sie fahren mitten auf der Strasse, anstelle des rechten Strassenrandes.
Wie häufig die Stadtpolizei Zürich Bussen wegen E-Trottis verteilt hat, ist leider nicht verfügbar. Auf Anfrage sagte letztes Jahr ein Sprecher dem PCtipp, dass dazu keine Statistik vorhanden ist, da E-Trottinetts nicht als separate Kategorie erfasst werden.
Auf der Seite der Stadtpolizei Zürich sind Merkblätter (Trendfahrzeuge) verfügbar. Sehen Sie sich auch das Video der Stadtpolizei Zürich an, wie man das E-Trotti richtig benutzt.


Kommentare

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FritzBox
10.07.2019
Nicht Stundenkilometer sondern Kilometer pro Stunde Danke für den guten Artikel. Leider muss ich Sie auf einen grundlegenden Fehler hinweisen: Stundenkilometer (wie Sie fälschlicherweise schreiben) ist ein Produkt: = h*km Kilometer pro Stunde (was richtig ist) ist eine Division: = km/h Man sagt für eine Durchflussmenge beispielsweise auch nicht Minutenliter, sondern Liter pro Minute. Überprüfen Sie in Excel, sie werden nicht das gleiche Resultat erhalten.

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slup
10.07.2019
... Stundenkilometer (wie Sie fälschlicherweise schreiben) ist ein Produkt: = h*km ... 'In der Öffentlichkeit und in den Medien nimmt man oft den Begriff Stundenkilometer wahr, und aufgrund seiner hohen Frequenz wurde er in den Duden (2013) aufgenommen, allerdings als umgangssprachlich eingestuft.' Quelle

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satsurfer
10.07.2019
Besserwisser Gottlob gibt es nicht noch mehr Besserwisser! Die Kommentare wären sonst echt langweilig.

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Poldi
14.07.2019
Gottlob gibt es nicht noch mehr Besserwisser! Die Kommentare wären sonst echt langweilig. Was heisst hier Besserwisser. Die Aussage Stundenkilometer ist schlichtweg falsch. Auch wenn der Duden dies als Umgangssprachlich bezeichnet, sollte dies in einer technischen Zeitschrift nicht vorkommen. Wenn ich etwas falsch ausspreche, wird es damit nicht zur Umgangssprache, sondern man sollte dies korrigieren. Dies hat der voherige Autor getan. Herzlichen Gruss Poldi