Test: Wie gut ist die Wilmaa Box?

Den Schweizer Web-TV-Dienst Wilmaa gibts jetzt auch am Fernseher. Mit einer eigenen Box will man Swisscom und Co. Konkurrenz machen. Ob das gelingt?

von Hannes Weber 09.04.2014

Die Wilmaa Box ist da. Mit der kleinen schwarzen Box und einem Abo-Modell für 29 Franken im Monat will der Schweizer Web-TV-Anbieter nun auch in die Wohnzimmer vordringen. Wie gut die Aussichten dafür stehen, klärt unser Test.

Optisch gibt sich die ganz in Schwarz gehaltene Wilmaa Box unauffällig. Die kompakten Abmessungen sind sicher ein Pluspunkt, hier bewegt man sich in ähnlichen Dimensionen wie die neue Box von Swisscom TV 2.0. Die Anschlüsse sind überschaubar: Hinten gibt es einen HDMI-Port für den Anschluss an den Ferseher, Ethernet, SPDIF (Audio) sowie einen 3,5-mm-Klinkenstecker (ebenfalls Audio). Vorne stehen zwei USB-Ports für den Anschluss von externen Speichermedien bereit - dazu später mehr. Positiv: Wilmaa liefert sowohl ein HDMI- als auch ein Ethernet-Kabel mit.

Wilmaa Box samt Fernbedienung - bei Letzterer vermissen wir einige Tasten ... Wilmaa Box samt Fernbedienung - bei Letzterer vermissen wir einige Tasten ... Zoom

Einfache Einrichtung

Die Wilmaa Box ist ein sogenanntes Over-the-Top-Angebot, wird also mit einem bereits bestehenden Internetanschluss verbunden. Daher funktioniert die Box auch mit jedem beliebigen Internetanbieter, vorausgesetzt, die Internetgeschwindigkeit beträgt mindestens 10 Mbit/s. Um die Wilmaa Box in Betrieb zu nehmen, verbindet man sie einfach wahlweise via Ethernet oder dem integrierten WLAN mit dem Heimnetzwerk. Das geht rasch und unkompliziert, ein Assistent hilft direkt am Bildschirm bei den notwendigen Schritten. Im Test haben wir die Box via WLAN verbunden. Die ganze Einrichtung inklusive dem Herunterladen und Installieren einer Systemaktualisierung dauerte nur rund fünf Minuten.

Die Einrichtung ist ein Kinderspiel - hier wählen wir das WLAN-Netz aus Die Einrichtung ist ein Kinderspiel - hier wählen wir das WLAN-Netz aus Zoom

Verhältnismässig lange dauert es, bis die Box hochgefahren ist. Aus dem Standby haben wir rund 30 Sekunden gemessen. Immerhin soll das Gerät laut Wilmaa im Standby lediglich 0,33 Watt Strom benötigen, im Betrieb nur 3,9 Watt. Das sind zweifelsfrei hervorragende Werte.

Bedient wird die Wilmaa Box mit einer der zwei mitgelieferten Fernbedienungen, eine kleine und eine grössere. Die kleinere beschränkt sich auf wenige grundlegende Tasten - wobei man das auch von der grösseren behaupten muss. Neben den Zahlentasten (0 bis 9) finden lediglich ein Menüknopf, ein Pauseknopf, vier Richtungstasten, eine OK-Taste, die Zurück-Taste sowie die Laustärketasten auf der schmalen Bedienung Platz. Das ist für unseren Geschmack zu wenig, so haben wir beispielsweise eine Mute-Taste vermisst.

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    Kommentare

    • Lassie 09.04.2014, 18.58 Uhr

      Tja, ein Jahr Testphase und das noch mit Endnutzerunterstützung. Noch schlechter als Cablecom mit ihrer Media/Horizon-Box, ein Schelm wer böses dabei denkt. Bei der Horizon-Box geht wenigstens das Zappen sehr flüssig und hat ein EPG. :D

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