Wearables: Welche (Hybrid-)Smartwatch oder welcher Tracker ist für wen geeignet?

Was genau ist der Unterschied zwischen Smartwatches und Fitnesstrackern? Wir erklären dies und wie man das richtige Wearable für sich findet.

von Claudia Maag 16.01.2020

Smartwatches und Fitnesstracker erfreuen sich seit ein paar Jahren wachsender Beliebtheit. Vom einfachen Tracker, der Schritte und verbrauchte Kalorien zählt, bis zur Apple Watch mit EKG-Funktion gibt es mittlerweile so viele Möglichkeiten, dass man schon mal die Übersicht verliert.

Doch wie grenzt man Smartwatches und Fitness-/Activitytracker eigentlich voneinander ab? Eine Smartwatch ist nicht mehr nur der verlängerte Arm des Smartphones. Die heutigen digitalen smarten Uhren können Nachrichten und Anrufe anzeigen, auf die man antworten kann – sofern Uhr und Smartphone verbunden sind. Bei teureren Modellen wie der Apple Watch Series 5 in der SIM-Variante kann man unabhängig vom Smartphone per Digitaluhr telefonieren – hierzulande muss man dafür ab Fr. 500.– hinblättern. Etwas günstigere und einfachere Smartwaches sind noch enger ans Smartphone gebunden (z.B. Bluetooth-Telefonie) wie die Huawei Watch GT 2 (unser Test). 

Tracker können dies in der Regel nicht. Sie fokussieren aufs Schritte- sowie Kalorienzählen und einfache Trainings-Modi wie Laufen oder Velofahren. Ein weiterer Unterschied ist: Auf Tracker kann man üblicherweise keine Apps herunterladen.

Mittlerweile verwischen sich die Grenzen aber teilweise. Beispielsweise der Charge 3 von Fitbit, den ich nutze, kann nebst Schrittezählen und der einfachen Aufzeichnung von Trainings auch Nachrichten anzeigen. Darauf antworten kann man jedoch nicht. Das Mi Band 4 von Xiaomi, ein Activitytracker, kann ebenfalls Benachrichtigungen anzeigen, wenn man sie aktiviert.

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Wer braucht welche Smartwatch?

Für 24/7-Workaholics mit Fitnessambitionen

Wer einen aktiven Lebensstil pflegt, stilbewusst ist und dennoch für die Arbeit immer und überall erreichbar sein muss oder will, für den lohnt sich eine Smartwatch. Schicke Modelle gibts beispielsweise von Fossil – wie in unserem Test die Damen-Smartwatch Q Venture HR.

Alternativ empfiehlt sich von Samsungs eine Galaxy Watch (Test) oder deren sportliche Variante, die Galaxy Watch Active 2. Abonnenten finden unseren Test der Galaxy Watch Active 2 im Heft Top 100 von 2019. Auch eine klassische Version der Huawei Watch GT 2 könnte hier gefallen (Test). 

Die Samsung Galaxy Watch Active 2 im PCtipp-Test Die Samsung Galaxy Watch Active 2 im PCtipp-Test Zoom

Für Gesundheitsbewusste

Für iPhone-Besitzer ist die Verwendung einer Apple Watch naheliegend. Sie ist teurer als die Smartwatches anderer Hersteller, aber Apple ist nach wie vor der beliebteste Hersteller bei Smartwatches

Das Thema Gesundheit wird immer wichtiger, nicht nur bei etwas älteren Menschen. Die Apple Watch Series 5 kommt mit EKG-Funktion sowie Sturzerkennung und überwacht Vorhofflimmern. Für Frauen: Übrigens verfolgt das Series-5-Modell auch den Menstruationszyklus. Wie sich die Apple Watch Series 5 geschlagen hat, erfahren Abonnenten im Top-100-Heft von 2019. Lesen Sie über diesen Link unseren Test der Apple Watch Series 4

Apple Watches sind noch immer am beliebtesten Apple Watches sind noch immer am beliebtesten Zoom© Apple

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Für Fitnessmuffel mit guten Vorsätzen

