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Fotografie: Ein DNG ist kein RAW

von Klaus Zellweger 22.09.2016

iPhone-Apps

Um Fotos unter iOS im DNG-Format aufzuzeichnen, benötigen Sie ein Gerät mit einer 12-Mpx-Kamera. Namentlich sind das heute diese Modelle: iPhone 6s (Plus), iPhone 7 (Plus), iPhone SE und das iPad Pro 9.7 Zoll. Diese Geräte müssen unter iOS 10 oder neuer laufen. Ausserdem benötigen Sie eine App, die im DNG-Format aufzeichnet, denn die Apple-App «Kamera» unterstützt diese Funktion nicht.

Wenn Sie Abonnent der Adobe Creative Cloud sind, bietet sich Adobe Lightroom Mobile an. Der Kamerateil ist zwar äusserst bescheiden und unterstützt zurzeit nicht einmal die duale Kamera des iPhone 7 Plus. Doch die App punktet mit einer direkten Verbindung zu Lightroom am Desktop-Rechner. Viel mehr zu einem solchen Workflow erfahren Sie hier.

Lightroom besticht durch den nahtlosen Abgleich mit der Desktop-Version Lightroom besticht durch den nahtlosen Abgleich mit der Desktop-Version Zoom© ze / PCtipp

Wenn Sie die pure Leistung suchen, prüfen Sie ProCamera 4, die zu den leistungsfähigsten und besten Kamera-Apps für iOS gehört. Sie ist gespickt mit Funktionen und unterstützt die Dualkamera im iPhone 7 Plus. DNGs werden gleichzeitig mit JPEGs aufgenommen, sodass Sie sich alle Optionen offenhalten.

Das RAW-Format ist möglich – es darf nur eine der Kameras im iPhone 7 Plus verwendet werden Das RAW-Format ist möglich – es darf nur eine der Kameras im iPhone 7 Plus verwendet werden Zoom© ze / PCtipp

Kamera-Apps für Android

Nicht alle Smartphones unter Android sind in der Lage, Fotos im DNG-Format aufzuzeichnen. Ausserdem muss das Gerät mindestens unter Android 5.0 «Lollipop» laufen, denn mit dieser Version wurde die «Camera2 API» eingeführt, die DNG-Aufnahmen überhaupt erst möglich macht.

Ob Ihr Android-Smartphone dazu in der Lage ist, erfahren Sie am einfachsten, indem Sie die App Manual Camera Compatibility herunterladen. Sie ist eigentlich dazu gedacht, um herauszufinden, welche Funktionen von der «Haupt-App» Manual Camera unterstützt werden können – doch so wissen Sie recht genau, wozu Ihr Smartphone in der Lage ist.

Diese App fotografiert zwar nicht, aber sie zeigt, was möglich ist Diese App fotografiert zwar nicht, aber sie zeigt, was möglich ist Zoom© PCtipp / Screenshot

Auch unter Android bietet sich Lightroom Mobile förmlich an, doch hier wird für DNG-Aufnahmen ebenfalls ein Abonnement der Creative Cloud vorausgesetzt. Eine weitere beliebte App mit DNG-Unterstützung ist Open Camera.

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    Kommentare

    • Bethli2 22.09.2016, 17.20 Uhr

      OK. Ich gebe zu, ich bin ein bisschen geschockt, von der Aussage, dass der Autor um keinen Preis die RAW-Dateien der Kamera von Lightroom direkt in DNGs umwandeln lässt. Ich mache das immer. Und dafür gibt es mehrere gute Gründe, die im Artikel nicht genannt werden. 1) Die Kamerahersteller haben alle unterschiedliche RAW. DNG versucht den Standard. Die Archivierbarkeit ist damit langfristig höher. 2) DNG Dateien sind - obwohl sie ebenfalls riesig und damit veränderbar sind - um rund 20 Prozent [...]

    • Klaus Zellweger 22.09.2016, 17.47 Uhr

      Hallo, Bethli2 Danke für das Feedback. DNG hat unbestreitbare Vorzüge, vor allem was die Metadaten betrifft. Aber die Kernaussage bleibt: DNG ist kein Raw. Im Gegenteil, eigentlich klingt die Bezeichnung «Digitales Negativ» geradezu höhnisch, denn etwas Ursprünglicheres als eine Raw-Datei gibt es nicht. Zu Punkt 3: Stimmt, die Bearbeitungsschritte können in der DNG-Datei gespeichert werden. Allerdings sind diese Anweisungen (so viel ich weiss) gerade einmal für Lightroom und Photoshop / Ca[...]

    • skynyrd 23.09.2016, 10.16 Uhr

      Was Sie hier schreiben ist leider absolut inkorrekt. Ja, der DNG-Standard kann Bildinformationen "de-mosaiced" speichern. Dann spricht man meist von "linearen DNGs". Diese sind jedoch vielmehr die Ausnahme, als, wie von Ihnen behauptet, die Regel. Lightroom speichert also DNGs natürlich (in den meisten Fällen) mit mit Rohdaten. Und Leica z.B. speichert seine RAWs direkt in der Kamera als DNG.

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