Testduell im Wohnzimmer: D-Link Boxee Box gegen Asus O!Play HD2

Wer seine Musik und Filme vom PC oder Netzwerkspeicher auf den Fernseher bringen will, braucht eine passende Schnittstelle wie den O!Play HD2 von Asus oder D-Links Boxee Box. Sie mussten gegeneinander antreten.

von Reto Vogt 29.03.2011

Das Asus-Gerät lässt sich um eine Harddisk erweitern Das Asus-Gerät lässt sich um eine Harddisk erweitern Zoom Gut: Beide Hersteller liefern zum Gerät das nötige HDMI-Kabel zum Verbinden mit dem Fernseher mit. Dadurch sind die Media-Player im Nu betriebsbereit. Allerdings präsentieren beide ein englisches Menü. Das von Asus lässt sich wenigstens auf Deutsch umstellen.

Punkto Ausstattung gibt es entscheidende Unterschiede: Im Asus O!Play HD2 kann eine Festplatte eingebaut werden. Ausserdem ist USB 3.0 für den Datentransfer dabei. Die D-Link Boxee Box unterstützt hingegen nur USB 2.0 und hat keinen internen Speicher. Dafür stellt sie eine WLAN-Schnittstelle für den drahtlosen Internetzugang bereit.

Beide Geräte haben ausserdem Speicherkarten-Slots und beherrschen das DLNA-Protokoll, um bequem mit Gegenstellen wie einem Netzwerkspeicher oder PC zu kommunizieren. Dies funktionierte im Test tadellos. Die Inhalte werden in angemessenem Tempo übertragen und lassen sich ruckelfrei auf dem Fernseher betrachten.

Die Oberfläche ist bei beiden Testkandidaten aufgeräumt und lässt sich mit den mitgelieferten Fernbedienungen intuitiv steuern. Gelungen: Die Fernbedienung von D-Link hat auf der Rückseite eine vollwertige Tastatur zum Eintippen von Text. Dies zahlt sich vor allem beim Surfen über den TV aus.

Nur Durchschnitt sind die angebotenen Internetinhalte, die speziell im Menü der Boxee Box sehr prominent präsentiert werden. Dort stehen TV-Shows, Filme und Apps zur Auswahl. Der Asus O!Play HD2 bietet Zugriff auf Internetradios, Webfernsehstationen sowie Onlinedienste wie Flickr und Picasa. Das grosse Problem bei diesen Internetinhalten: Es fehlt bei beiden Testkandidaten an guten, deutschsprachigen Angeboten. Dank des offenen Systems von D-Links Boxee Box ist die Chance jedoch gross, dass die Inhalte für dieses Gerät schon bald erweitert werden.

Fernbedienung mit Tastatur: Boxee Box Fernbedienung mit Tastatur: Boxee Box Zoom

Fazit: Beide Media-Player sind schnell und sehr einfach eingerichtet. D-Links Boxee Box ist stärker auf Internetinhalte ausgerichtet als der Asus O!Play HD2. Bei beiden Testkandidaten fehlen jedoch gute deutschsprachige Inhalte. Die Menüs der Geräte sind optisch ansprechend aufbereitet und lassen sich flott bedienen.

Tags: D-Link, Asus
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