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Test: Apple AirPods 2

Fast alles bleibt beim Alten, und das ist eine gute Sache – meistens jedenfalls.

von Klaus Zellweger 01.04.2019

Was mussten sich die ersten AirPods bei ihrer Vorstellung gefallen lassen: Mit Zahnbürsten, Mini-Föhns und anderen Dingen wurden sie verglichen. Heute ist diese Häme weitgehend verschwunden; stattdessen sind die weissen Stöpsel so allgegenwärtig, dass sie fast zum urbanen Strassenbild gehören. Apple publiziert zwar keine Zahlen, aber dem Vernehmen nach sind die AirPods das erfolgreichste Apple-Zubehör überhaupt. Das heisst: erfolgreicher als jeder Adapter – und wer Apple und seine Adapter kennt, ahnt deshalb, dass es sich um sehr, sehr viele AirPods handeln muss, die über die Ladentheke geschoben werden.

In nur zwei Jahren zum Klassiker In nur zwei Jahren zum Klassiker Zoom© Apple, Inc.

Vieles bleibt beim Alten

Die zweite Generation ist äusserlich von der ersten kaum zu unterscheiden – von der LED auf der Vorderseite abgesehen, die unter anderem den Ladevorgang signalisiert. Daran ist nichts auszusetzen: Praktisch jeder iPhone-Besitzer in meinem Umfeld unter 60 Jahren hat sich die AirPods gekauft. Und mit einer einzigen Ausnahme (Grüsse an meinen Arbeitskollegen Luca) passen sie bei allen perfekt. Normales Kopfdrehen, entschiedenes Kopfdrehen, Luftgitarre, Headbanging unter Alkoholeinfluss oder Sportarten wie Laufen: Die AirPods halten bombenfest. Damit wäre zur gelungenen Formgebung eigentlich alles gesagt.

Die Schale macht den Unterschied

Laufzeit. Die AirPods 2 werden in einer neuen Ladeschale aufbewahrt und durch Magnete gesichert, damit sie nicht herausfallen. Diese Schale verfügt ihrerseits über einen Akku und gibt den Energievorrat an die AirPods ab, sobald sie eingelegt werden. Die AirPods halten beim Musikhören etwa 5 Stunden, bevor sie aufgeladen werden müssen; bei Gesprächen sind es etwa 2 Stunden. Zusammen mit der Ladeschale liegen ungefähr auf 24 Stunden Musik drin, die fernab einer Steckdose konsumiert werden.

Drei Schalentiere. Diese Schale bestimmt auch den Preis. Das neue Modell kann wahlweise über ein Lightning-Kabel geladen werden oder drahtlos über eine Qi-fähige Matte. In diesem Fall kosten die AirPods 229 Franken. Wenn Sie zwar die neuen Modelle möchten, aber auf die Qi-Kompatibilität verzichten können, kosten die AirPods genau wie die Vorgänger 179 Franken. Und wenn Sie mit der ersten Generation immer noch zufrieden sind, aber vor allem die neue Qi-Schale möchten, dann belastet diese Nachrüstung die Bilanz mit 89 Franken.

Jede Variante ist denkbar, auch für die Nachrüstung der alten Modelle Jede Variante ist denkbar, auch für die Nachrüstung der alten Modelle Zoom© Screenshot / ze

Typisch Apple: die Koppelung

Wenn die AirPods in Betrieb genommen werden, kommt es zu einer Apple-typischen Erfahrung: Die brandneue Ladeschale wird geöffnet, neben das iPhone gehalten und eine Schaltfläche auf dem Display angetippt. Und … das wars! Kein Gedrückthalten von Tasten, keine blinkenden Lämpchen, kein Abwarten von Tönen. Die ganze Prozedur ist in weniger als fünf Sekunden erledigt.

Die AirPods sind schneller gekoppelt, als Sie diesen Satz laut vorlesen können Die AirPods sind schneller gekoppelt, als Sie diesen Satz laut vorlesen können Zoom© PCtipp / ze / Apple, Inc.

Apple-ID. Doch es kommt noch besser: Damit sind die AirPods nicht nur mit dem iPhone gekoppelt, sondern auch mit der Apple-ID. Das wiederum bedeutet, dass die AirPods automatisch vom Mac, iPad oder der Apple Watch erkannt werden, die unter derselben Apple-ID segeln.

Schnellerer Wechsel. Die neuen AirPods sind beim Wechsel zwischen den Geräten ausserdem deutlich schneller geworden – und für mich ist das der wichtigste Vorteil der zweiten Generation. Während es manchmal bis zu zehn Sekunden dauerte, um vom iPhone zum iPad oder zurück zu wechseln, schaffen das die neuen AirPods in ungefähr der Hälfte der Zeit.

Clevere Bedienung

Automatische Pausen. Wenn Sie mit beiden AirPods die Wiedergabe beginnen und einen der beiden Stöpsel abnehmen, stoppt die Wiedergabe so lange, bis er wieder im Ohr steckt – dann geht es genauso automatisch weiter. Das gilt für jede Art der Medienwiedergabe, also für Apple Music genauso wie für Spotify, YouTube-Videos und dergleichen mehr.

Mono-Bündelung. Wenn Sie die Audio-Wiedergabe mit beiden AirPods starten, hören Sie den Ton in Stereo. Starten Sie die Wiedergabe hingegen nur mit einem AirPod im Ohr, werden die Stereokanäle automatisch für die Mono-Wiedergabe gebündelt.

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    Kommentare

    • pctippi 01.04.2019, 15.52 Uhr

      oha der klaus hat wieder mal ein apple produkt bewertet, sich reingezogen. ich lese den artikel nicht mal zu ende, lass mich raten:5 sterne, und negatives gar nichts. aber den ästhetischen aspekt völlig ausser acht gelassen. das ist das hässlichste produkt dass es in dieser kategorie gibt. die sehen aus wie unfertige dinger, ohrringer für luschen. klaus mach mal die augen auf, schau mal was im web über die apple produkte steht, niergendwo schneiden sie sooooo hammer gut wie in deinem kopf. sogar[...]

    • Charlito 01.04.2019, 22.27 Uhr

      Apples AirPods sind gut und von Bose auch, aber, mehr als CHF 200.- …nur den Ohrhörern… Die armen Leute, wie ich, mussen auf Xiaomi AirDots warten Gruss, Charlito

    • ueberdart 03.04.2019, 17.51 Uhr

      Bin noch nicht 60, habe trotzdem keine iPods. Die Dinger tönen zwar toll, sehen aber aus als hätte man sich Tampons in die Ohren gesteckt. Da kommt mir immer der Asterix Band in den Sinn, wo sich alle Leute Broccoli in die Ohren stopfen. Leider gehöre auch ich zu den Menschen die nicht Apple kompatible Ohren haben, bedeutet aber auch dass dies für einige andere Hersteller auch zutrifft. Ich habe einen recht guten Artikel über Tests von True Wireless gefunden, welcher etwas breiter geht. Er ge[...]

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