Tipps & Tricks 30.05.2018, 12:00 Uhr

QR-Codes von A bis Z

QR-Codes werden immer wichtiger und häufiger. Alle Tipps, Nutzungsweisen und Wissenswertes erklärt PCtipp.
Die Abkürzung QR steht für Quick Response, also für die schnelle Antwort. Dieses wirre Muster wurde bereits 1994 von der japanischen Firma Denso Wave entwickelt, um Baugruppen innerhalb von Toyotas Autoproduktion zu identifizieren. Heute reicht das Einsatzgebiet weit darüber hinaus. Ausserhalb der Warenbewirtschaftung werden QR-Codes häufig verwendet, um eine Verbindung zwischen etwas Gedrucktem und dem Internet herzustellen: Sie sehen eine interessante Anzeige, scannen den QR-Code mit dem Smartphone und werden sofort auf die Produktseite geleitet. Das ist nur ein Beispiel. Statt auf einem Plakat könnte der QR-Code auf einem T-Shirt, einer Visitenkarte, einer Tasse oder einem Auto angebracht werden.
Früher oder später werden wir alle mit QR-Codes konfrontiert. Denn Anfang 2019 soll nach jahrelanger Planung die Umstellung auf die «Rechnung mit QR-Code» erfolgen. Dabei enthält der Pixelhaufen alle Informationen, die es für die Überweisung braucht: Betrag, Adresse des Empfängers, Bankverbindung und mehr, Bild 1. Das Bezahlen via Onlinebanking wird dann sehr viel einfacher, schneller und komfortabler.
Bild 1: Der Einzahlungsschein mit QR-Code soll uns Anfang 2019 erreichen

Gut zu wissen

Die Grösse eines QR-Codes beträgt zwischen 21 × 21 Feldern und 177 × 177 Feldern. Maximal können mit dieser Matrix 4296 Zeichen in binärer Form gespeichert werden. Trotz der scheinbaren Komplexität sind QR-Codes von einem Computer oder Smartphone sehr einfach zu lesen und werden in einem Wimpernschlag entschlüsselt. Dabei schützen raffinierte Algorithmen diese Konstruktionen: Je nach Komplexität des Inhalts können bis zu 30 Prozent der Felder beschädigt werden, ohne dass die Information verloren geht.
Formatierungen
Wenn ein QR-Code entschlüsselt wird, ist das Resultat immer ein Text – wie zum Beispiel dieser Satz, den Sie gerade lesen. Sehr viel häufiger werden aber auch Formatierungen verpackt. Wenn Sie Ihre Visitenkarte in einen QR-Code umwandeln, steht darin nicht einfach Ihre Adresse wie auf einem Couvert. Stattdessen wird die Visitenkarte im universellen vCard-Standard erstellt: Zusätzliche Anweisungen stellen sicher, dass beim Import in das Adressbuch des Empfängers Ihre Telefonnummer im dafür vorgesehenen Feld «Telefon» landet. In QR-Codes lassen sich aber auch Termine oder sogar die Zugangsdaten vom WLAN verpixeln, wie wir gleich sehen werden.
Lesen Sie auf der nächsten Seite: QR-Codes lesen


Kommentare

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Goeoenkzwei
31.05.2018
Das kommt noch... Die Scanrate in der Schweiz ist unterirdisch, das stimmt. Die meisten Codes bringen aber auch keinen Mehrwert. Also wozu scannen? Ausserdem wissen momentan vielleicht 20 % der Bevölkerung mit Handy, wozu so ein Code gut sein kann und vor allem WIE man einen Code überhaupt scannt. Nun kommt aber nächstes Jahr der QR-Code auf jede Rechnung. Das heisst, geschätzte 90 % der Bevölkerung wird sich damit befassen müssen. Und ich mache jede Wette, dass die Scan-Rate in 2 Jahren signifikant höher ist als heute.

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edger
31.05.2018
Und auf dem PC? Nun kommt aber nächstes Jahr der QR-Code auf jede Rechnung. Dann muss ich also den QR-Code auf der elektronischen Rechnung mit dem Handy entschlüsseln und dann von Hand in die Software des Finanzinstitutes eingeben. Wahrlich eine gewaltige Verbesserung! Wenn keine Möglichkeit geschaffen wird diesen Code auf dem PC zu verwenden wird das lediglich ein neuer Flop.

