News 29.05.2012, 08:35 Uhr

Nur via Gesten durchs Internet surfen

Die immer kleiner werdenden Bildschirme und Mobilgeräte sollen für einen Innovationsschub sorgen. Künftig sollen Hände und Finger das Internet in 3D bedienen.
Die nächste Revolution im Internet könnte nichts mit dem World Wide Web selbst zu tun haben, sondern mit der Art und Weise, wie wir mit ihm interagieren. Die Washinton Post geht davon aus, dass die immer geringere Grösse der mobilen Screens in Kombination mit der steigenden Anzahl von Aufgaben, die sie erfüllen sollen, zu einem Innovationsschub führen wird.
Bei der Bedienung zeichnet sich ein neuer Trend bereits ab: Was die Maus für den Desktop war oder der Touchscreen für das mobile Internet, das könnte sich bei der nächsten Generation winziger Bildschirmen und Mobilgeräten mit Interfaces wiederholen, die über Gesten bedient werden. Hände und Finger können dann das Internet in 3D bedienen.
Gesten 100 Mal präziser
Der neuste Zugang in diesem Bereich ist das System Leap 3D von Leap Motion, das über 100 Mal präziser sein soll als Microsofts Kinect. Leap soll ermöglichen, dass man alle gewohnten Handlungen im Internet künftig mit den Händen und Fingern tun kann: wie etwa das Browsen im Internet und der Zoom für Karten. Zusätzlich soll es auch möglich sein, 3D-Visualiserungsmodelle in Echtzeit zu nutzen.
Für CEO Michael Buckwald lautet das Ziel, die Art und Weise, wie Menschen mit ihren Geräten und dem Internet umgehen zu revolutionieren. Das Branchenportal CNET sieht die Leap-Zukunft in einem rund vier Kubikfuss grossen 3D-Arbeitsplatz rund um den User. Ohne einen Bildschirm oder ein anderes externes Gerät zu berühren, können Objekte in 3D manipuliert werden.
Kinect nicht nur für Games
Auch Ärzte nutzen Kinect
Eine Vorstellung davon, wie diese neue Art von Interfaces Innovationen im Internet ermöglichen könnten, gibt heute bereits Kinect. Hacker haben die Art und Weise, wie ganz normale Menschen dieses Gerät nutzen, radikal verändert. Das gilt vor allem für das Schaffen neuer Arten von Erfahrungen, von Luftgitarrespielen bis hin zu Spielen, die gehörlosen Kindern dabei helfen, die Zeichensprache zu erlernen. Und auch Ärzte sind bereits auf den Geschmack gekommen: Sie nutzen Kinect für das berührungsfreie Betrachten medizinischer Scans.
Es bleibt jedoch abzuwarten, ob Leap dem anfänglichen Hype wirklich gerecht werden kann. Aktuelle Umfragen zeigen bezüglich derartiger Produkte eine gewisse Müdigkeit der User. Leap Motion scheint jedoch mit dem leistbaren Preis von 70 US-Dollar für Leap einen klugen ersten Schritt gesetzt zu haben. Zusätzlich wird mit unternehmensexternen Entwicklern an Apps gearbeitet.
Quelle: pressetext.com/Michaela Monschein

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