News 27.09.2016, 11:48 Uhr

«Nur tief genug bohren»: Trolle verbreiten Fake-iPhone-Bohranleitung

Wegen des fehlenden Klinkenanschlusses: Nach einem Fake-Video bohren einige Nutzer ihr Phone 7 kaputt. Ein gefundenes Fressen für Trolle.
Das iPhone 7 bietet im Gegensatz zu seinem Vorgänger keine Klinkenbuchse. Eines gleich vorweg: Es ist nicht unbedingt die beste Idee, aus Neugier eine Bastelanleitung auf YouTube auszuprobieren, auch wenn das Video noch so gut gemacht ist. Apple legt zwar bei seinem iPhone 7 einen Adapter von Klinke auf Lightning bei. Das Interesse an einer vermeintlichen Eigenbaulösung scheint aber dennoch ungebrochen. So verzeichnet das Video des YouTubers RechRax seit einer Woche schon mehr als 140'000 Likes – allerdings handelt es bei dem «geheimen Hack» um einen Fake! Apple hat keineswegs irgendwelche Analogkomponenten im iPhone 7 belassen, zu denen man sich den Weg noch freibohren könnte. 
Den Kommentaren nach haben es aber tatsächlich einige User ausprobiert. «Hilfe! Meine alten Kopfhörer passen nun rein, aber das iPhone funktioniert nicht mehr», schreibt jemand in den YouTube-Kommentaren. Allerdings kann man sich nicht ganz sicher sein, ob es sich schon bei den ersten Sprüchen um ironische Aussagen handelt. Stirnrunzelnd kann man sich dennoch fragen, ob es einige iPhone-Besitzer wirklich ernst meinen: Weiter unten fragt jemand den YouTuber, wie tief er denn bohren müsse, weil der Klinkenanschluss noch nicht ganz reinpasse und das Smartphone seit einer Stunde nicht mehr anspringe.
Ob das wirklich ein paar User ausprobiert haben?
Auch hier kann man sich nicht ganz sicher sein, ob es der User ernst meint – aber wer weiss
Auch wenn es schwierig ist herauszufinden, wie viele Anwender wirklich ihr iPhone kaputtgebohrt haben, scheint das Trolle nicht davon abzuhalten, ständig mit belehrenden Sprüchen noch mehr zur viralen Verbreitung des Videos beizutragen. So schreibt etwa einer: «Es funktioniert wirklich! Grund: Apple hat die Kontakte zu den internen Komponenten der Kopfhörerbuchse tatsächlich nach innen verlegt.» Apple habe lediglich – aus kosmetischen Gründen – die äusseren Teile entfernt.
Trolle finden darin ein gefundenes Fressen
Ein weiterer Komiker schreibt, es habe alles perfekt funktioniert. Man müsse nur tief genug bohren. Es fühle sich jedoch nicht ganz so perfekt an, wie wenn das Loch von einem Industriebohrer gefräst wäre. 

Autor(in) Simon Gröflin



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