Safer Internet Day: Diese Tipps schützen Sie vor Gefahren im Internet

Happy Safer Internet Day! PCtipp gibt acht elementare Tipps, wie Sie sich sicherer im Internet bewegen.

von Florian Bodoky 07.02.2017

Der Safer Internet Day ist ein jährlich veranstalteter Aktionstag, bei dem weltweit über die Gefahren im Internet und den Umgang mit ebenjenen aufgeklärt werden soll. Initiiert wurde der Tag von der Europäischen Union und der Institution INSAFE.

PCtipp schliesst sich dieser Aktion an und gibt acht einfache, aber oft vernachlässigte Tipps für die Nutzung des Internets. So nützlich dieses auch ist, so präsent und vielfältig sind die Gefahren, die den Nutzern drohen – ein Klassiker sind Viren und Hacker, aber auch Cybermobbing oder Erpressung mittels Ransomware oder mit kompromittierendem Bildmaterial droht bei Unsorgfalt.

1. Sicheres WLAN

Ein sicherer Router ist der Anfang Ein sicherer Router ist der Anfang Zoom Die Sicherheit im Internet beginnt bei der eigenen Infrastruktur. Deshalb ist es wichtig, dass diese vor Fremdzugriffen geschützt ist. Heute ist das kabellose Surfen zu Hause eine alltägliche Sache. Wenn Sie sich einen Router kaufen oder einen von Ihrem Anbieter erhalten, sind Passwörter und sonstige Einstellungen standardisiert. Das ist der Sicherheit abträglich. Stellen Sie also sicher, dass sowohl das Passwort für das WLAN, das Passwort für den Router-Zugriff und der Routername, die sogenannte SSID, geändert wird. Wie das im Detail funktioniert, entnehmen Sie unseren Tippartikeln zu den Schweizer Standard-Routern – hier und hier. Zusatztipp: Bei modernen Routern ist es oft auch möglich, die Betriebszeiten zu definieren, sodass das Gerät von selbst abschaltet – dies für den Fall, dass z.B. Ihre Kinder spätnachts noch surfen.

2. Sichere Software/sicheres Betriebssystem

Zur eigenen Infrastruktur gehört auch das Betriebssystem. Dieses wird oft für einen Selbstversorger gehalten. Das stimmt nur bedingt: Regelmässiges Aktualisieren stellt sicher, dass Hacker oder Malware keine Sicherheitslücken ausnutzen. Darüber hinaus sollte wann immer möglich die aktuellste Version eines Betriebssystems verwendet werden, also z.B. Windows 7 SP1, Windows 8.1 oder Windows 10. Alte Betriebssysteme werden häufig nicht mehr mit Sicherheits-Updates versorgt und stellen deshalb eine reelle Gefahr für Daten und User dar.

Wie lange wird mein Windows noch unterstützt?

Wichtig: Wie lange Ihre Windows-Version unterstützt wird, können Sie auf der Microsoft-Webseite zum Lebenszyklus von Windows nachlesen. Achten Sie auf die hinterste Spalte «Ablauf des erweiterten Supports». Die erwähnten Windows-Versionen erhalten Sicherheits-Updates nur bis zum dort notierten Datum. Windows 7 (mit Service Pack 1) also zum Beispiel bis zum 14. Januar 2020.

Das Gleiche gilt übrigens auch für sonstige Software (Virenschutz) oder das Smartphone: Halten Sie sie immer aktuell. Es herrscht ein weitverbreiteter Irrglaube darüber, dass Updates immer erst Probleme bringen. Dies kann vorkommen, ist aber bei Weitem nicht so häufig, wie viele denken. Darüber hinaus wird, sollte es mal zu einem fehlerhaften Update kommen, meist sehr schnell ein Patch nachgeliefert.

3. Sichere Passwörter

E-Mail-Anbieter, soziale Medien, Cloud-Accounts: Im Internet nutzt fast jeder User den einen oder anderen Dienst, der ein Passwort erfordert. Unglücklicherweise werden nach wie vor schwache, schnell zu erratende Passwörter benutzt – sei dies aus Bequemlichkeit oder weil man davon ausgeht, dass «sich sowieso niemand für meine Daten interessiert». Das ist ein fataler Irrglaube. Setzen Sie deshalb Passwörter ein, die eine gewisse Hürde darstellen, zum Beispiel mit Gross-/Kleinschreibung, Zahlen, Sonderzeichen und einer gewissen Länge. Es empfiehlt sich auch, nicht bei jedem Dienst das gleiche Passwort zu benutzen! Weitere Tipps, wie Sie sichere Passwörter kreieren können, finden Sie in unserem Workshop über sichere Passwörter.

4. Finger weg vom Admin-Konto

Betriebssysteme erlauben es heutzutage, verschiedene Nutzerkonten mit verschiedenen Rechtestufen zu erstellen. Nicht selten gibt es einfach einen Nutzer, der alles darf. Den muss es zwar geben, schliesslich muss dann und wann etwas repariert werden, aber dieses Konto ist nichts für den täglichen Gebrauch. Loggen Sie sich fürs tägliche Surfen und Arbeiten als normaler User ein. Der Grund liegt auf der Hand: Es gibt viele Viren, Trojaner und sonstige Übeltäter, die auf das Kernsystem des Computers zugreifen (müssen), um zu funktionieren. Wenn der aktive User sich nun einen solchen Virus einfängt, aber die erforderlichen Rechte nicht besitzt, kann der Virus nicht aktiv werden. Schwein gehabt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Sichere Websites, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Daten streuen im Internet

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