News 14.05.2013, 11:48 Uhr

Facebook duldet kein «Russisches Roulette»

Facebook hat die App Social Roulette gelöscht. Bei diesem Spiel konnte man analog zum «Russischen Roulette» sozialen Selbstmord begehen. Mit einer Wahrscheinlichkeit von eins zu sechs löschte einem die App den Facebook-Account.
Social Roulette hatte ein kurzes Leben. Nachdem die App am Samstag online ging, wurde sie kurze Zeit darauf von Facebook wieder entfernt. Das Progrämmchen funktionierte ähnlich wie russisches Roulette, bei dem ein Revolver mit einer Patrone gefüllt und danach der Lauf an die eigene Schläfe gehalten wird. Statt sich wirklich die Kugel zu geben, konnte man mit Social Roulette aber «nur» sozialen Selbstmord begehen. Mit der Wahrscheinlichkeit von eins zu sechs löschte die App den Facebook-Account und alle dazugehörigen Daten.
Kam es nicht zum sozialen Suizid, postete das Spiel zudem die Statusmeldung: «Ich habe gerade Social Roulette gespielt und es überlebt.»
Wie die Entwickler melden, habe Facebook die App entfernt, weil sie angeblich für ein «negatives Nutzererlebnis» gesorgt habe. Zudem habe das Logo der App nicht gefallen.


Kommentare

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QuadratImQuadrat
14.05.2013
Bei 6 Patronen ist die Wahrscheinlichkeit übrigens 1 zu 5, nicht 1 zu 6. *Klugscheissermodus off*

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klaussailing
14.05.2013
f russisches roulette gefaellt mir dass die app von f geloescht wurde - irgendwo funktioniert also noch ein bischen soziale verantwortung... denn - weder ins richtige leben noch in die virtuelle welt, die viele fuer die reale welt halten, passen diese 'aussteiger' spiele. besser waere es, wir wuerden lernen mit der wirklichkeit richtig umzugehen anstatt russisches roulette spiele, sowie andere abhaengigkeiten jeder art zu erfinden und zu benutzen und zynismus und menschenverachtung zu praktizieren. ob das jetzt mathematisch von belang wie gross die toetungschancen sind oder ob man so eine app auch haete machen koennen -hat man aber nicht zum glueck- steht leider eher im vordergrund, bringt die menschheit aber nicht wirklich weiter...

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slup
14.05.2013
Bei 6 Patronen ist die Wahrscheinlichkeit übrigens 1 zu 5, nicht 1 zu 6. *Klugscheissermodus off* Bei einem klassischen, sechsschüssigen Revolver, einer eingelegten Patrone und ohne erneutes Drehen der Trommel vor dem nächsten Spieler beträgt die Wahrscheinlichkeit beim ersten Betätigen des Abzugs also 1 / 6 (16,67 %),...

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zwan33
14.05.2013
Bei einem klassischen, sechsschüssigen Revolver, einer eingelegten Patrone und ohne erneutes Drehen der Trommel vor dem nächsten Spieler beträgt die Wahrscheinlichkeit beim ersten Betätigen des Abzugs also 1 / 6 (16,67 %),... Beide haben Recht: Wahrscheinlichkeit ist auf Deutsch ein zweideutiges Wort. 1. im Sinne von "Probability": dann ist 1/6 richtig. Die Gegenwahrscheinlichkeit ist dann 5/6. 2. im Sinne von "Odds": dann spricht man vom Wahrscheinlichkeitsverhältnis, das heisst "etwas zu etwas" und dann muss man eben sagen, 1 zu 5. Das ist dann dasselbe wie 1/6 zu 5/6. In dem Sinne ist, wenn man die Wendung mit "zu" verwendet, nur 1 zu 5 richtig. Die Wahrscheinlichkeit ist aber 1/6...

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slup
14.05.2013
Beide haben Recht: Wahrscheinlichkeit ist auf Deutsch ein zweideutiges Wort..... Was gelernt! Danke;)

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Emmure
15.05.2013
irgendwo funktioniert also noch ein bischen soziale verantwortung... Dass die App von Facebook gelöscht wurde hat ja mal gar nichts mit sozialer Verantwortung zu tun. Wenn Leute ihren Account löschen ist dies schlecht fürs Geschäft und darum wurde die App entfernt.

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dzs
15.05.2013
So schlecht hätte ich diese App auch nicht gefunden. Sie zeigt an einem winzigen Beispiel, wie krank das russische Roulette ist. Wenn ein einziger "Spieler" durch diese App wegen des Ärgers über verlorene Daten von einem Versuch mit echtem russischen Roulette abgehalten würde, wäre die App schon sehr segensreich. Aber eben, wer anfällig für eine solche App ist, dürfte auch ein guter FB-Kunde sein. Und den will FB eben nicht verlieren. Die mathematische Warscheinlichkeit p ist übrigens nach Kolmogorow definiert als p= Anzahl günstige Fälle / Anzahl mögliche Fälle Wobei die "günstigen" Fälle nicht unbedingt günstige Folgen nach sich ziehen müssen ;) http://de.wikipedia.org/wiki/Kolmogorow-Axiom#Axiome_von_Kolmogorow Die 'alternative' Definition ist zum Rechnen ziemlich unbequem.