Test: Fujifilm Instax Share SP-1

Das Beste aus der Handy- und Sofortbild-Fotografie, vereint in einem Gerät.

von Klaus Zellweger 27.05.2014

Moderne Smartphones, gemischt mit verklärter Nostalgie: Geht das zusammen? Es geht – vorausgesetzt, die richtige Ausrüstung ist vorhanden. In diesem Fall liefert der «Instax Share SP-1» von Fujifilm die besten Voraussetzungen.

So geht Sofortbild heute! So geht Sofortbild heute! Zoom© ze / IDG

Es wäre verfehlt, bei diesem Gerät von einem «Drucker» zu sprechen, denn die kleine Kiste spuckt waschechte Sofortbilder aus. Es gibt keinen Toner und keine Tinte, und wenn das Gerät versehentlich geöffnet wird, sind die restlichen Aufnahmen futsch. Hier kommt dasselbe lichtempfindliche Filmmaterial zum Einsatz, wie in der Fujifilm-Kamera Instax Mini.

Die Hardware

Die Stellfläche des SP-1 entspricht etwa derjenigen eines grösseren Smartphones, allerdings ist das Gerät deutlich höher. Drei LEDs zeigen den Zustand der Batterien an. Zehn weitere LEDs signalisieren die verbleibenden Aufnahmen in der Kassette, eine für jedes Blatt.

Die LEDs zeigen die verbleibenden Aufnahmen an Die LEDs zeigen die verbleibenden Aufnahmen an Zoom© ze / IDG

Neben dem Hauptschalter befindet sich die Taste «REPRINT», mit der das letzte Foto immer und immer wieder reproduziert werden kann. Ein 5-V-Netzteil lässt sich ebenfalls anschliessen, gehört aber nicht zum Lieferumfang. Stattdessen wird der SP-1 von zwei CR2-Batterien gefüttert, die laut Fujifilm für etwa 100 Bilder reichen.

Immer neue Abzüge auf Knopfdruck schaden irgendwie der Exklusivität Immer neue Abzüge auf Knopfdruck schaden irgendwie der Exklusivität Zoom© ze / IDG

Verbindungsaufnahme

Um den Belichter mit dem Smartphone zu koppeln, wird dieser selbst zum WLAN-Hotspot. Beim ersten Kontakt muss der Standard-Code (1111) oder ein eigener Code eingegeben werden. Damit wird verhindert, dass der Nachbar im oberen Stock just im dümmsten Moment die Instax-App auf seinem Smartphone startet und damit beginnt, seine Ferienerlebnisse auszubelichten. Oder dass in einer feuchtfröhlichen Runde mit einem SP-1 Schindluder getrieben wird, vermutlich zum Leidwesen des bezahlenden Besitzers.

Vorteil Android: Es reicht, die App zu starten und das Foto loszuschicken, damit automatisch das WLAN des SP-1 verwendet wird. Unter iOS muss das Instax-Netz zuerst in den WLAN-Einstellungen angewählt werden, und zwar bei jedem Start der App! Irgendwie doof, aber so will es das System. Allerdings gilt das nur, wenn das iOS-Gerät bereits mit einem bekannten, regulären WLAN verbunden ist. In der freien Wildbahn wird das WLAN des kleinen Belichters ab der zweiten Verwendung ebenfalls automatisch angewählt.

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    Kommentare

    • dbaechli 27.05.2014, 16.22 Uhr

      Die Android App funktioniert doch genau so gut. Mit Kamera-Zugriff oder Echt-Zeit-Vorlage und Social-Network-Anbindung. Wobei letztere mässig gut zu bedienen ist (war langsam in meinem Versuch), ebenso ist die Wahl aus der Galerie etwas mühsam und die Text-Bearbeitung in der App, resp. die vorgegebenen Templates sind - naja, wie geschrieben.. Nur, wer macht das mit Android schon so? Dort läuft es wie folgt: Man schiesst ein Foto (oder sendet es von einer "richtigen" Kamera an das mobile[...]

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