Test: Nikon D7100

Mit der D7100 ist Nikon die ideale Kamera für Amateure gelungen, die auf Vollformat verzichten können.

von Luca Diggelmann 08.09.2014

Nikon bietet derzeit drei Serien von Spiegelreflex-Kameras (DSLR) mit APS-C-Sensor an. Die 3000er-Reihe richtet sich an Einsteiger, die 5000er-Reihe an Einsteiger mit etwas mehr Geld. Die 7000er-Serie hingegen bildet die Oberklasse der APS-C-DSLRs von Nikon und streitet sich mit der Canon 70D um den Titel der besten Kamera dieser Klasse. Bereits das Vorgängermodell D7000 konnte Fotografen und Kritiker zugleich überzeugen. Bei der D7100 ist das nicht anders.

Die D7100 ist die beste Kamera ihrer Klasse Die D7100 ist die beste Kamera ihrer Klasse Zoom

Im Vergleich zur D7000 hat sich Äusserlich nicht viel verändert. Neu ist ein dedizierter Knopf für Live-View. Sonst wurden einige Knöpfe verschoben, das Meiste bleibt jedoch gleich. Die D7100 ist ein wenig grösser, liegt aber etwa gleich in der Hand. Wie bisher ist die Kamera solid und gegen Spritzwasser und Staub geschützt.

Eine solide Verarbeitung macht sich auch beim Gebrauch schnell bemerkbar. Die Nikon D7100 liegt ausgezeichnet in der Hand. Fast alle wichtigen Knöpfe sind bequem erreichbar und können bedient werden, ohne die Kamera vom Auge nehmen zu müssen. Eine Ausnahme dazu bildet der ISO-Knopf. Dieser ist neben dem Display etwas ungeschickt platziert, was das Wechseln der ISO-Empfindlichkeit unnötig umständlich macht. Besonders gefährlich ist der direkt daneben platzierte Qualitäts-Knopf. Passt man nicht auf, verstellt man aus Versehen die Qualität der geschossenen Bilder.

Nikon verbaut in der D7100 einen 24-Megapixel-Sensor im APS-C-Format. Aktuell handelt es sich dabei um den stärksten APS-C-Sensor von Nikon. Der Sensor wird unterstützt von einem Expeed-3-Bildprozessor. Die ISO-Reichweite reicht von 100 bis 6400 und kann bis 25'600 erweitert werden. Wie bei den meisten aktuellen Sensoren ist jedoch ein Stop unter dem physischen Maximum die Grenze der guten Bildqualität erreicht. Über 3200 ISO sehen die Bilder nicht mehr besonders gut aus. Bis 3200 leistet die D7100 jedoch grossartige Arbeit.

Fazit

Insgesamt ist die Nikon D7100 derzeit wohl die kompletteste Kamera unter 1000 Franken. Im direkten Vergleich mit der ebenfalls ausgezeichneten Canon EOS 70D zeichnet sich die D7100 besonders durch die bestechende Bildqualität und die bessere ISO-Leistung aus. Für Kameras in dieser Preisklasse ist die Bildqualität unerreicht und macht die D7100 zur derzeit besten Kamera mit APS-C-Sensor. Mehr Leistung gibt es erst im Vollformat, für deutlich mehr Geld.

  • Nikon D7100

    Positiv:
    Bildqualität, Bedienung, Preis
    Negativ:
    Suchergrösse, Position des ISO-Knopfs
    Details:
    24 Megapixel, APS-C-CMOS-Sensor, 51 Fokuspunkt, 2x SD-Karte, ISO 100-6400, integrierter Blitz, 3,2-Zoll-LCD, Video mit maximal 1080p bei 60i, 765 Gramm mit Akku und Speicherkarte
    Strassenpreis:
    Fr. 841.40
    Info:
    www.nikon.ch
    PCtipp-Bewertung:
    5 Sterne

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