Test: MacBook Pro 13 Zoll mit Retina-Display (Early 2015)

Das Apple-Notebook bietet solide Werte. Doch der eigentliche Star ist das neue Trackpad.

von Klaus Zellweger 08.04.2015

Das MacBook Pro mit 13 Zoll ist beides: ein vollwertiger Arbeitsrechner und ein kleines, schickes Notebook für die Arbeit unterwegs. Wie seine Vorgänger fühlt es sich steinsolide an, was dem Unibody-Gehäuse mit seiner Aluminium-Legierung geschuldet ist. Die wichtigste Neuerung dreht sich jedoch weniger um das Gehäuse oder die Prozessoren, sondern um das neue Force Touch Trackpad. Dieses wohlbekannte und eher langweilige Eingabegerät wurde von Apple auf ein völlig neues Niveau gehoben. Wir werden es später ausführlich würdigen.

So klein und doch so potent: MacBook Pro Retina 13 Zoll (Early 2015) So klein und doch so potent: MacBook Pro Retina 13 Zoll (Early 2015) Zoom© Apple, Inc.

Der erste Eindruck

Das MacBook Pro wirkt klein und mit einem Gewicht von 1,58 kg angenehm leicht. Trotzdem bringt es eine kompromisslose Ausstattung mit, die es zum potenten Arbeitsplatz-Rechner macht. Davon zeugen auch die vielen, topaktuellen Anschlüsse. (Nein, UBS-C ist nicht dabei – dieser Typ ist zurzeit noch zu topaktuell.)

  • 2x USB 3.0
  • 2x Thunderbolt 2 (DisplayPort-kompatibel)
  • HDMI
  • 3.5-mm-Klinke mit Digital-/Analog-Out und Musiksteuerung
  • Dual-Mikrofon mit Reduktion der Umgebungsgeräusche
  • WLAN nach 802.11ac
  • Bluetooth 4.0
  • SD-Kartenleser
Alle wichtigen Anschlüsse sind vorhanden, den Rest erledigen die Adapter Alle wichtigen Anschlüsse sind vorhanden, den Rest erledigen die Adapter Zoom© Apple, Inc.

Den  Thunderbolt-Anschlüssen kommt eine besondere Bedeutung zu. Apple bietet zahlreiche Adapter an, die für je 32 Franken verkauft werden. Sie verbinden das MacBook Pro mit Gigabit-Ethernet-, FireWire-, VGA- und DVI-Kabeln. Die Thunderbolt-Buchsen sind ausserdem DisplayPort-kompatibel, so dass sich jeder geeignete Monitor anschliessen lässt.

Adapter für Ethernet oder – wie hier – für ein zweites HDMI-Display Adapter für Ethernet oder – wie hier – für ein zweites HDMI-Display Zoom© ze / IDG

Zu den Alleinstellungsmerkmalen der MacBooks gehört auch der MagSafe-Anschluss. Er hält das Netzkabel sicher in der Buchse, löst sich bei Zug aber sofort mit einem sanften Klicken vom Gerät. Allein diese Eigenschaft dürfte schon unzählige MacBooks vor dem Todessturz gerettet haben, wenn Haustiere,  Mitbewohner oder Mitreisende in die Stolperfalle getappt sind.

Der MagSafe dürfte schon so manches MacBook vor einem tödlichen Sturz bewahrt haben. Der MagSafe dürfte schon so manches MacBook vor einem tödlichen Sturz bewahrt haben. Zoom© ze / IDG

Die Technik im Inneren

Prozessor. Im Inneren des MacBook schlägt ein Intel Dual-Core Core i5 mit der neuen, überfälligen Broadwell-Architektur. Der Takt liegt bei 2.7 GHz und wird bei Bedarf automatisch auf 3.1 GHz erhöht. In unserem Test ermittelte Geekbench einen Wert von 7056. Der Prozessor kann im Online-Store für 330 Franken durch einen i7 ersetzt werden (3.1/3.4 GHz). Das sind solide, aber unspektakuläre Werte.

Die Resultate gemäss Geekbench Die Resultate gemäss Geekbench Zoom

Batterielaufzeit. Vom neuen Akku waren wir hingegen sehr angetan. Bei einer typischen Nutzung (Internet, Schreibarbeiten, ein wenig Grafik u.ä.) hielt das kleine MacBook 8:40 Stunden durch, bevor es sich selbst in den Tiefschlaf versetzte. Erstaunlich!

Geräusche. Genauso überzeugend ist die nicht-vorhandenen Geräuschkulisse. Selbst bei Totenstille arbeitet das MacBook Pro unhörbar leise, auch bei eher anspruchsvollen Arbeiten wie der Fotoretusche. Allerdings sprang der Lüfter unter Volllast (Video-Konvertierung) bereits nach etwa 90 Sekunden an – und das mit einem deutlich hörbaren Geräusch. Das konnte der Vorgänger besser.

RAM. Der Arbeitsspeicher fällt mit 8 GB angemessen aus. Das RAM kann beim Kauf auf 16 GB angehoben werden (Mehrpreis 220 Franken). Diese Option sollte auf jeden Fall ins Auge gefasst werden, denn alle Komponenten sind fest verbaut und lassen sich nicht aufrüsten. Betrachten Sie die 220 Franken einfach als Absicherung für die Zukunft.

Grafik. Die grafischen Berechnungen werden nicht von einer eigenen Grafikkarte, sondern von der Iris-6100-Grafikeinheit des Hauptprozessors übernommen.

Soviel zu den technischen, eher unaufgeregten Daten. Jetzt kommt der spannende Teil.

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