Test: OLED-TV Sony AG9

Flach, schön und mit einzigartiger Soundfunktion ausgestattet. PCtipp hat Sonys neusten OLED-TV KD-55AG9 getestet, und prüft, ob dem Hersteller mit dem Spitzenmodell der ganz grosse Wurf gelingt.

von Daniel Bader 07.06.2019
Sony KD55-AG9: mit vorinstalliertem Amazon-Prime-Channel Sony KD55-AG9: mit vorinstalliertem Amazon-Prime-Channel Zoom© PCtipp

Sonys neuster OLED-Fernseher KD-55AG9 (Strassenpreis: Fr. 3149.-) gehört der sogenannten Master-Serie an. Was das bedeutet? Prunkstück der Master-Reihe, so der japanische TV-Spezialist, ist die Bildqualität, die an Studio-Monitore heranreichen soll. Der Reihe nach: Aufstellen lässt sich das sehr dünne, und trotz seiner Grösse (122 × 71 × 26 cm, B × H × T, mit Tischstandfuss), filigrane Gerät, recht schnell, am besten aber zu zweit: Dabei wird das Panel schlicht an den Standfuss gesteckt und montiert. Fertig. Die Kabelführung selbst geschieht dabei im Innern des Standfusses.

Flunderflach: der KD55-AG9 von Sony Flunderflach: der KD55-AG9 von Sony Zoom Die entsprechenden Kabel (Tuner, USB usw.) werden rückseitig in einem dafür vorgesehenen Schacht versteckt. Der Fernseher steht dabei fest und sicher. Allerdings sollten Käufer für einen stabilen Unterbau sorgen, da das Gerät, sofern auf den Standfuss als Aufstelloption zurückgegriffen wird, doch mit 25 kg einiges an Gewicht mit sich bringt.

Sony KD55-AG9: das Einstellungsmenü Sony KD55-AG9: das Einstellungsmenü Zoom Genauso schnell wie das 4K-Modell aufgestellt wird, lässt es sich auch einrichten. Zuerst werden nacheinander Land, Sprache und Netzwerkzugang (LAN oder WLAN) festgelegt. Danach sucht und richtet der Assistent, sofern der im Gerät integrierte Triple-Tuner mit dem passenden Kabel angeschlossen ist, die Fernsehkanäle ein. Summa summarum vergehen für die Grundinstallation des Android-TVs (Version 8) nochmals insgesamt 10 Minuten. Die Menüführung, soviel vorweg, ist Android-typisch und tabellarisch (Apps, Eingänge, angeschossene Geräte usw.) gruppiert.

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Bild- und Soundqualität

Bildtest 1: Der KD55-AG9 zeigt dezente und präzise Hauttöne  Bildtest 1: Der KD55-AG9 zeigt dezente und präzise Hauttöne Zoom Dreh- und Angelpunkt des getesteten AG9-Modells, das über eine Bilddiagonale von 55 Zoll (139 cm) verfügt, ist der Ultimate-X1-Prozessor. In Kombination mit den zwei weiteren wichtigen Sony-Eigenheiten, dem bekannten Triluminos-Display und «Pixel-Contrast-Booster», sollen Helligkeit, Farben und Kontrast so aufeinander optimiert sein, dass die Bilder lebensechter und brillanter erscheinen. Sowieso gehört das Kontrastverhältnis aufgrund der OLED-Technologie zu den Stärken des 4K-TVs. In unseren Bildqualitätstests attestieren wir dem Gerät Bestnoten. Details im Bild werden nicht nur präzise wiedergeben, auch die Übergänge sind hinreichend fein, ohne zu überzeichnen oder an Brillanz zu verlieren. Bildtest 2: auch breite Panorama-Screens liegen dem KD55-AG9 von Sony Bildtest 2: auch breite Panorama-Screens liegen dem KD55-AG9 von Sony Zoom Actionreiche Szenen wie auch langsame Kameraschwenks werden wiederum flüssig wiedergeben, ohne dass es irgendeinem Zeitpunkt zu Klötzchenbildung oder Bildrucklern kommt. Und: Seine besonderen OLE-Qualitäten spielt der AG9 bei der Wiedergabe von dunklen bis tiefschwarzen Filmschnipseln aus. Hier ist Schwarz wirklich rabenschwarz.

