Biometrie 01.10.2020, 08:55 Uhr

Amazon bringt Bezahlen per Handfläche

Amazon hat den Bezahldienst «One» lanciert. Kernstück ist ein Handflächenleser, mit dem Kundinnen und Kunden Waren bezahlen können.
Handflächen-Scanner: Hand darüber halten und fertig
(Quelle: Amazon )
Zahlungen einfach kontaktlos mit der eigenen Handfläche bestätigen: Das verspricht «Amazon One». Sie startet zunächst in zwei «Amazon Go»-Stores in Seattle, wo sie als Zugangskontrolle dient. Auf Dauer ortet Amazon breites Anwendungspotenzial für alltägliche Dinge wie Bezahlen, das Nutzen von Treueprogrammen, den Eintritt in Event-Locations wie Stadien oder auch das Einstechen in der Arbeit.

Biometrie als Schlüssel

Einfach die Handfläche über den Scanner halten: So leicht kommen Kunden nach der Registrierung mittels Amazon One in die Amazon-Go-Geschäfte, zunächst in Seattle und in weiterer Folge auch an anderen Standorten. Möglich macht das eine Scanner-Anwendung, welche die Handinnenfläche abliest und zuordnet.
«Keine zwei Handflächen sind gleich, also analysieren wir diverse Aspekte mit unserer Scan-Technik und wählen die eindeutigsten Merkmale Ihrer Handfläche aus, um Ihre Signatur zu erstellen», erklärt Dilip Kumar, AmazonVP Physical Retail & Technology.
Ebenso leicht soll die Technik aber auch andere Vorgänge ermöglichen, wobei der Konzern sie an Drittanbieter vermarkten will. Kumar spricht beispielsweise die Zugangskontrolle für Stadien oder eine Nutzung als biometrischen Ersatz für die altmodische Stechuhr an. Zudem verspricht Amazon One auch ein einfaches Bezahlen in Ladengeschäften. Eben diesbezüglich verhandle man bereits mit mehreren Interessenten, heisst es im offiziellen Blog. Wer die potenziellen Partner sind, verrät er allerdings noch nicht.

Knackpunkt Privatsphäre

Etwas mehr Details gibt es dazu, warum Amazon auf einen Handflächenleser als biometrische Zahl- und Zugangslösung setzt. Der Konzern führt dabei ausgerechnet die Privatsphäre ins Treffen.
«Ein Grund ist, dass Handflächenerkennung als privater angesehen wird als manche biometrische Alternativen, da man die Identität eines Nutzers nicht anhand eines Bildes der Handfläche bestimmen kann», schreibt Kumar. Ein weiterer Vorteil sei ihm zufolge, dass Kunden die Technologie nicht unabsichtlich verwenden könnten.


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