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iOS 11 gegen Android Oreo: Wer gewinnt?

von Simon Gröflin 04.10.2017

Bessere Benachrichtigungen

Apple:

Optisch immer noch ungewohnt: Wenn man mit dem Finger von oben nach unten wischt, erscheint eine endlos lange Liste an Benachrichtigungen, die bei iOS an den Sperrbildschirm erinnnern. Die ganz neuen Notifications sind oben, die älteren unten. Allzu viel haben aber sowohl Apple als auch Google nicht geändert.

Ausser ein paar zusätzlicher Privacy-Einstellungen hat sich unter iOS 11 bei den Notifications nicht viel geändert Ausser ein paar zusätzlicher Privacy-Einstellungen hat sich unter iOS 11 bei den Notifications nicht viel geändert Zoom© Screenshot / MacRumors

Android:

Trudeln neuerdings bei Android Oreo mehrere Messages verschiedener sozialer Netzwerke oder E-Mails ein, bleiben diese meist untereinander, in Kanälen sortiert. Wischt man nicht ganz nach rechts, steht zusätzlich eine Snooze-Funktion zur Verfügung, um sich zum Beispiel nach einer Stunde noch einmal an eine bestimmte Nachricht erinnern zu lassen. Nett, aber auch eher ein Gimmick.

Die Notification Bar (oben rechts bei Android Oreo) ist ein wenig anders. Auch neu ist der «Snooze»-Button, wenn man eine Benachrichtigung wegwischt Die Notification Bar (oben rechts bei Android Oreo) ist ein wenig anders. Auch neu ist der «Snooze»-Button, wenn man eine Benachrichtigung wegwischt Zoom© Screenshot / PCtipp

Gewinner: iOS 11. In einem Satz: Apple hats ursprünglich erfunden und auch früher die direkte Interaktion über die eingehenden Nachrichten eingeführt. Verfeinert haben das System seither beide Tech-Konzerne. Aktuell ist es trotzdem schwierig zu beurteilen, wer hier wirklich erhebliche Verbesserungen erzielt hat.

Augmented Reality

In der Augmented Reality (kurz AR) sieht der Nutzer die reale Welt und bekommt zusätzlich Informationen eingeblendet. Erlebt werden kann AR auf einem Smartphone oder einer Projektionsbrille. Auf dem Smartphone, das über sehr viele Sensoren und Kamera verfügt, ist Pokémon Go ein solches Beispiel.

Augmented Reality (ARKit) könnte sich als Apples Wunderwaffe herausstellen Augmented Reality (ARKit) könnte sich als Apples Wunderwaffe herausstellen Zoom© Apple

Apple:

Apple hat die virtuelle Realität bisher noch verschlafen und will mit Augmented Reality lieber einen Schritt weiter gehen. Mit Apples ARKit-Entwicklungsplattform gibt der Konzern aus Cupertino schon jetzt richtig Gas. Eine Reihe von Schnittstellen erlaubt es den Entwicklern seit Juni 2016, sehr präzise AR-Apps für iPhones und iPads zu entwickeln. Mit ARKit hat Apple bereits sämtliche iPhones bis und mit iPhone 6s mit der Augmented-Reality-Funktion beliefert.

Android:

Mit Project Tango hat Google auch schon eine erste App-Plattform für die erweiterte Realität geschaffen, die aber noch in den Kinderschuhen steckt. Auf einem Phab 2 Pro waren selbst simple Messangelegenheiten ein bisschen zittrig in der Ausführung. Schnell musste mit ARCore eine neue Software-Lösung her. Diese berechnet im Wesentlichen Entfernungen, basierend auf dem Kamerabild und den Beschleunigungssensoren des Smartphones.

Gewinner: iOS 11! Googles ARCore setzt Android 7.0 voraus, steht aber bis jetzt erst im Rahmen eines Preview-Entwickler-Kits für das Samsung Galaxy S8 und die Pixel-Smartphones zur Verfügung. Analysten schätzen den weltweiten Markt für Augmented Reality bis ins Jahr 2020 auf über 10 Milliarden Geräte ein. Potenzial zeichnet sich ab im Bereich Navigation, im Handel und auch bei Spielen.

Meinung des Autors

Welches Betriebssystem ist nun wirklich besser? Da es sehr viele Ansichten gibt zu diesem Thema, möchte ich an dieser Stelle meine persönliche Meinung kundtun. Ich habe mir seit der Ankündigung auch immer wieder die neusten Beta-Versionen beider Betriebssysteme angeschaut. Die kurze Antwort: Android Oreo. Die Neuauflage von Google ist wesentlich schneller und bringt mehr Akkulaufzeit, aber auch mehr Intelligenz. Allerdings muss man dem entgegenhalten, dass bei Android 8.0 nach wie vor viele der versprochenen Features noch nicht ganz fertig sind. Der praktische Bild-in-Bild-Modus funktioniert erst mit sehr wenigen Apps wie Google Maps und VLC. Von den übrigen, schlauen Verbesserungen, die Google immer wieder anpreist (wie intelligente Texterkennung oder Autovervollständigen), merkt man im Moment noch nicht viel. Apple ist jedoch noch lange nicht tot und hat mit iOS 11 eine Vielzahl an (sinnvollen) Neuerungen eingeführt. Wenn es der Konzern aus Cupertino nun auch noch schafft, Augmented Reality zum Mainstream zu machen, besteht mit Apples mobilem Betriebssystem ein enormes Potenzial.

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