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Alles, was Sie über Windows 10 wissen müssen

Von Windows 10 gab es schon zwei grosse Updates und das dritte steht kurz bevor. Wenn Sie jetzt umsteigen wollen, müssen Sie Folgendes wissen.

von Simon Gröflin 12.07.2017

Ursprünglich erschienen ist Windows 10 am 29. Juli 2015. Im ersten Jahr war das Betriebssystem ein Jahr lang gratis. Wie inzwischen bekannt ist, gibt es jährlich zwei grössere Updates für das Betriebssystem aus Redmond. Das müssen Sie im Moment als Umsteiger wissen.

Was ist allgemein neu bei Windows 10?

Im Mittelpunkt von Windows 10 steht das produktive Arbeiten und eine unkomplizierte Bedienung sowie ein verbessertes Design. Microsoft scheint aus den Fehlern von Windows 8 gelernt zu haben und führt einige Funktionen besser zusammen. Auch das gute alte Startmenü ist wieder zurück. Darüber hinaus folgte mit dem Edge-Browser ein schlankerer Nachfolger des unbeliebten Internet Explorers. Im Vordergrund stehen auch Features wie Sprachsteuerung und die Continuum-Funktion, die bei einem hybriden Gerät wie einem Surface Pro im Tablet-Modus das klassische Startmenü verdrängt und die Kachelansicht hervorbringt.

Was sich vor allem gegenüber Windows 7 geändert hat, erfahren Sie in unserem Beitrag «Auf Windows 7 bleiben? Vorteile und Risiken».

Was bringt das letzte Update?

Die letzte Aktualisierung war das sogenannte Creators Update, auch «Redstone 2» genannt, und brachte insgesamt sehr viele Verbesserungen. Dieses stellt den Nachfolger zum Anniversary Update (Redstone 1) dar. Zu den besten Neuerungen zählen die zahlreichen Überarbeitungen bei den Einstellungen, der neue Blaulichtfilter, die aufschiebbaren Updates (bei der Pro-Version) und natürlich die «kreativen» Elemente. Mit dem jüngsten Update erhalten Anwender unter anderem auch eine neue Paint-App mit dem Namen «Paint 3D». Diese ermöglicht es beispielsweise, aus 2D-Zeichnungen per Klick 3D-Objekte zu erstellen. Auch gut: Die Updates können nun auch nach 18 statt bisher 12 Stunden eingespielt werden. Nach der Installation des Creators Updates ist 1703 die neuste Windows-Version.

Unseren vollständigen Testbericht und alles, was Sie vor der Installation des neusten Windows 10 beachten sollten, gibt es hier zum Nachlesen.

Insgesamt löst das Creators Update auch ein paar Performance-Bremsen. Das Beste aber: Die Redmonder haben ein paar Ärgernisse endlich aus der Welt geschafft. So waren die automatischen Zwangsaktualisierungen bei Neustarts schon lange vielen Anwendern ein Dorn im Auge. Zu den wichtigsten Verbesserungen des Creators Update zählen unter anderem die neuen Privatsphärenoptionen, ein überarbeiteter Edge-Browser, ein neues Sicherheitscenter sowie ein «Game-Mode» für mehr Ressourcen.

Für wen ist dieses Windows 10 S?

Ausgeliefert wird bis jetzt nur Microsofts Surface Laptop mit dem abgespeckten Windows 10 S, das ausschliesslich App-Installationen aus dem Windows Store zulässt. Microsoft argumentierte, man habe sich für diesen Weg entschieden, um das System performanceseitig besser auf den Langzeitgebrauch zu optimieren. Natürlich spielt da auch die systemseitige Malware-Abwehr bei einer grösseren Installationsbasis, z.B. an Schulen, eine Rolle. Zur Hauptzielgruppe zählen nämlich vorwiegend Studenten. Deshalb habe man ursprünglich auch den Plan ins Auge gefasst, einen eigenen Laptop auf den Markt zu bringen. Wer trotzdem Windows 10 Pro installieren will, kann das gegen einen Aufpreis von ca. 60 Franken tun. Das System lief mit dem schlanken Windows 10 wirklich sehr schnell, allerdings ist der Software-Umfang dadurch stark eingeschränkt. Beispielsweise bleibt dem Anwender auch der Zugriff auf Browser-Alternativen verwehrt. Zum Glück hat Microsoft hier schnell auf Kritik reagiert und will das Update auf Windows 10 Pro bis Ende Jahr kostenlos anbieten. Wie das geht, erfahren Sie in dieser Anleitung.

Windows 10 S auf dem Surface Laptop: Die meisten Anwender werden wohl gleich auf Windows 10 Pro aktualisieren Windows 10 S auf dem Surface Laptop: Die meisten Anwender werden wohl gleich auf Windows 10 Pro aktualisieren Zoom

Windows 10 S lohnt sich vor allem für Anwender, die viel surfen, E-Mails abrufen, Office-Dokumente bearbeiten, Musik hören oder den kleinen Laptop unterwegs im Betrieb haben. Office 365 lässt sich über die App natürlich ebenfalls installieren. Für diese Anwendergruppe hat der Windows Store inzwischen doch einiges zu bieten, jüngst ist sogar eine Spotify-App dazugekommen. Trotzdem: Die meisten von uns werden den tüchtigen Laptop wohl sehr schnell auf Windows 10 Pro hieven. Das kann man noch bis Ende Jahr gratis mit zwei, drei Klicks in weniger als 15 Minuten erledigen. Die Einstellungen und persönlichen Daten werden sogar übernommen. Beim Upgrade nach Ablauf dieser Frist wird eine Lizenzgebühr von 60 Franken fällig. Neuerdings gibt es sogar wieder einen Weg zurück, wenn man das Upgrade auf Windows 10 Pro im Nachhinein bedauert. Allerdings müssen in diesem Fall zuvor die Daten gesichert werden, weil man dann ein Wiederherstellungsabbild mit Windows 10 S auf ein externes Medium herunterlädt und es im Anschluss auf den Laptop bügelt. Das Gerät befindet sich danach wieder im Auslieferungszustand.

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    Kommentare

    • zahna 12.07.2017, 16.21 Uhr

      Ich habe dieses Update gemacht. Nachher konnte Outlook nicht mehr auf das Adressbuch zurückgreifen. Vorschläge wurden beim Eintippen der ersten Buchstaben gemacht, ganze Gruppen konnte ich jedoch nicht mehr als Empfänger hinzufügen. So musste ich dieses Update rückgängig machen. Auf Anfrage bei Microsoft erhielt ich die Antwort, ich solle das Update nochmals machen. Dazu habe ich im Moment keine Lust, ich möchte das aufwändige Verfahren nicht nochmals durch gehen. Jetzt bin ich wieder vor dem Up[...]

    • malamba 12.07.2017, 16.52 Uhr

      Kein update zu machen, finde ich keine gute Idee, schliesslich gewährleisten diese eine aktuelle PC Sicherheit.

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