News 30.05.2012, 08:35 Uhr

The Pirate Bay trickst die Behörden aus

Torrent-Portal-Betreiber The Pirate Bay will bestehende Internetsperren in mehreren Ländern umgehen und zeigt sich bereit für ein Whac-A-Mole-Spiel mit Hunderten IP-Adressen.
Das Torrent-Portal The Pirate Bay wurde in mehreren Ländern, darunter Grossbritannien, mit einer Internetsperre belegt. Diese wird per gerichtlicher Anordnung über Provider realisiert, welche die IP-Adresse des Portals kurzerhand auf die schwarze Liste setzen. Internetnutzern und Kunden dieser Provider ist es damit, ausser über einen Proxy-Server, nicht mehr möglich, auf das Angebot von The Pirate Bay zurückzugreifen.
Die schwedische Website will sich mit derartigen Sperren jedoch nicht abfinden und änderte in der vergangenen Woche einfach kurzerhand ihre IP-Adresse. Das Ergebnis: Internetnutzer, in deren Land eine Sperre besteht, konnten über die neue IP-Adresse 194.71.107.80 wieder problemlos auf The Pirate Bay zugreifen. Für die Anti-Piracy-Gruppe BREIN, die unter anderem für die Rechte von Produzenten einsteht, bedeutet dieses Vorgehen nun zusätzlichen Aufwand, denn die neue IP-Adresse kann nicht einfach gesperrt werden, sondern benötigt eine eigene gerichtliche Anordnung, um auf die Blockierliste der Provider zu wandern.
The Pirate Bay scheint mit dem IP-Adressen-Wechsel ein neues Mittel für den Widerstand gefunden zu haben. Wie die Betreiber bestätigen, könne dieses Spiel noch eine ganze Weile weiter getrieben werden, denn The Pirate Bay verfüge über Hunderte IP-Adressen. Bleibt abzuwarten, ob auch die Anti-Piraterie-Organisationen bereit für ein IP-Whac-A-Mole sind.



Kommentare
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voenu
30.05.2012
Oder gibt es noch immer Adressen im IPv4-Pool? Ein paar hat es noch übrig... Hab auf Golem folgenden Artikel gefunden: http://www.golem.de/1102/81104.html