Test: Fujitsu Lifebook U938

Es ist leicht, sieht edel aus und beherbergt erst noch eine starke Ausstattung unter seiner mobilen Haube. Gemeint ist das Ultrabook Lifebook U938 des Herstellers Fujitsu. PCtipp hat die neue Federklasse für unterwegs getestet.

von Daniel Bader 23.05.2019
Fujitsu Lifebook U938: Magnesiumchassis Fujitsu Lifebook U938: Magnesiumchassis Zoom© PCtipp

Ein Luftikus, durch und durch: Das 917 Gramm leichte und 13,3 Zoll (Bilddiagonale 33,8 cm) grosse Lifebook U938 vom Hersteller Fujitsu misst insgesamt 30,9 × 21,3 × 1,6 cm (B × T × H). Ausgestattet ist das Ultrabook mit einem matten Bildschirm, der mit Full HD (1920 × 1080 Bildpunkte) auflöst. Mit dem Gewicht gehört das Gerät zu den leichtesten auf dem Markt befindlichen Modellen. Und «matt», auch das sei erwähnt, heisst in Fall des U938 auch wirklich matt, da das Panel im Test draussen und bei starker seitlicher Sonneneinstrahlung so gut wie gar nicht reflektiert. Der Wert für die Blickwinkelunabhängigkeit von 160°/155° Grad (horizontal/vertikal) knüpft dabei qualitativ nahtlos an das herausragende Bild an, welches das Ultrabook im Testcenter hinterliess. Andersrum gesagt: Dank dieser vorzüglichen Bildschirmeigenschaft kann das Gerät, ohne die Grundhelligkeit des Displays hochzuschrauben, 1:1 im Freien verwendet werden und bietet dabei vorzügliche Bildeigenschaften.

Fujitsu Lifebook U938: aufgeklappt Fujitsu Lifebook U938: aufgeklappt Zoom© PCtipp

Stabiles Magnesiumgehäuse

Zweiter grosser Pluspunkt ist das Chassis, das aus Magnesium besteht, und damit überhaupt erst dieses Gewicht ermöglicht. An seinen Rändern ist das Chassis sauber verarbeitet, Schmutzpartikel dürften sich auch nach längerer Zeit kaum in den winzigen Ritzen niederlassen. Der Druckpunkt sowie das Anschlagverhalten der Tastatur sind prima gewählt. Die Tastatur als Ganzes gibt beim Tippen kaum nach, was die Fehlerquote deutlich reduziert. Das zweiteilige Scharnier am linken und rechten Rand ist robust und hält Body und Display gut zusammen. Bei unserem Auf- und Zuklapptest kam es nur zu sehr marginalem Nachschwingen. Der Bildschirm bleibt genau dort stehen, wo ihn die Finger zuletzt verlassen haben, eben ohne gross zu wabern. Das Innere des 2700 Franken teuren Nobelhobels von Fujitsu zeigt sich äusserst spendabel.

    Zoom© PCtipp

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Fujitsu Lifebook U938: im Benchmark-Parcours Fujitsu Lifebook U938: im Benchmark-Parcours Zoom© PCtipp

Die Ausstattung

Als Taktgeber ist Intels Core i7-8650U (max. Taktrate: 3,9 GHz, 8 MB L3-Cache) verbaut. Der Recheneinheit stehen dabei insgesamt 20 GB (!) an Arbeitsspeicher sowie ein 512 GB grosser SSD-Datenspeicher im M.2-Format (PCI Express-4x-Anbindung) zur Seite. Das beschleunigt unterm Strich die gesamte alltägliche Arbeit mit dem Lifebook. Zu den Stärken des Modells gehören sämtliche Office-Anwendungen, bis hin zu einfachen bis mittelkomplexen Multimediaaufgaben. Intensiver Videoschnitt ist dagegen nicht mehr das, was man mit dem U938 machen sollte. Fujitsu verbaut keinen eigenen 3D-Chip, sondern vertraut auf den im Vierkernprozessor integrierten Grafikchip, den Intel Graphics 620, dessen 3D-Tempo nicht ganz an das eines separaten Chips heranreicht.

