Windows 10: Startmenü und Systemdateien reparieren

Wenn das Startmenü klemmt oder das gesamte System wackelt, ist eine Reparatur fällig. Mit diesen Tipps stellen Sie die Systemdateien wieder her.

von Gaby Salvisberg 11.07.2019

Die Symptome für defekte oder falsche Systemdateien können vielfältig sein. Vielleicht öffnet sich das Startmenü nicht mehr. Vielleicht wirkt Ihr System auch nur über längere Zeit hinweg enorm träge, braucht mehrere Minuten zum Aufstarten oder beglückt Sie mit Fehlermeldungen.

Die wichtigsten Reparaturmöglichkeiten, die Sie als Allererstes in Betracht ziehen sollten, sind die Folgenden:


Haben obige Massnahmen nicht geholfen? Dann liegt es vielleicht in der Tat an «korrupten» Systemdateien. Das können Systemdateien sein, die durch irgendetwas beschädigt wurden, die durch eine Software, durch eine andere Datei oder eine falsche Systemdatei-Version ersetzt wurden.

Stufe 1: System File Checker (SFC)

Der System File Checker (sfc) dient dazu, unter Windows die Integrität der Systemdateien daraufhin zu prüfen, ob sie beschädigt oder ausgetauscht worden sind. 

Sie sollten ein Backup Ihrer wichtigsten Daten und Einstellungen auf einer externen Festplatte erstellen, bevor Sie die folgenden Kommandozeilen-Werkzeuge benutzen. Man weiss nie, was alles schiefgehen kann.

Um das Tool zu starten, öffnen Sie eine Kommandozeile bzw. Eingabeaufforderung mit Administratorrechten. Klicken Sie hierfür auf Start, tippen Sie cmd ein, klicken Sie mit rechts auf die Eingabeaufforderung und wählen Sie Als Administrator ausführen.

Starten Sie die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten Starten Sie die Eingabeaufforderung mit Administratorrechten Zoom© pctipp.ch

Tipp bei streikendem Startmenü: Starten Sie per Rechtsklick auf die Taskleiste den Task-Manager. Gehen Sie darin zu Datei/Neuen Task erstellen und haken Sie Diesen Task mit Administratorrechten erstellen an. Jetzt können Sie hier das Programm eintippen, das Sie mit Admin-Rechten starten wollen, eben zum Beispiel cmd für die Kommandozeile (Eingabeaufforderung).

In der Eingabeaufforderung angekommen, tippen Sie sfc /scannow ein und drücken Sie Enter. Der Vorgang dauert je nach System mehrere Minuten bis zu etwa einer halben Stunde. 

Sobald der Scan beendet ist, könnte eine von drei Antworten erscheinen. Der Scan hat keine Integritätsverletzungen gefunden (was meistens der Fall sein dürfte).

Manchmal findet der SFC welche und kann sie auch gleich beheben. Und dann gibts auch noch den dritten Fall, in dem der SFC zwar Integritätsverletzungen findet, diese aber nicht beheben kann. Und das wäre dann ein Fall für «Deployment Image Servicing and Management», kurz: DISM.

Stufe 2: DISM (Deployment Image Servicing and Management)

Prüfen Sie mit DISM erst kurz die allgemeine Gesundheit des Komponentenspeichers. Damit wird geprüft, ob im Komponentenspeicher bereits Objekte als «korrupt» bzw. beschädigt markiert worden sind. Das erfolgt mit diesem Befehl und dauert nur einen Moment. Hierfür tippen Sie diesen Befehl ein:

dism /Online /Cleanup-Image /CheckHealth

Nun starten Sie einen etwas tieferen Scan des Komponentenspeichers. Das dauert wieder ein Weilchen. Auch hiermit erfolgt vorerst nur ein Scan, noch ohne Reparaturversuche:

dism /Online /Cleanup-Image /ScanHealth

Sollten hiermit beschädigte oder falsche Dateien festgestellt werden, benutzen Sie denselben Befehl, aber mit dem Schalter /RestoreHealth anstelle von /ScanHealth: 

dism /Online /Cleanup-Image /RestoreHealth

Das repariert bzw. ersetzt auch beschädigte Systemdateien, die vom System File Checker nicht repariert werden können. Hierfür nimmt DISM auch Windows-Update zu Hilfe, damit die korrekten Dateien in der aktuellen Version auf der Platte landen.


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