IT-Grossauftrag 16.05.2020, 10:11 Uhr

SBB lagern Softwareentwicklung an T-Systems aus

Die SBB lagern die Entwicklung und den Betrieb ihrer Software an T-Systems aus. Das lässt sich die Bahngesellschaft rund 180 Millionen Franken kosten.
(Quelle: SBB CFF FFS)
Die SBB lassen ihre Software künftig in Deutschland entwickeln und betreiben. Bei T-Systems ist ein entsprechender Grossauftrag eingegangen. Wie der IT-Dienstleister mitteilt, läuft der Vertrag über zehn Jahre. Das Auftragsvolumen betrage rund 180 Millionen Schweizer Franken.
Die Entwicklung und den Betrieb übernimmt laut Communiqué die T-Systems-Tochter Multimedia Solutions. So sei diese unter anderem künftig für die Web- und Cloud-Anwendungen, Mobile-Apps sowie die geografischen Informationssysteme der SBB zuständig.
Dafür baue Multimedia Solutions in Dresden extra eine neue Abteilung mit rund 100 Mitarbeitenden auf, schreibt T-Systems weiter. Diese solle dann insbesondere die Anwendungen in den Vertriebs- und Servicesystemen, die sich an Kunden und Partner richten, betreuen. Weiter würden die Experten auch die bestehenden Applikationen übernehmen oder neu entwickeln.
Aus Sicht von Adel Al-Saleh, CEO von T-Systems, ist Digitalisierung die Antwort auf viele Herausforderungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr. «Kunden erwarten mehr, die Kosten steigen. Dafür werden öffentlichen Mittel und Personal immer knapper. Wir freuen uns, die SBB auf dem Weg in die Mobilität der Zukunft zu begleiten.»
Wie es im Communiqué abschliessend heisst, sollen die ersten Projekte bereits im Sommer starten.


Kommentare
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maschwi
18.05.2020
jetzt ist die erste Corona Krise kaum vorbei die unsere Abhängigkeit vom Ausland aufgedeckt hat! Und schon wieder wird etwas ins Ausland ausgelagert! Und erst noch die halbstaatliche SBB! Unglaublich! Grüsse Martin

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Nebuk
18.05.2020
Meines Wissens muss die SBB ihre Aufträge ausschreiben und da kann sich jeder bewerben. Durch entsprechende Kriterien wählen sie dann die passenden Anbieter aus die in die engere Auswahl kommen. Ausgewählt werden muss - so die Vorgabe vom Bund - jeweils das günstigste Angebot, unabhängig wo der Sitz des Anbieters liegt oder weiteren persönlichen Kriterien/Ideale. Aber du hast recht, nicht immer ist das günstigste Angebot das günstigste Angebot bzw. das bessere Angebot :)

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stony
18.05.2020
Ein dünner PCTipp-Artikel ohne Hintergrund-Infos. Hier gibts mehr dazu, inkl. Hinweis auf simap.ch : https://www.inside-channels.ch/de/post/nearshoring-der-sbb-geht-an-t-systems-mms-20200303