Im Test: Asus ZenBook 14 UX433FN

Leichte Geräte sind im Trend – freilich jene ohne Performance-Verlust. Wie schafft das Asus ZenBook 14 diesen Spagat? Wir habens geprüft.

von Daniel Bader 02.05.2019
Dünn und chic: das Asus ZenBook 14 Dünn und chic: das Asus ZenBook 14 Zoom In einer kompakten Verpackung wartet das Asus ZenBook 14 UX433FN und besticht beim Auspacken sofort mit seinem eleganten, tiefblauen Metallgehäuse. Auch das geringe Gewicht von knapp über einem Kilo fällt positiv auf. Asus behauptet dennoch, dass sich in diesem schmalen Gerät ein Kraftpaket verstecke, das problemlos verschiedene Kreativanwendungen meistere – Aktivitäten also, die bei intensivem Gebrauch schnell sehr ressourcenhungrig werden können.

Gestartet und eingabebereit war Windows 10 Pro im PCtipp-Test in eindrücklichen sechs Sekunden, was dem 512 GB grossen modernen M.2-SSD zu verdanken ist. Der 14 Zoll grosse Bildschirm sieht mit seinem ultraschmalen Rand sehr schön aus, dies dank IPS-Panel auch noch bei höheren Blickwinkeln. Alle Farben erscheinen genau und scharf. Die vergleichsweise schon fast tiefe Auflösung von 1080p fällt nicht negativ ins Gewicht. Zwar wird der Bildschirm als «anti-glare» angegeben, bei stärkerem Sonnenlichteinfall erkannten wir allerdings nicht mehr viel. Gerade für ein Ultrabook haben die Tasten einen langen Anschlagsweg, was allerdings an Vollgrössen-Keyboards erinnert und ein natürlicheres Schreibgefühl bietet. Auch längeres Schreiben verlief angenehm, selbst wenn wir selten an einzelnen Tasten hängenblieben. Dies dürfte jedoch nach etwas Eingewöhnungszeit kein Problem mehr sein. Das Touchpad kann per Tastendruck übrigens mithilfe von blauem Rücklicht in einen Touch-Ziffernblock umgewandelt werden. Wer bei Notebooks oft die Ziffernblöcke ausgewachsener Tastaturen vermisst, dürfte diesem Feature einiges abgewinnen können. Die eingebaute Infrarotkamera zum Entsperren des Geräts mit dem Gesicht funktionierte gut.

Midrange-Akku, gutes Kühlsystem

Eine interessante Eigenschaft des Gehäuses möchten wir hier hervorheben: Ist der Bildschirm aufgeklappt, hebt sich das Gerät hinten um drei Grad vom Tisch ab. Dies soll gemäss Asus eine bessere Luftzirkulation ermöglichen sowie das Gerät in eine angenehmere Schreibposition bringen. Das Argument mit der Luftzirkulation können wir nachvollziehen, erreichte doch die eingebaute Nvidia-MX150-Grafikkarte auch beim einfachen Leistungstest nie über 70 °C. Die nur minimal angewinkelte Tastatur änderte am Schreibgefühl gegenüber anderen Geräten allerdings nichts.

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Multimedia ja, Gaming eher nein

Am Gehäuse befinden sich ein HDMI-, ein USB-3.0- sowie ein USB-C-Anschluss. Letzterer kann leider nicht wie bei verschiedenen Konkurrenzgeräten zum Aufladen des Akkus oder zum Anschliessen eines externen DisplayPort-Monitors verwendet werden. Abgerundet wird das Anschlussangebot durch einen Leser für microSD-Speicherkarten und einen 3,5-mm-Kopfhörerjack. Das Lautsprechersystem stammt vom renommierten Hersteller Harman Kardon, jedoch ist die Basswiedergabe relativ schwach. Das Klangbild indessen erschien uns insgesamt ausgewogen: Die Mitten trugen den Klang gut, die Höhen scherbelten nicht. Dank eingebautem, modernen Wi-Fi-AC-Standard war unsere Internetverbindung zu jeder Zeit stabil und schnell. Mit ungefähr zwölf Stunden Nutzungsdauer bei normaler Anwendung befindet sich die Akkuleistung im mittleren Segment.

Beim einfachen Grafiktest mit dem modernen Videospiel «The Division 2» fielen die Resultate erwartbar aus: Stellt man das Spiel auf eine Auflösung von 720p und setzt alle Qualitätsstufen auf minimal, kann man das Gerät noch zu passablen 45 Bildern pro Sekunde zwingen. Wirklichen Spielspass bringt dies jedoch nicht. Bei der Anwendung von Photoshop und Lightroom liessen die eingebaute Nvidia-Grafikkarte, die 16 GB RAM sowie der i7-Prozessor ihre Muskeln spielen und verschafften uns eine grösstenteils flüssige, angenehme Arbeitserfahrung.

Fazit

Das Asus ZenBook 14 UX433FN ist ein stylisches, starkes und eindrücklich kompaktes Ultrabook mit mehr als genügend Leistung zur üblichen Arbeits- und zeitweisen Kreativanwendung. Für Musikliebhaber und Gamer eignet sich das Gerät allerdings nicht.

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