Heimisches WLAN: So gehts richtig!

von Luca Diggelmann 22.03.2018

Variante «old school»: Kabel

Flache Netzwerkkabel lassen sich leichter verlegen und verstecken Flache Netzwerkkabel lassen sich leichter verlegen und verstecken Zoom© PCtipp

Zwar steht im Zentrum des Artikels die Verbindung per Wi-Fi, dennoch sollte eine der wichtigsten Netzwerkvarianten nicht vergessen werden. Ist an einem Ort keine drahtlose Verbindung nötig, kann man auch auf Kabel ausweichen. Denn die einfachste Variante für Netzwerkverbindungen ist zumindest theoretisch noch immer das Kabel. 25 Meter Flachbandkabel kosten nur ein wenig Taschengeld und verbinden Geräte zuverlässig, schnell und sicher; wären da nicht die physischen Einschränkungen.

Vorteile

  • Stabilität
  • Tempo
  • Zuverlässigkeit
  • Kosten

Nachteile

  • Einbau
  • benötigt Platz
  • Kompatibilität

Was gibt es Schöneres als volles Tempo und maximale Stabilität für wenig Geld? Für Powernutzer nicht viel. Das gute alte Netzwerkkabel liefert hier noch immer beste Qualität: Es kostet nur wenige Franken und bietet eine perfekte LAN-Anbindung für anspruchsvolle Geräte – geradezu ideal für Gamer und Server-Betreiber. Auch die Einrichtung könnte kaum leichter sein: Das eine Ende des Kabels am Router einstöpseln, das andere Ende am Computer und es läuft.

Etwas komplizierter ist es bei grösseren Distanzen. Je nach Wohnung oder Haus muss das Kabel diverse Hindernisse überwinden, um ans Ziel zu gelangen. Wenn möglich noch so, dass niemand darüber stolpert, die Katze nicht daran rumknabbert und es wenigstens halbwegs ansehnlich ist. Da wünscht man sich schnell mal zurück in die Zukunft des kabellosen Netzwerks.

Ebenfalls problematisch ist eine Kabelverbindung für moderne Geräte ohne entsprechenden Anschluss. Smartphones, Tablets und ähnliche Geräte sind für kabellose Netzanschlüsse konzipiert und können oft gar nicht oder nur per Adapter an ein Kabelnetz angeschlossen werden.

Früher war das klassische LAN-Kabel der unbestrittene Standard, heutzutage ist es ein Nischenprodukt. Für gewisse Anwendungen ist die Kabelverbindung allerdings unabdingbar, jedoch vermehrt im Business-Bereich, wo ultrastabile Verbindungen den zusätzlichen Aufwand wert sind. Profi-Gamer, Server-Betreiber, Krankenhäuser und ähnliche Nutzer profitieren von den Vorteilen des Kabels. Auch nicht zu vergessen: Kabel und Wi-Fi schliessen sich nicht gegenseitig aus und können sehr gut parallel betrieben werden.

Geeignet für

  • Gamer
  • Server-Betreiber/Nutzer von Netzwerkspeichern

Ungeeignet für

  • Desktop-Muffel
  • Anti-Heimwerker

Varianten kombinieren

Sie können natürlich alle beschriebenen Varianten und
beliebige Geräte kombinieren Sie können natürlich alle beschriebenen Varianten und beliebige Geräte kombinieren Zoom© Shutterstock/Design 56

Damit kommen wir zum Fazit: Viele der beschriebenen Varianten können miteinander kombiniert werden. Der Repeater im Gang reicht fürs Handy locker aus. Hängen Sie den datenhungrigen Gamer-PC einfach per Kabel an den Router und für den Hobbyraum im Keller kann Powerline Wunder wirken. Bedenken Sie lediglich: Je mehr verschiedene Systeme Sie verwenden, desto mehr Gebastel wird nötig, damit auch alles wie gewünscht funktioniert. Ausser bei Kabel: Das funktioniert eigentlich immer.

Tags: WLAN
Seite 3 von 3

    Kommentare

    • karnickel 24.03.2018, 09.39 Uhr

      Vorsicht, diese ganz flachen Netzwerkkabel sind nicht geschirmt. Sie senden also in der Gegen herum, wie dies auch die Powerline-Adapter mit den nicht einmal verdrillten Elektrizitätsleitungen in den Wänden tun. Kann den LTE-Empfang beeinträchtigen und andere Störungen verursachen.

    weitere Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.