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Grafikkarte kaufen? Darauf müssen Sie achten

Ob Gamer oder Media-Center-Anwender: Die Wahl der richtigen Grafikkarte fällt nicht immer leicht. Mit diesem Ratgeber wollen wir Ihnen einen Überblick verschaffen.

von Simon Gröflin 11.08.2015

Es gibt verschiedene Gründe, die den Kauf einer neuen Grafikkarte rechtfertigen. Vielleicht wollen Sie nur fehlende Schnittstellen wie HDMI oder DVI ergänzen, um einen Zweitmonitor anzuschliessen. Ein Media-Center-Anwender will z.B. ruckelfreie HDTV-Inhalte am TV geniessen – und das möglichst leise. Ein Gamer will entweder beste Leistung zu einem attraktiven Preis oder greift für absoluten Genuss auch gerne mal ein wenig tiefer in die Tasche. Wenn Sie sich beim Kauf eines neuen Grafikbeschleunigers nicht stundenlang von Hardware-süchtigen Nerds volllabern lassen wollen, finden Sie alternativ auch hier alle wichtigen Informationen im Überblick.

Wo sich das Aufrüsten nicht zwingend lohnt

An diesem Logo erkennen Sie die integrierte Intel-Grafiklösung An diesem Logo erkennen Sie die integrierte Intel-Grafiklösung Zoom Wenn Sie hauptsächlich surfen, mit Office-Programmen arbeiten und mit Standard-Multimedia-Anwendungen hantieren, reicht Ihnen in der Regel schon die integrierte Grafiklösung im Prozessor. Es sei denn, Sie wollen ein älteres System, dessen Grafikkarte sich verabschiedet hat, aufrüsten. Integrierte Intel-Grafiklösungen sind schon seit gut sechs Jahren auf praktisch allen Intel-Desktop- und -Notebook-Rechnern an Bord. Bei den Desktop-Rechnern erkennen Sie den integrierten Grafikchip an den zusätzlichen externen Grafikanschlüssen. Auf Notebooks lässt sich keine Grafikkarte nachrüsten.

Was Sie vor dem Kauf beachten sollten

Ihr Netzteil: High-End-Grafikkarten (z.B. Nvidia GeForce GTX 980 Ti) können unter Volllast dem Netzteil eine hohe Leistungsaufnahme abverlangen, in 3D-Anwendungen wie Spielen im Extremfall bis zu 200 Watt. Für eine sehr leistungsstarke Karte sollte es mindestens ein 600-Watt-Netzteil sein, wenn Sie noch einige Zusatzkomponenten wie HDDs und weitere Steckkarten im Betrieb haben.

Eine werkseitig übertaktete GeForce GTX 980 Ti stellt hohe Anforderungen ans Netzteil Eine werkseitig übertaktete GeForce GTX 980 Ti stellt hohe Anforderungen ans Netzteil Zoom Nvidia und AMD geben hierbei meistens Empfehlungen ab. Macht man selber die Milchbüechlirechnung mit groben Stromverbrauchswerten von Motherboard, CPU und HDD, mag man zum Schluss kommen, dass in manchen Fällen auch 100 bis 150 Watt weniger ausreichen. Eine solche Differenz wirkt sich in der Regel nicht so gravierend auf den Netzteilpreis aus. Sicher verkehrt wäre es aber, ein teures 1000-Watt-Netzteil zu kaufen, wenn man nur auf eine High-End-Grafikkarte und wenige Zusatzkomponenten angewiesen ist.

  • Office-PC: Hier reicht in der Regel schon ein 350-Watt-Netzteil vollkommen aus.
  • Multimedia-PC: Für ein bisschen Spiel und Multimedia mit sehr geringen Steckplatzbelegungen (1 x HDD, 1 x SSD) genügt ein 450-Watt- bis 500-Watt-Netzteil.
  • Gamer-PC: Einem Spielerechner mit leistungsstarker Single-Grafikkarte verpasst man besser gleich ein 600-Watt-Netzteil; bei zwei Grafikkarten im Verbund muss durchaus mit einem 1000-Watt-Netzteil gerechnet werden.

Auf den folgenden Seiten haben wir Ihnen die wichtigsten Kriterien, die es beim Kauf von Grafikkarten zu beachten gilt, zusammengefasst.

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