Black Friday: Darauf müssen Sie achten!

Black-Friday-Angebote locken Schnäppchenjäger – aber Shops arbeiten auch mit Tricks. Wir decken diese auf, um Ihnen zum richtigen Schnäppchen zu verhelfen. Zudem: Auch Cyberkriminelle warten auf ihre Chance – wir geben Tipps.

von Florian Bodoky, sgr 21.11.2018

In den USA gilt der «schwarze Freitag» am 23. November als Startschuss für das grosse Weihnachtsgeschäft. Sowohl Onlineshops als auch Onlineshopper sollten aber dieser Tage auf der Hut sein. So mahnte ein Unternehmen mit Sitz in Hongkong vor zwei Jahren vor allem deutsche Händler wegen der Verwendung des Begriffs «Black Friday» ab. Aber auch Konsumenten müssen an speziellen Tagen wie Black Friday und Weihnachten besonders auf der Hut sein. Es sind eben die «heiligen Zeiten» – sowohl für Schnäppchenjäger als auch für Cyberganoven.

Onlinehändler im Visier

Von Angreiferseite her gibt es unterschiedliche Methoden, an Daten heranzukommen. Datenströme von Onlinehändlern, bei denen besonders viele Geschenke gekauft werden, sind Eset zufolge immer ein beliebtes Ziel. Die Angriffsmethoden reichen von manipulierter Software über verseuchte Plug-ins bis zu gefälschten Apps. Um Kunden zu schützen, reagieren aber die meisten bekannten Shops schon vorbildlich mit Zwei-Faktor-Authentifizierung und verschlüsselter Datenübertragung (SSL).

Tipp: Achten Sie bei Onlineshops immer auf ein vorangestelltes https://. Die gesicherte Verbindung erkennen Sie auch am Schlosssymbol in der Adressleiste des Browsers.

Gefahren beim Surfen

Browser sind immer beliebte Angriffsziele beim Surfen. Daher sollten Sie unbedingt von Zeit zu Zeit Ihre Passwörter überprüfen. Auch wichtig: Die Sicherheits-Software und sämtliche Updates (Betriebssystem und Browser) sollten auf dem neusten Stand sein. Woran Sie «falsche Updates» erkennen, veranschaulichen wir in diesem Beitrag.

Neue Gefahren beim Mobile-Shopping

Trotz vieler Mythen sind auch Smartphones und Tablets denselben Gefahren wie PCs ausgesetzt. Die Sicherheitsforscher von Eset stossen nach eigenen Angaben immer wieder auf Fake-Apps. Wer daher am schwarzen Freitag auf Schnäppchentour ist, sollte unbedingt über sichere Kanäle surfen: Meiden Sie daher unsichere, öffentliche WLANs und halten Sie bei neuen Apps die Augen offen. Wo die wirklichen Gefahren in den App-Stores lauern, erklären wir in diesem Artikel. Dieselben Sicherheitsvorkehrungen gelten insbesondere auch beim E-Banking. Zudem ist es ratsam, vor und nach dem grossen Kaufrausch während dieser Tage die Kontostände zu überprüfen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Mit diesen Tricks arbeiten die Läden

Möchtegern-Rabatte

Damit der Kauf nicht zum schwarzen Freitag wird, gelten auch die allgemeinen Vorsichtsmassnahmen. Seien Sie sich bewusst, dass die Deals der Schweizer Shops kaum mit den gewaltigen Aktionspreisen von US-Shops vergleichbar sind. Zudem: Händler geben als Originalpreis oft viel zu hohe Zahlen an. Viele der fantastischen Preisreduktionen dürften an diesen Rabatttagen statt der versprochenen Reduktion von 50 Prozent real vielleicht bei 20 Prozent liegen. Vergleichen Sie daher vor dem Kauf unbedingt die Preise über Preisvergleichsportale wie toppreise.ch. Berücksichtigen Sie auch den Chart auf Toppreise, der die Preisentwicklung des besagten Produkts dokumentiert. Warum Sie das tun sollten?

Preiserhöhung

Es kommt auch vor, dass Shops einige Tage oder Wochen vorher die Preise einiger Produkte leicht anheben, sodass einerseits die Marge nicht zu stark unter Rabattaktionen leidet und der Händler andererseits einen grösseren Rabattwert deklarieren kann.

Lagerräumung

Klar, viele User wissen, dass z.B. ein iPhone 6 nicht mehr das neuste Power-Modell ist. Wie sieht es aber bei andern Produkten aus? Gerade bei den kryptischen Namen von TV-Modellen braucht es erhebliche Kenntnisse, um zu beurteilen, ob es sich um ein vergünstigtes Spitzenmodell handelt oder um ein mehrere Jahre altes Gerät, das im Lager nur noch Platz wegnimmt. Tipp: Geben Sie bei Google den Produktnamen plus den Begriff Release Date ein und Sie werden schnell merken, ob Ihnen da jemand eine olle Kamelle andrehen will.

Countdown/Bestandscounter

Ein alter Trick. Lassen Sie sich nicht durch Rabattcountdowns oder von Bestandsbalken («NUR NOCH DREI EXEMPLARE ÜBRIG!») unter Druck setzen. Viele Onlineshops sind hier nicht immer transparent und nutzen diesen psychologischen Trick, damit gekauft wird. Es lässt sich nämlich meistens nicht erkennen, wie viele Stück noch übrig sind.

Tipp: PCtipp beobachtet am Freitag die wichtigsten Schweizer Onlineshops. Verpassen Sie nicht unseren Black-Friday-Preisalarm-Ticker!

Seite 1 von 2
       
       

Kommentare

  • elefant50 21.11.2018, 17.34 Uhr

    Von wegen Sicherheit, Update, Datenschutz, etc. Bei mir werden seit ca. 2 Monaten keine Updates mehr installiert. Ich muss es von Hand tun. Also ein normaler Anwender schaut nicht ob Updates gemacht wurden oder nicht. Wäre ich so ein Anwender würde ich auch nach einem Jahr nichts über Updates wissen. Denn es läuft ja alles automatisch. Die Problembehandlung von Updates meldet mir dann: WUSSTEN SIE DAS UPDATES FÜR IHREN COMPUTER BEREITSTEHEN. Und das soll eine Problembehandlung sein!! Seit der [...]

weitere Kommentare

Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.