«Digital Collaboration Specialist» 16.08.2021, 07:00 Uhr

Neuer Fachausweis für Digitalprofis ist in Arbeit

ICT Berufsbildung Schweiz und der Kaufmännische Verband arbeiten am neuen Fachausweis «Digital Collaboration Specialist». Die Ausbildung schlägt eine Brücke zwischen dem betriebswirtschaftlichen Berufsfeld und dem ICT-Bereich.
(Quelle: Headway/Unsplash)
Die Verbände Berufsbildung Schweiz und der Kaufmännische Verband Schweiz haben in einer Co-Trägerschaft einen neuen Fachausweis entwickelt. Dieser nennt sich «Digital Collaboration Specialist» und richtet sich sowohl an Personen aus dem Berufsfeld der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) als auch aus dem kaufmännischen oder betriebswirtschaftlichen Bereich, wie es in einer Mitteilung heisst.
Digital Collaboration Specialists unterstützen den Angaben zufolge die digitale Transformation in Unternehmen und Verwaltungen. An der Schnittstelle von Technik, Kommunikation und Personalentwicklung würden sie dafür sorgen, dass Kundinnen und Kunden sowie auch Mitarbeitende den Anforderungen gewachsen und fit für das digitale Zeitalter sind. Sie seien Profis für die Umsetzung von digitalen Strategien und verantworteten den professionellen Einsatz sowie die Nutzung von digitalen Produkten für die Kommunikation, die Administration oder andere Geschäftsbereiche. Wie die beiden Verbände weiter schreiben, zeichnen sich Digital Collaboration Specialists durch ihre technische Affinität und ihr Interesse an neuen Produkten aus. Sie seien ausserdem serviceorientiert und bestrebt, Neuerungen in ihre Organisation einfliessen zu lassen.
Mit dem neuen Fachausweis wollen ICT Berufsbildung Schweiz und der Kaufmännische Verband nicht zuletzt auch den hart umkämpften Arbeitsmarkt mit zusätzlichen Fachkräften versorgen. Laut Communiqué zielt dieser deshalb darauf ab, Arbeitsfelder ausserhalb der ICT mit digitalem Know-how zu bestücken und dem Berufsfeld ICT damit zusätzliches Fachpersonal zuzuführen. Geeignet seien für die Berufsprüfung insbesondere Personen mit kaufmännischem oder betriebswirtschaftlichem Hintergrund und mindestens zwei Jahren Berufserfahrung in der Anwendung von ICT, aber ohne formalen ICT-Abschluss wie Informatiker/in EFZ oder Mediamatiker/in EFZ. «Mit dem neuen Fachausweis wird eine wichtige Brücke zwischen dem betriebswirtschaftlichen Berufsfeld und dem ICT-Bereich geschlagen. Dies bietet in Zeiten der digitalen Transformation spannende Perspektiven für interessierte Arbeitnehmende und garantiert Unternehmen die nötigen Fachkräfte», kommentiert Michael Kraft, Leiter Bildung beim Kaufmännischen Verband, das neue Bildungsangebot.
Wie es abschliessend heisst, sichtete das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation die neue Prüfungsordnung und Wegleitung und gab grünes Licht für das weitere Vorgehen. So wird nun mit der öffentlichen Konsultation die finale Phase eingeleitet. Dabei erwartet die Trägerschaft gemäss eigenen Angaben jedoch «keine grundlegenden Einwände». So soll die erste eidgenössische Berufsprüfung voraussichtlich im Frühling stattfinden. Die ersten Vorbereitungskurse sollen bereits diesen Herbst an den Start gehen.



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