News 14.04.2015, 10:18 Uhr

Swisscom lanciert interaktives Fernsehen

Die Swisscom lanciert einen neuen Dienst für Swisscom-TV-2.0-Kunden. Das sogenannte HbbTV soll das interaktive Fernsehen fördern.
Hybrid Broadcast Broadband TV, kurz HbbTV, heisst der neue Dienst für Swisscom TV 2.0. Dank diesem können Swisscom-Kunden mit digitalem TV-Abo noch mehr multimediale und interaktive Inhalte zu ihren Sendungen abrufen. 
HbbTV blendet auf Wunsch interaktive Inhalte ein
Beispielsweise bietet der Dienst mehr und vertiefte Informationen zu allen ausgestrahlten Sendungen und soll Fernsehzeitschriften komplett ablösen. Weiter kann auf Online-Videotheken zugegriffen werden. Damit können Inhalte, die von den jeweiligen Sendern freigegeben wurden, angesehen werden. Auch an Tele-Votings kann teilgenommen werden. Ebenfalls umfasst der Dienst umfangreiche Nachrichten, Sportresultate oder Wetterprognosen. Ob dies ein weiterer Schritt in Richtung Ablösung des Teletextes darstellt, ist nicht bekannt. Der Teletext werde aktuell täglich von bis zu 800'000 Menschen benutzt. 

Dienst für ausländische Sender verfügbar

Zum Zeitpunkt der Lancierung ist HbbTV für die Schweizer Sender SRF1, SRF zwei, RTS Un und Deux sowie RSI LA 1 und 2 verfügbar. Ausländische Sender, die den Dienst unterstützen, sind ARD, ZDF sowie ORF 1 und 2. Der Dienst ist ab heute verfügbar und per Knopfdruck auf die rote Extra-Taste auf der Swisscom-TV-2.0-Fernbedienung erreichbar. 

Weitere Dienste für Swisscom-TV-2.0-Kunden

Neben HbbTV ist jetzt auch eine Dropbox-App verfügbar. Beim ersten Start können Kunden den Dienst mit ihrem Dropbox-Account verbinden und so ihre multimedialen Dateien auf dem Fernseher abspielen. 



Kommentare
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Nebuk
14.04.2015
Die Idee an HBBtv ist sicher nicht schlecht und auch die Zeit einer Ablösung des bisherigen Video/Teletextes wäre so langsam gekommen. Das, was ich davon bisher gesehen hat spricht mich aber nicht an. Wie "Desaster" bereits bemängelt hat, soll die Bedienung nicht so komfortabel oder intuitiv sein wie zuvor. Auch die Reaktionszeit liegt wohl über der bisherigen Lösung. Dazu bemängle ich dass das bisher sehr schlichte "Design" des alten Teletextes jetzt einem zwar moderneren jedoch buten, plastischeren und teils transparenten Design weichen wird. Die Entwicklung auf den mobilen Geräten sowie dem Desktop PC ist gerade eine andere. Alles wird flach, weniger verspielt, keine Transparentz und klare farbliche Abgrenzungen. Ich bin gespannt ob NEU auch wirklich BESSER ist oder ob man nicht hätte auf was BEWÄHRTES bauen sollen.

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Telaran
14.04.2015
Ich bin gespannt ob NEU auch wirklich BESSER ist oder ob man nicht hätte auf was BEWÄHRTES bauen sollen.Ach es ist doch besser ... Und da man ja heutzutage auch ein SmartTV hat, soll man nicht so Kleinlich sein wegen Datenschutz Und meine ehrliche Meinung? 99% der Besitzer von SmartTV wird weder das eine, noch das andere interessieren ... Schliesslich ist, wie bei vielen Dingen, der "Komfortgewinn" zu gross, als dass man darauf verzichten möchte.

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gucky62
15.04.2015
Ach es ist doch besser ... Und da man ja heutzutage auch ein SmartTV hat, soll man nicht so Kleinlich sein wegen Datenschutz Dann dürfte man jedoch auch niemals SwisscomTV oder andere IP TV Services nutzen. Systembedingt kann Swisscom das Seh und Nutzungsverhalten ihrer Kunden schon immer ^vollständig erfassen und verfolgen. Und zwar deutlich besser und umfangreicher als mit HbbTV. Diese Daten dürften für die Werbeindustrie von grossem Interesse sein wie natürlich auch für den Anbieter selbst. Bei SUnrise TV sieht es logischerweise nciht anders aus. Mit SwisscmTV 2.0 auch noch zentral das Aufnahmeverhalten gleich zentral erfassen. Da IP TV nicht wirklich Broadcast ist udn der Anbieter immer genau nachvollziehen kann welchen Sender der Kunden sieht ist das einer der deutliche Nachteile zu DVB-C/S2. Es liesse sich auch recht einfach eine Art Pay per View aufbauen, bzw. auch dei Kontrolle was der Kunde darf und soll und was nicht ist deutlich einfacher zu realisieren als mit HD+ auf DVB-C/S. Datenschutzmässig ist IP-TV eigentlich ein Unding. HbbTV kann ich wenigstens noch verhindern, wenn ich will. Vom Zwangsrouter und Settop-Box Zwang abgesehen. (Technisch gibt es dafür eigentlich keinen Grund, wenn man sich an Standards halten würde). Gruss Daniel