Sound mit Raumklang: Weiteres herausragendes Merkmal, das allerdings schon in den Vorgängervarianten AF8 und AF9 verbaut wurde, ist die Soundfunktion, die bei Sony unter dem Begriff «Acoustic-Surface-Audio+» firmiert.

Sony KD55-AG9: die Rückseite mit  Aktuaktoren und Subwoofern im Chassis Sony KD55-AG9: die Rückseite mit Aktuaktoren und Subwoofern im Chassis Zoom Technisch umgesetzt wird das Soundspektakel, das der AG9 damit erzeugt, über je zwei Aktuatoren (jeweils 10 Watt) und Subwoofern (jeweils 20 Watt). Sie ermöglichen es erst, zusammen eine Art multidimensionalen Klang aufzuspannen. Der resultierende Sound wird dabei vom Zuhörer, je nach Art, einer speziellen Richtung zugeordnet, oder aber, sofern die Soundaufnahme dies hergibt, gleichzeitig aus zwei verschiedenen Richtungen wahrgenommen. Und in der Tat: In der Praxis kann dieses einzigartige Feature überzeugen. Wir haben dazu einen Konzertausschnitt angehört, und waren von dem erzeugten Raumklang, sowie auch punktuellen gespielten Soli angetan. Daumen hoch.

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Ergonomie und Fazit

Sony KD55-AG9: neuster OELD-Fernseher mit 4K-Auflösung Sony KD55-AG9: neuster OELD-Fernseher mit 4K-Auflösung Zoom© Sony Auch bezüglich der Anschlussvielfalt lässt Sonys neues Spitzenmodell nichts anbrennen. Ausgestattet ist der OLED-TV zur Vernetzung mit Chromecast-Funktion (Built-in), drei USB-2.0- und gleich vier HDMI-2.0-Ports.

Sony KD55-AG9: übersichtliche Fernbedienung mit gebürstetem Aluminium Sony KD55-AG9: übersichtliche Fernbedienung mit gebürstetem Aluminium Zoom Letztgenannte Schnittstellen können allesamt Material mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde und einer Auflösung von 3840 × 2160 Pixel darstellen. Bedienen lässt sich das Gerät nahezu verzögerungsfrei, Menüs werden schnell dargestellt.

Abgespeckte Fernbedienung: Auch ein Grund dafür ist die Fernbedienung. Sie hat Hersteller Sony, im Vergleich zu Vorgänger-Varianten deutlich abgespeckt und auch mit einer feinen Aluminiumschicht sichtbar veredelt. Das wertet das Gesamtpaket deutlich auf. Zwar gibt es immer noch die Shortcut-Tasten zum schnellen Aufrufen des Google-Play-Portals sowie auch Netflix. Dennoch macht der handliche Steuerknüppel einen Fortschritt, da er, aufgrund seiner übersichtlicheren Tasten und des gestiegenen Tempos und des daraus resultierenden Bedienkomforts nervige Such- und Wartezeiten kürzer hält.

Zur Leistungsaufnahme: Im Standby-Betrieb liegt sie bei 0,3 Watt, im typischen Praxisbetrieb haben wir einen Verbrauch von 138 Watt ermittelt. Maximal schnellte sie, wenn auch nur kurzzeitig sogar auf 159 Watt hoch. Sony tut dabei gut daran, den Fernseher auf die Energieeffizienzklasse «B» zu spezifizieren. Unterm Strich liegt der KD55-AG9 zwar damit gerade noch im Soll, sparsam geht aber anders.

Fazit: Sonys KD-55AG9 ist durch und durch ein Top-Modell. Bild- und Soundqualität wie auch Verarbeitung, Design und Ergonomie liegen auf einem hervorragenden Niveau. Von uns gibt es dafür die Bestnote.

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