News 13.05.2015, 08:47 Uhr

Datenbrille projiziert Bild auf Netzhaut

Fujitsu hat eine Datenbrille vorgestellt, welche die Bilder direkt auf die menschliche Netzhaut projizieren soll. Damit soll auch Personen mit Sehschwäche geholfen werden.
Der japanische Elektronikkonzern Fujitsu hat diese Woche einen Prototyp der neuen Smartglasses, also einer Datenbrille, präsentiert. Im Unterschied zur Konkurrenz, wie z.B. Google Glass, verzichtet Fujitsu aber auf ein eingebautes Display in der Brille. 
Die Bilder werden auch nicht auf den Brillengläsern angezeigt, sondern werden direkt auf die Netzhaut des Trägers projiziert. Im Bügel der Datenbrille befindet sich ein Projektor, welcher per Laserprojektion und mithilfe zweier kleiner Spiegel das Bild durch die Augen auf die Netzhaut leitet. Das Bild muss dazu nicht fokussiert werden. 
Die Datenbrille projiziert Bilder auf die Netzhaut

Verbindung mit Smartphone möglich

Zusätzlich soll sich die Brille mit dem Smartphone verbinden lassen. Damit können Nutzer im z.B. im Internet surfen. Auch eine Kamera soll in der Brille eingebaut sein. Die Bilder, die man damit schiessen kann, sollen ebenfalls auf die Netzhaut projizierbar sein.

Hilfe gegen Sehschwäche

Gemäss Mitsuru Sugawara, CEO des Fujitsu-Partnerunternehmens und Mitentwickler QD-Laser, sollen Personen mit schwacher Sehkraft dank dieser Technik in der Lage sein, Bücher, Zeitungen oder Fahrpläne zu lesen. 
Derzeit ist die Brille noch an eine Kontroll-Box angeschlossen, welche die Grösse eines Telefonbuchs hat, jedoch werde diese in den kommenden Monaten auf die Grösse eines Smartphone geschrumpft. Innerhalb von drei Jahren soll diese dann ganz verschwinden und die Brille kabellos funktionieren.
Die Brille soll ab März 2016 in Europa, Japan und den USA für rund 2000 USDollar erhältlich sein. 



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