Tempo, Tempo

Fujitsu Lifebook U938: USB-Port und Gbit-LAN-Buchse Fujitsu Lifebook U938: USB-Port und Gbit-LAN-Buchse Zoom In unseren Benchmarks erreicht das Ultrabook ansehnliche Ergebnisse: Beim Cinebench R20 bleiben als Ergebnis 1145 cb-Punkte stehen. Für den gesamten Bootvorgang vergehen ebenso kurze 5 Sekunden, dann steht Windows 10 in der Pro-Version bereits zum Arbeiten bereit. Beim PCMark 10 (Score-Run) erreicht das Lifebook U938 gute 3467 Punkte. Summa summarum sind das beachtliche Resultate bei der Leistungsmessung.

Fujitsu Lifebook U938: Anschlüsse, Ports und Stromversorgung Fujitsu Lifebook U938: Anschlüsse, Ports und Stromversorgung Zoom Bezüglich der Schnittstellen bringt Hersteller Fujitsu drei USB-3.1-Ports (2 × Typ-A und Typ-C, davon sind die Typ-C- und eine Typ-A-Buchse auch als Auflade-Port für Handys in ausgeschaltetem Laptop-Zustand verwendbar) und einen PalmVei-Scanner (Handvenen-Scanner) als Business-Sicherheitsmerkmal, das vor unbefugten Zugriffen auf das Notebook schützen soll, im Gehäuse unter. Ergänzt werden die Anschlüsse durch eine Bluetooth- respektive Gbit-LAN und WLAN-AC-Schnittstelle.

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Ergonomie

Fujitsu Lifebook U938: Das 13,3 Zoll grosse Ultrabook wiegt nur 917 Gramm Fujitsu Lifebook U938: Das 13,3 Zoll grosse Ultrabook wiegt nur 917 Gramm Zoom

Keine Blösse gibt sich das Gerät auch bei der Akkulaufzeit: Fujitsu gibt sie mit maximal 13 Stunden an. In der Praxis schafft das Gerät aber immer noch starke 9:20 Stunden, was also für einen normalen Arbeitstag ausreichen sollte. Bezüglich des verbauten Lüfters ist ein Anfahren durchaus wahrnehmbar, sobald viel und intensiv gerechnet wird. Allerdings verstummt der Luftumwälzer genauso schnell wieder, sobald zu Ende gerechnet wurde.

Als Garantie bietet Fujitsu einen zweijährigen Collect-&-Return-Service an. Was das bedeutet? Geht das Gerät defekt, wird es abgeholt, repariert und zurückgebracht. Dabei wird zuerst eine telefonische Störungsbeseitigung versucht, danach, wenn die Behebung nicht möglich ist, und die Hardware repariert werden muss, wird das defekte Gerät beim Kunden abgeholt und zur Reparatur bei einer zertifizierten Servicestelle (einem Servicepartner von Fujitsu) gebracht. Nach erfolgter Reparatur wird das Gerät dann zum Kunden wieder zurückgeliefert.

Fazit

Fujitsus Lifebook U938 ist ein hervorragendes Ultrabook für die Geschäftswelt. Design, Verarbeitung, Ausstattung und Sicherheit sind auf höchstem Niveau. Genauso, wie es sich eben für einen Business-Profi gehört.

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Kommentare

  • kenny8165 24.06.2019, 11.21 Uhr

    Wirklich überzeugender Test eines überzeugenden Computers. Alles was man sucht. Schwer zu verstehen, weshalb nicht auch gleich das Aufladen über die USB-C-Buchse erfolgt. Man muss tatsächlich noch ein separates Ladegerät mitschleppen...

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