News 23.11.2012, 09:57 Uhr

ARM sagt Intel den Kampf an

Der britische Chipdesigner ARM setzt zum Sprung auf den PC-Markt an und fordert damit den langjährigen Marktführer Intel heraus.
Allein im traditionellen PC-Markt werde sich ARM bis 2015 mehr als 10 Prozent Marktanteil sichern, zitiert das Wall Street Journal den ARM-Marketing-Manager Ian Drew. Bereits für das kommende Jahr visiere das Unternehmen sowohl bei traditionellen PCs als auch bei Tablets einen zweistelligen Zuwachs an.
«Windows RT ist einer unserer grossen Strategien», sagte Drew der Zeitung. Microsoft hatte zum Start von Windows 8 erstmals eine Version des neuen Betriebssystems auf die Chiparchitektur von ARM aufgesetzt. Windows 8 RT, das etwa auf dem Surface-Tablet des Software-Konzerns läuft, ist das erste PC-Betriebssystem von Microsoft überhaupt, das nicht für die x86er-Prozessoren von Intel und AMD ausgelegt ist. ARM arbeite aber auch daran, seine Chips fit für Googles Chromebook zu machen, sagte Drew der Zeitung.
ARM mit Vorteilen bei mobilen Geräten
Derzeit arbeiten in rund neun von zehn PCs Prozessoren des kalifornischen Herstellers Intel. Den Markt für Smartphones und Tablets dominieren dagegen Chips, die auf der Architektur der britischen Designschmiede aufsetzen und von Herstellern wie Qualcomm, Nvidia oder Samsung produziert werden.
ARM-Prozessoren sind deutlich günstiger, aber auch lange nicht so leistungsfähig. Dafür verbrauchen sie viel weniger Strom, was bei kleinen, mobilen Geräten ein wichtiges Kriterium ist.



Kommentare
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Hannes Weber
23.11.2012
wenn ich sehe wie heiss ein tablet oder ein smartphone mit einem arm prozessor wird, obwohl der wenig energie benötigt, dann kann ich mir im winter die heizung zu hause sparen, wenn ich mir so einen desktop rechner unter den schreibtisch stelle. Naja, nicht ganz fairer Vergleich - in Tablets und Smartphones werden die CPUs ja auch ausschliesslich passiv gekühlt, was bei Desktop-Rechnern nicht der Fall sein muss.