Wer keine Wettkämpfe bestreiten, sondern sich im Alltag mehr bewegen möchte, für den sind Fitness-Smartwatches von Fitbit sehr gut geeignet. Beispielsweie die Fitbit Versa Lite (Test) für Smartwatch-Einsteiger oder die grosse Schwester Fitbit Versa (2). Die Versa 2 hält ca. vier bis fünf Tage durch, bietet Benachrichtigungen – neu auch Antworten via Sprachnachricht – und Telefonie (Bluetooth-Verbindung), Musiksteueuerung sowie zahlreiche Fitness- und Gesundheitsfunktionen. Ausserdem bieten die Smartwatches, die sich eher an Frauen richten, Zyklus- und Ernährungstracking via Fitbit-App. 

Die Fitbit Versa 2 eigenet sich für einen fitteren Lebensstil Die Fitbit Versa 2 eigenet sich für einen fitteren Lebensstil Zoom© Fitbit

Für Outdoor-Freaks

Wer regelmässig längere Wanderungen oder Biketouren unternimmt, für den eignet sich eher eine (Multisport-)Smartwatch der Hersteller Garmin oder Polar. Von der aktuellen Garmin-Fenix-6-Reihe haben wir das Solar-Modell ausprobiert. Nebst GPS, Glonass, Galileo, Gyroskop, Kompass und mehr sorgt eine transparente Solarlinse für eine längere Akku-Lebensdauer. Im Mai 2019 lancierte der Schweizer Hersteller ausserdem eine Laufuhren-Serie (Forerunner-Modelle). Die Forerunner 45 für ambitionierte Läufer bietet Herzfrequenzmessung, Garmin Coach 2.0 mit kostenlosen Trainingsplänen und automatischer Unfallbenachrichtigung. Einen Test eines älteren Modells, der Fenix-5S-Plus, finden Sie hier

Die Fenix-6-Familie von Garmin Die Fenix-6-Familie von Garmin Zoom© Garmin

Hybrid-Smartwatches

Wer die Vorteile und den Look einer klassischen Uhr schätzt, aber auf moderne Features nicht verzichten möchte, für den gibt es immer mehr sogenannte Hybrid-Smartwatches, welche die Vorteile beider Varianten vereinen. Vertreter sind zum Beispiel die Skagen Holst Hybrid (Test) oder die Hybrid-Smartwatches von Fossil.

Foto aufnehmen, Telefon klingeln lassen, Musik steuern, Benachrichtigungen und mehr kann die Skagen Holst Hybrid Foto aufnehmen, Telefon klingeln lassen, Musik steuern, Benachrichtigungen und mehr kann die Skagen Holst Hybrid Zoom© Fossil / Skagen

Der Hersteller Withings hat diesen Monat an der Consumer Electronics Show in Las Vegas eine Hybrid-Smartwach mit EKG-Funktion vorgestellt. Ausserdem soll sie nebst Vorhofflimmern auch das Risiko von Schlafapnoe erkennen. 

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Für wen eignet sich ein Fitness-/Activitytracker?

Für den Lasst-mich-beim-Sport-in-Ruhe-Typ

Sie machen zwar gern ab und zu Sport, möchten auch täglich mehr Schritte gehen und den Fortschritt verfolgen, aber beim Spazieren oder Tennisspielen möchten Sie nicht durch WhatsApp-Nachrichten genervt werden? Dann genügt vermutlich ein Fitness-/Activitytracker. In der Schweiz sind z.B. Tracker des chinesischen Herstellers Xiaomi oder von Fitbit populär. Beispielsweise das Mi Band 4 von Xiaomi, das ab Fr. 40.– erhältlich ist. Der Activitytracker mit farbigem Amoled-Display kann allerdings bereits Benachrichtigungen anzeigen, dies muss jedoch in den Einstellungen aktiviert werden (unser Test). Tracker von Fitbit sind ab Fr. 80.– zu haben. Noch teurer sind Fitnesstracker von Garmin, z.B. Vivosmart 3  (ca. Fr. 118.–).

Mi Band 4 von Xiaomi Mi Band 4 von Xiaomi Zoom© cm/PCtipp
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