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1Password: alle meine Codes

Mehr als eine Anwendung, sondern ein ganzes System: 1Password gehört zu den besten Kennwort-Verwaltern.

von Klaus Zellweger 15.07.2014

Irgendwann werden die lästigen Kennwörter durch etwas Praktischeres ersetzt, aber das dauert noch einige Jahre. Deshalb ist heute eine spezialisierte Software unverzichtbar, um die unzähligen Log-Ins, Kennwörter, Software-Lizenzen und Kreditkarten zu verwalten. Die App «1Password» gehört zu den besten ihrer Art.

Die Aufgabe ist klassisch: 1Password verwaltet all diese vertraulichen Informationen in einem sicheren Safe, also einer verschlüsselten Datenbank. Das können viele andere Apps auch. 1Password punktet jedoch mit der Unterstützung zahlreicher Plattformen. Die App ist für iOS- und Android-Geräte, PCs und Macs erhältlich. Mehr noch: Je nach Plattform können die Daten können via WLAN, Dropbox oder iCloud synchronisiert werden.

Allerdings unterscheiden sich die Anwendungen deutlich voneinander. 1Password startete seine Karriere als Mac-Anwendung, und so hat diese App auch am meisten Liebe erfahren. Ausserdem ist sie – im Gegensatz zur Windows-Version – komplett in Deutsch lokalisiert.

Die Verwaltung von Software-Lizenzen gehört ebenso zu den Aufgaben Die Verwaltung von Software-Lizenzen gehört ebenso zu den Aufgaben Zoom

Sowohl unter Windows als auch unter OS X werden Kennwörter nicht nur gespeichert, sondern auch über ein Browser-Plugin direkt in ein Webformular eingesetzt. Die OS-X-Version kommt zudem mit einer Menü-Erweiterung namens «1Password Mini», die den direkten Zugriff auf die Datenbank erlaubt:

Globaler Zugriff am Mac über eine Menü-Erweiterung Globaler Zugriff am Mac über eine Menü-Erweiterung Zoom

Die iOS-App

Für iOS steht eine universelle App zur Verfügung, die auf allen Mobilgeräten von Apple läuft. Die Daten werden über WLAN, iCloud oder Dropbox abgeglichen, doch die App lässt sich auch völlig isoliert verwenden. Wer nicht auf dieses Zusammenspiel angewiesen ist, findet bei den Mitbewerbern allerdings günstigere Lösungen, und an denen herrscht wahrlich kein Mangel.

Da die App-Store-Regeln von Apple kaum Eingriffe in das System erlauben, kommt 1Passwort mit einem integrierten Browser, der das Ausfüllen der Webformulare und Kreditkarten-Daten übernimmt. Mehr zu den Funktionen der iOS-Version finden Sie in der Bildstrecke:

Die Android-App

Bei der Android-App funktioniert das Ganze ein wenig anders. Die kostenlose App ist derjenigen für iOS sehr ähnlich – zumindest bis zum 1. August 2014. Danach lassen sich Datensätze nur noch anlegen oder editieren, wenn diese «Premium-Funktion» über einen In-App-Kauf freigeschaltet wird. Die Preise stehen zwar noch nicht fest, dürften sich aber in der Grössenordnung der iOS-Version bewegen, und die kostet zum aktuellen Tagespreis 18 Franken.

Im Gegensatz zur iOS-Version ist die Oberfläche nicht in Deutsch lokalisiert. Und zu guter Letzt fehlt natürlich die Möglichkeit, die Daten über iCloud abzugleichen. Doch in Anbetracht der Dropbox-Synchronisierung dürfte das für die meisten Anwender zu verschmerzen sein.

Die Windows-Version

Die Windows-Version bietet praktisch dieselbe Funktionalität wie die Mac-Version, wirkt jedoch ein wenig grobschlächtig. Die Erweiterung für die Taskleiste bietet ausserdem nur rudimentäre Funktionen, aber keinen direkten Zugriff auf die Datenbank. Die Synchronisierung kann lokal, über Wifi oder über Dropbox erfolgen, aber nicht über iCloud. Die Anwendung ist nur in Englisch erhältlich.

Die Windows-Version ist funktional praktisch ebenbürtig, wirkt aber nicht so elegant wie die Mac-Variante Die Windows-Version ist funktional praktisch ebenbürtig, wirkt aber nicht so elegant wie die Mac-Variante Zoom

Bedienung

Die Bedienung von 1Password beschert eher gemischte Gefühle. Nicht selten beschleicht einem das Gefühl, dass die Leistungsfähigkeit zwar enorm ist, doch dass manchmal mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Manchmal wäre weniger einfach mehr.

Der zweite Kritikpunkt betrifft das Ausfüllen von Webformularen: 1Password leistet einen sehr guten Job, solange es sich um regelkonforme Eingabemasken handelt. Sobald diese jedoch anders aufgebaut sind, kommt es zu fehlerhaften oder fehlenden Eingaben. In dieser Hinsicht ist der kostenlose Dienst LastPass sichtlich überlegen.

Fazit: 1Password ist eine durchdachte, vielleicht schon zu umfangreiche Lösung, um Log-ins, Kennwörter und andere vertrauliche Daten zu schützen. Für Apple-Geräte sind die Apps und Anwendungen deutlich besser gereift, als die Windows- und die Android-Version. Das hervorstechende Leistungsmerkmal ist jedoch nicht der Funktionsumfang an sich, sondern die Fahigkeit, alle Daten zwischen den wichtigsten Plattformen zu synchronisieren. Und das lässt sich der Hersteller AgileBits etwas kosten.

Direkte Links

Das sind die direkten Links zu den einzelnen Versionen. Der Preis in Klammern ist lediglich eine Momentaufnahme und kann jederzeit ändern.

  • iOS-Version (universal, Deutsch, 18 Franken)
  • OS X (Deutsch, 48 Franken)
  • Windows (ca. 49 Franken)
  • Android (kostenlos, Preis für Premium-Version noch unbekannt)

  • 1Password

    Positiv:
    Hervorragende Synchronisierung, Unterstützung aller wichtigen Plattformen, grosser Funktionsumfang
    Negativ:
    Kleine Schwächen bei der Bedienung und beim Ausfüllen nicht-konformer Webformulare
    Details:
    Für iOS, OS X, Windows und Android
    Strassenpreis:
    variiert je nach Plattform
    Info:
    agilebits.com
    PCtipp-Bewertung:
    4 Sterne

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