News 16.01.2014, 08:52 Uhr

Apple muss Eltern 32,5 Millionen Dollar zurückzahlen

Seit 2009 sind in Gratis-iOS-Apps In-App-Käufe möglich, um zusätzliche Inhalte gegen Bezahlung freizuschalten. Apple muss gemäss der Aufsichtsbehörde FTC Eltern Geld zurückzahlen und seine Geschäftspraxis ändern.
Kostenfalle für Kinder: Einige Apps machen sich den Umstand zunutze, dass das iTunes-Kennwort nur alle 15 Minuten erneut einzugeben ist
Apple muss Eltern mindestens 32,5 Millionen Dollar (23,9 Mio Euro) für unbeaufsichtigte App-Einkäufe ihrer Kinder erstatten. Die US-Aufsichtsbehörde FTC gab am Mittwoch einen entsprechenden Vergleich mit dem iPhone- und iPad-Hersteller bekannt. Das Unternehmen äusserte sich dazu zunächst nicht. Die FTC warf Apple vor, es Kindern allzu einfach gemacht zu haben, mit Apps Geld auszugeben. Ein Beispiel waren Spiele: In einem besonders extremen Fall soll ein Mädchen 2600 Dollar in sein virtuelles Tierhotel gesteckt haben. Die Rechnungen bekamen die Eltern. Diese hatten in dem Fall auch eine Sammelklage gegen das Unternehmen angestossen.

Apple-Store: ein Riesengeschäft

«Du kannst Verbraucher nicht für Einkäufe zur Kasse bitten, die sie nicht gebilligt haben», erklärte FTC-Chefin Edith Ramirez. Apple müsse das Geld deshalb komplett zurückzahlen und seine Praxis ändern. Der App-Store ist ein Riesengeschäft für Apple. Im vergangenen Jahr gaben die Kunden hier mehr als 10 Milliarden Dollar aus.

So schalten Sie die In-App-Käufe ab

Unter iOS 7 gehen Sie auf Einstellungen -> Allgemein -> Einschränkungen
Zunächst fordert Apple Sie auf, einen vierstelligen PIN-Code für die Einschränkungen festzulegen. Sobald der Sicherheitscode festgelegt wurde, enthebeln Sie die Option für In-App-Käufe und sämtliche Apps werden fortan In-App-Käufe verweigern.
Sollten Sie Ihre Kinder oft mit dem iPad oder iPhone spielen lassen, empfiehlt es sich zur Sicherheit, die In-App-Käufe gänzlich zu deaktivieren


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