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Kaufberatung: Das sollten Sie vor einem Monitorkauf wissen

Die Hi-DPI-Displays gefallen mit hoher Auflösung und versprechen komfortables Arbeiten. Doch der Einsatz ist nicht ohne Tücken. Die folgenden Zusammenhänge sollten Sie vor dem Erwerb eines solchen Monitors kennen.

von Klaus Zellweger 18.09.2019

Einige Dinge können gar nicht schnell genug von der Bildfläche verschwinden – und dazu zählen Displays, deren Auflösung von vorgestern ist. Moderne Smartphones und Laptops überzeugen seit Jahren mit hochauflösenden Displays, etwas knackiger mit «Hi-DPI-Displays» beschrieben («Displays mit hoher Pixeldichte»), Bild 1. Texte, Grafiken, Fotos, aber auch Bedienelemente wirken auf ihnen gestochen scharf. Ein Wechsel zurück zu einem regulären Display wirkt wie ein Rückfall in die technische Steinzeit.

Bild 1: Im Consumer-Markt gehört der iMac 27 Zoll mit seinem 5K-Display zur Spitze der Hi-DPI-Geräte Bild 1: Im Consumer-Markt gehört der iMac 27 Zoll mit seinem 5K-Display zur Spitze der Hi-DPI-Geräte Zoom© PCtipp

Wann eine Auflösung als «hoch» gilt, ist eine Sache des Ermessens. Früher wurde die Grenze bei 100 ppi (points per inch = Pixel per Zoll) angegeben, aber selbst das ist heute nicht mehr zeitgemäss. Die Full-HD-Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln mag vor zehn Jahren noch ein Verkaufsargument gewesen sein. Doch heute sorgt sie eher für Kopfschmerzen und für eine Darstellung, die mit «verwaschen» noch positiv umschrieben ist.

Die 4K-Auflösung

Deshalb verlassen wir an dieser Stelle die Pixeldichte. Weil die meisten Bildschirme heute zwischen 21 Zoll und 27 Zoll gross sind, ist die Auflösung der bessere Massstab. Das Format der Stunde hört auf das Schlagwort 4K. Im Vergleich zu Full HD bietet diese Auflösung sowohl horizontal als auch vertikal etwa die doppelte Pixeldichte, also ungefähr die vierfache Auflösung. Es gibt leicht abweichende Definitionen von 4K, auf die wir an dieser Stelle nicht eingehen. Stattdessen zeigt dieses Rechenbeispiel den Fortschritt: Die 4K-Auflösung von 3840 × 2160 Bildpunkten bietet etwa dieselbe Auflösung wie ein Foto mit 8 Megapixeln. Damit lässt sich arbeiten – und zwar sehr angenehm. Die 4K-Auflösung punktet nicht nur bei Grafiken, im Gegenteil: Vor allem die gestochen scharfen Texte sorgen für ein angenehmes, entspanntes Arbeiten. Auch die Bedienelemente und Menüs sind sehr viel schärfer und damit einfacher zu entziffern. Wer einmal in den Genuss dieser Schärfe gekommen ist, will nie wieder zurück.

Andere Kriterien

Doch einige Spielregeln bleiben auch bei den 4K-Displays gleich. Die Auflösung allein sagt noch nichts über die Darstellungsqualität aus. Genauso wichtig ist eine komplette Abdeckung des RGB-Farbraums, eine gute Entspiegelung und eine hohe Ergonomie. Diese Faktoren beeinflussen den Preis des Monitors massgeblich, aber weil ein Display einige Jahre halten muss, ist dieses Geld gut investiert.

Tücken der Darstellung

Wie befriedigend die Erfahrung mit Hi-DPI-Displays ausfällt, hängt vom System und den Anwendungen ab, die daran angepasst werden müssen. Auf dem PC sollte es unbedingt Windows 10 mit installiertem «Anniversary Update» sein, das bereits im Herbst 2016 verteilt wurde. Unterdessen sind die namhaften, gut gepflegten Anwendungen ebenfalls daran angepasst, aber es kann immer wieder zu Ausreissern kommen. Hier stehen die Entwickler in der Bringschuld.

Und doch sind Sie als Anwender nicht ganz hilflos. Wenn die Oberfläche oder Bedienelemente zu klein dargestellt werden, lässt sich das ändern. Klicken Sie mit rechts auf den Desktop und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Anzeigeeinstellungen. Wählen Sie unter Skalierung und Anordnung eine andere Vergrösserung – der Effekt wird sofort sichtbar. Via Erweiterte Skalierungseinstellungen gelangen Sie zum Menü, mit dem Windows unscharfe Bedienelemente optimiert.

Mehrere Displays

Probleme treten oft auch dann auf, wenn zwei Displays mit deutlich unterschiedlicher Auflösung am selben Rechner angeschlossen werden, indem das Hi-DPI-Display zum Beispiel die schlechtere Auflösung übernimmt. In solchen Fällen kann es helfen, sich bei Windows ab- und anzumelden. Leider ist diese Lösung temporär, denn sobald sich die Konfiguration ändert, muss die Prozedur wiederholt werden; und das nervt bei Notebooks mit externem Display ziemlich schnell.

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