Test: Sony RX100 VI

von Klaus Zellweger 17.07.2018

Licht und Schatten

Die Sony RX100 VI ist eine hervorragende Kamera und hält, was diese erfolgreiche Serie seit jeher verspricht: maximale Leistung bei minimalen Abmessungen. Tatsächlich muss man den Sony-Ingenieuren neidlos zugestehen, dass sie es immer wieder schaffen, noch mehr technische Feinheiten auf engstem Raum unterzubringen. Sensationell ist auch das massiv erweiterte Tele-Zoom bis 200 Millimeter, ohne dass dabei die ausgeschaltete Kamera dicker geworden ist. Zwei Punkte trüben jedoch das positive Gesamtbild.

Der Power-Snack unter den Kameras Der Power-Snack unter den Kameras Zoom© Sony

Erstens hat sich Sony sehr viel Mühe gegeben, die Video-Funktionen weiter auszubauen und um professionelle Funktionen auszubauen – doch der fehlende Anschluss für ein externes Mikrofon disqualifiziert diese Kamera für anspruchsvolle Anwender und Video-Blogger.

Zweitens leidet die RX100 VI unter derselben zweifelhaften Bedienung wie alle Sony-Kameras. Die endlos-weiten Menüs und die altbackene Darstellung machen den Umgang mit dieser Kamera in der ersten Zeit nicht gerade zu einem Zuckerschlecken. Ausserdem lässt sich der Objektivring in seiner Funktion zwar anpassen, aber irgendwie fehlt auf der Vorderseite ein weiteres Rädchen, das sich mit dem Zeigfinger bedienen lässt. Zugegeben, das ist Jammern auf hohem Niveau – allerdings auf demselben hohen Niveau, auf dem man auch den Preis findet.

Fazit

Die Sony RX100 VI ist die erste Wahl für alle, die kompromisslose Leistung von einer Kamera verlangen, die trotzdem in jede Hosentasche passt. Wenn Sie bereit sind, für so viel verdichtete Technik den Preis zu bezahlen und mit den erwähnten Schwächen leben können, werden Sie mit der RX100 VI eine Menge Spass haben.

  • Sony CyberShot RX100 VI

    Positiv:
    Grösse, Zoom, Funktionsvielfalt, Sucher, Videoqualität, Rauschverhalten, Bildstabilisator
    Negativ:
    Menüs, Bedienung, kein Mikrofon-Eingang, kein externes Ladegerät
    Details:
    1-Zoll-Sensor mit 20.1 Mpx, Zoom 24-200 mm bei ƒ2,8–4,5, 315 AF-Punkte, bis 24 Bilder pro Sekunde, Video bis 4K mit 30 fps und HDR, ISO 125–12800, WLAN, NFC, Bluetooth, Gewicht 301 Gramm mit Akku und Speicherkarte
    Strassenpreis:
    ca. 1500 Franken
    Info:
    sony.ch
    PCtipp-Bewertung:
    4 Sterne

    Leserwertung

    66.7%
    33.3%
    0%

    Jetzt abstimmen!

    Was halten Sie vom Produkt?

Seite 3 von 3

    Kommentare

    • atomar 17.07.2018, 21.42 Uhr

      Also, wenn ich richtig verstehe, kaufe ich eine Profi-Filmkamera (ZITAT: Profigerechte Filmaufnahmefunktionen; Die RX100 VI unterstützt für fortgeschrittene Aufnahme- und Produktionsanforderungen verschiedene Filmfunktionen, die normalerweise nur in Geräten für den professionellen Gebrauch anzutreffen sind) die auch Einzelbilder speichern kann. Dass aber in dieser Preisklasse kein GPS und Kompass eingebaut ist ??? (ZITAT: Abrufbare Standortinformationen über Bluetooth® 28; Mithilfe abruf[...]

    • Charlito 17.07.2018, 22.01 Uhr

      Ich habe immer noch der Sony RX100 V und ich benutz der Sucher als Einschalt/Ausschalt-Schalter, nach dem Finder Ausfahren in seine Position gezogen wird, schaltet der Sony RX100 V automatisch EIN und bei zurückgeschoben AUS Ich bekomme tolle Schnappschüsse ohne Anstrengung Wie Otomar sagt: GPS (wie bei Sony DSC-HX5V vom 2010) fehlt

    • Klaus Zellweger 18.07.2018, 09.17 Uhr

      Die Kamera kann mit der PlayMemories Mobile™ App auf einem kompatiblen Mobilgerät gekoppelt werden, um Standortdaten abzurufen) Ich würde mich nicht auf Experimente mit dieser Sony-App einlassen. Kamera-Hersteller können das ganz allgemein nicht so gut. Stattdessen empfehle ich Geo Tag Photos Pro für iOS und Android. Die hat mir bis jetzt immer bestens gedient. Seit neustem steht auch eine kostenlose native App für macOS, Windows und Linux zur Verfügung. (Früher war es irgend so ein Java-Geba[...]

    weitere Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.