Hands-on: Sony WF-1000XM3

Sony lanciert True-Wireless-Kopfhörer mit aktivem Noise Cancelling. Wir haben mal kurz Hand angelegt.

von Florian Bodoky 17.07.2019
Halten an drei verschiedenen Orten im Ohr: die WF-1000 XM3 Halten an drei verschiedenen Orten im Ohr: die WF-1000 XM3 Zoom Audio-News aus dem Land der aufgehenden Sonne: Sony hat passend zur Ferienzeit am Strand neue Kopfhörer lanciert. Die Buds mit dem – wie immer etwas kryptischen – Namen WF-1000 XM3 kommen im Formfaktor True Wireless daher. Heisst also: zwei einzelne Buds ohne jegliche Kabelgeschichten. Ähnlich wie Samsung oder Apple setzt Sony damit auf Ultra-Mobilität, was gemäss Konsumtrendstudien in den letzten zwei Jahren die mit am höchsten angestiegenden Nachfragewerte aufweist.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Hörer aber in einem entscheidenden Detail: Sie sind etwas länglich und beschränken sich in der Form nicht auf die Ohrmuschel, sondern liegen über anderen Ohrteilen und finden Halt an drei entscheidenden Stellen am respektive im Ohr. Sony verweist diesbezüglich auf eine grössere Feldstudie, wonach die unterschiedlichsten Ohren vermessen und die In-Ear- und On-Ear-Architektur an die Ergebnisse angepasst wurden. Im ersten Moment können wir den Geräten auch einen guten Halt attestieren, zumal mit den extrabeschichteten Ohraufsätzen. Davon werden gleich drei Paare geliefert und durch drei weitere Paare von Aufsätzen ergänzt, die sich eher am Komfort denn am Halt orientieren. Verzichtet wurde dafür auf eine IPX-Zertifizierung. Leichtes Regenwetter stecken die Hörer jedoch dennoch weg, wie Sony uns wissen lässt.

Auch im Handling, respektive in den verbauten Features, haben die Hörer einiges zu bieten. Zum einen wurde das aktive Noise Cancelling (NC) optimiert, was zu den Kern-Features zählt. Das NC basiert auf einer hybriden Analyse, respektive Erfassung der Geräuschfrequenzen, die mit entsprechenden Gegenschallwellen neutralisiert werden. Hier kommt der neu entwickelte Prozessor QN1e zum Einsatz. Im Bereich NC erreicht der WF-1000 XM3 das Niveau des grossen Bruders von 2017, dem WH-1000 XM2 (dabei handelt es sich um das Over-Ear-Modell, vorgestellt an der IFA 2017).

Punkto Bedienung geht Sony bekannte, aber auch bewährte Wege: Beide Earbuds sind mit einem Touch-Bedienfeld ausgerüstet, das jeweils auf Berührung reagiert. Rechts erreicht man die klassische Musiksteuerung (Play/Pause, Skip/Search, Anrufe annehmen/ablehnen etc.), während links das aktive Noise Cancelling an- oder abgeschaltet oder der Ambiance Sound Mode aktiviert werden kann. Die aktive Geräuschunterdrückung beeinflusst auch die Akkuleistung: So werden aus sechs Stunden Laufzeit plötzlich acht Stunden, wenn man sich aufgrund eines ruhigeren Umfelds einmal gegen NC entscheiden sollte. Auch kann man nur einen Kopfhörer tragen. Dank des Detection-Features merkt der Hörer, ob er gerade getragen wird oder nicht und unterbricht entsprechend die Musikübertragung. Nach fünf Minuten ohne Kontakt wird das Gerät dann komplett ausgeschaltet, um den Akku zu schonen. Die mitgelieferte Ladebox vermag die Kopfhörer dreimal auf 100 Prozent Ladestand zu katapultieren – also zwischen 24 und 32 Stunden. Zahlreiche Features wie ein Equalizer oder ein Fokus entweder auf Soundqualität oder Akkuschonung bietet zudem die kostenlose Sony-Connect-App.

Beim Sound kommt abermals der neue QN1e-Prozessor zum Tragen: So werden 24-Bit-Audiosignale mit einem Digital-Audio-Converter respektive einem Analogverstärker verarbeitet. Der erste Test ergab ein ausbalanciertes, präzises Klangbild, jedoch konnten die Hörer noch keinem ausführlichen Audio-Testing unterzogen werden.

Die WF-1000 XM3 sind in den Schweizer Shops bereits gelistet und erhältlich. Die Auslieferung soll Anfang August folgen. Der Preis beträgt 249 Franken.

Tags: Test, Sony

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