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cve
31.05.2018
Korrektes Muster eines zukünftigen Einzahlungscheins mit QR-Code Da wurde wohl irrtümlich ein veraltetes Beispiel eines Einzahlungsscheines verwendet. Der Einzahlungsschein soll zukünftig so sehen (vgl. Anhang). Dies hat den Vorteil, dass zukünftig kein spezielles Papier mit einem Einzahlungsschein-Vordruck verwendet werden muss. SIX hat auf dieser Seite alle relevanten Informationen für QR-Rechnungen dokumentiert: https://www.six-interbank-clearing.com/de/home/standardization/payment-slips.html Live gehen soll die QR-Rechnung übrigens frühestens ab Mitte 2019, vgl. https://www.paymentstandards.ch/de/home/standardization/roadmap.html

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slup
31.05.2018
... Der Einzahlungsschein soll zukünftig so sehen (vgl. Anhang)... Ich würde persönliche Daten des Beispiels einschwärzen.

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Klaus Zellweger
31.05.2018
Dann muss ich also den QR-Code auf der elektronischen Rechnung mit dem Handy entschlüsseln und dann von Hand in die Software des Finanzinstitutes eingeben. Wahrlich eine gewaltige Verbesserung! Wenn keine Möglichkeit geschaffen wird diesen Code auf dem PC zu verwenden wird das lediglich ein neuer Flop. Es bedeutet zum Beispiel, dass die Zahlungen via E-Banking-App vermutlich in einem Viertel der Zeit erledigt sind. Meine Frau wird sich sehr darüber freuen. :cool:

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sirion
31.05.2018
Ich würde persönliche Daten des Beispiels einschwärzen. Da muss nichts eingeschwärzt werden, das ist die offizielle Beispiel-Rechnung aus den Implementation Guidelines der Six Interbank Clearing AG :-)

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slup
31.05.2018
Da muss nichts eingeschwärzt werden, das ist die offizielle Beispiel-Rechnung aus den Implementation Guidelines der Six Interbank Clearing AG :-) Upps... Hat so echt ausgesehen. Ich dachte noch, so eine teure Gartenrechnung.

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atomar
31.05.2018
Dann muss ich also den QR-Code auf der elektronischen Rechnung mit dem Handy entschlüsseln und dann von Hand in die Software des Finanzinstitutes eingeben. Wahrlich eine gewaltige Verbesserung! Wenn keine Möglichkeit geschaffen wird diesen Code auf dem PC zu verwenden wird das lediglich ein neuer Flop. Für Ewiggestrige wie mich - die ihre Buchhaltung und Zahlungen am PC und nicht am Smartphone erledigen - heisst das, einmal mehr ein neues Lesegerät beschaffen. (natürlich auf eigene Rechnung) Man könnte natürlich - aus Protest - mit den Rechnungen zum Postschalter marschieren und dem Rechnungssteller die Kosten anhängen.

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kenny8165
01.06.2018
Ganz bestimmt ein Flop - alle Vorzeichen sprechen dafür Wenn keine Möglichkeit geschaffen wird diesen Code auf dem PC zu verwenden wird das lediglich ein neuer Flop. Das wird ganz bestimmt ein Flop, wenn der Code auf allen Fakturen benützt wird. Es kein spezielles Formular mit speziellem Papier und ganz präzis platzierte Codierzeile mehr braucht. Dazu muss man auch keinen OCR-B Font mehr benützen und braucht keinen speziellen ESR-Leser mehr. Alles wird viel einfacher und billiger und daher muss es ja ein Flop sein ??? - Get real man...

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gucky62
01.06.2018
Es bedeutet zum Beispiel, dass die Zahlungen via E-Banking-App vermutlich in einem Viertel der Zeit erledigt sind. Meine Frau wird sich sehr darüber freuen. :cool: Da kann man sich darüber streiten. Zahlungen via Mobile App kommen bei vielen - meiner Meinung nach zu recht - nicht in die Tüte. Mann kann sich auch selbst die Sicherheitsstufen aushebeln. 2 Faktor-Authentifizierung via Mobile und dann gleich auch die Zahlung mit demselben Gerät durchführen..... Ist nicht gerade ein gute Idee. Es werden viele dieser teuer angeschafften Code-Scanner zu Elektronik-Schrott. Mal wieder. DAB+ / UKW ist diesbezüglich dasselbe. Auch wenn die QR Code-Lösung deutlich besser ist als die bisherige Codierzeile, wird die Umstellung nicht so einfach werden wie man propagiert. Wobei ich an sich froh über de QR Code bin, da sich damit Rechnungen endlich einfach selbst erstellen lassen, ohne die mühsamen Vorschriften für EZ. Aber auch hier werden die Software-Hersteller mal wieder versuchen sich eine goldenen Nase zu verdienen. Und wie gesagt ein Mobile ist kein adäquater Ersatz als QR Code Reader. U. a. weil oft keine brauchbare Verbindung zu PC Software möglich ist. Wobei BT eine Variante sein könnte, nur PCs habe selten BT, nur Notebooks. Dabei muss das Ganze natürlich auch noch von den Apps unterstützt werden. Also von relativ einfach zu deutlich komplexer. Gruss Daniel