News 08.07.2011, 07:19 Uhr

Google erobert Notebooks

Acer und Samsung lancieren Chromebooks, die mit Googles Betriebssystem Chrome ausgestattet sind. Der Schweizer Händler digitec hat erste Modelle an Lager. Zu allen Infos und dem Test.
«Speziell für Webanwendungen» soll das 12 Zoll (30,73 cm) grosse Chromebook laut Hersteller Samsung entwickelt worden sein. Dreh- und Angelpunkt ist Googles neues, ressourcenschonendes Betriebssystem Chrome OS. Auf diesem lassen sich zahlreiche Webanwendungen ausführen (Web-Apps) – von Spielen bis hin zu Tabellen- und Fotobearbeitungsprogrammen. Viele davon sind gratis. Voraussetzung ist jedoch eine ständige Internetverbindung. Dafür werden Speicher und Prozessor geschont. Auch die Hardware ist auf schlank getrimmt: Ausser dem Zweikernprozessor Intel Atom N570 (1,66 GHz) mit einem Verbrauch von nur 8,5 Watt sind eine 16 GB grosse SSD-Festplatte sowie 2 GB Arbeitsspeicher verbaut. Die Akkulaufzeit soll bei ca. 8,5 Stunden liegen. Das Chromebook wird es in zwei Varianten mit und ohne 3G-Unterstüzung geben. Standardmässig intergiert sind Gbit-LAN/WLAN sowie zwei USB-2.0-Ports. Der Schweizer Händler Digitec vertreibt ab sofort das importierte 3G-Modell mit US-Tastatur für 599 Franken, Ende Juli soll das WLAN-Modell (ohne 3G) für 489 Franken folgen. Einen ersten Test zum Chromebook finden Sie übrigens mit Webcode 56849.


Kommentare

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losalamos
08.07.2011
Die Idee eines günstigen, abgespeckten Notebooks ist nicht neuleider ist das aber überhaupt nicht der zweck von google chromebooks. was unschwer am preis zu erkennen ist, da gibts wesentlich günstigere netbooks. : Google geht aber einen Schritt weiter: Betriebssystem und viele Anwendungen werden mit dem Chromebook kostenlos geliefert Das hat mit dem Chromebook relativ wenig zu tun, da die web apps nicht an das chrome book gebunden sind und von jedem anderen pc auch genutzt werden können. kostenlos wird wesentlich mehr mit jeder normalen linux distri ausgeliefert und die kann immer noch mit google diensten ergänzt werden. , Ressourcenfresser wie grosse Dateien und Anwendungen elegant ins Web verlagert.welche ressourcen fressen denn grosse dateien? mal abgesehen von festplatte und die gibts praktisch zum nulltarif. und wer grosse dateien hat, also z.b. videos, der hat ganz bestimmt einen anderen anspruch an videobearbeitungssoftware als eine google app und er hat auch ganz bestimmt einen richtigen pc mit power auf dem schreibtisch. Und: Mit den Herstellern Samsung sowie Acer hat Google zwei potente Hersteller am Haken. Letztendlich muss sich aber noch zeigen, ob aus den Google-Laptops ein kommerzieller Erfolg wird und die Anwender die völlige Webanbindung akzeptieren. Was meinen Sie zu den neuen Google-Laptops? ich frage mich als erstes weshalb pc-tipp mitarbeiter im forum threads eröffnen müssen... aber egal. ich sag jetzt mal was ich davon halte: nix eine nette spielerei, bei der man die kontrolle über seine gesamten daten einem milliardenschweren konzern übergibt der diese dann seinen werbepartnern weiterverkauft. somit scheidet das schon für alle seriösen firmen komplett aus. privat ist es noch schlimmer. es wird eine permanente verbindung zu einem highspeed internet anschluss erwartet. zu hause will aber jeder sein gewohntes windows mit den entsprechenden möglichkeiten. will jemand ein zweitgerät um zu surfen, kauft er sich heute einen tablett pc. interessant wäre ja der grundsätzliche ansatz, welcher google damit eigentlich verfolgt, das arbeiten von überall ohne daten synchronisieren zu müssen. problematisch ist es dann da, dass man unterwegs nach zwei tagen das 2GB datenvolumen bereits aufgebraucht hat, dass die mobilfunk provider in der schweiz überall eingeführt haben. je nach abo gibts auch 10GB highspeed datentransfer, damit kommt man dann aber bei aktivem gebrauch nicht sehr weit. das ist auch nicht der erste versuch von google. es gab bereits netbooks mit android welche völlig gefloppt sind. google versucht hier einfach mehr kunden an sich zu binden, welche mehr minuten am tag bei google verweilen. derzeit kämpfen sie in diesem bereich nämlich schwer gegen facebook. und dummerweise lebt google von der kundenzeit, da diese relevant ist für die werbepartner. Fazit: also im privaten bereich kann ich keinen sinnvollen einsatz sehen. alleine die tatsache, dass man keine windows programme installieren kann ist ein killerkriterium für 99.9% der leute (übrigens egal ob sie das brauchen oder nicht), da greift jeder lieber zu einem transformer tablett und macht die tastatur ran wenn er etwas ähnliches haben will. im gewerblichen bereich ist wegen des mangelnden datenschutzes überhaupt nicht an einen einsatz zu denken. das fängt schon damit an, dass google die mails ja bekanntlich mitliest und analysiert. das geben die ja auch unumwunden zu. was mit den dateien auf text & tabellen, etc. geschieht weiss keiner. es bleibt ein sehr interessanter ansatz welchen google nicht zu ende gedacht hat, durch den druck der konkurrenz aber zu einer möglichst frühen veröffentlichung neuer ideen gedrängt wird. das selbe wie bei honeycomb, obwohl die verantwortlichen wussten, dass es nur ein zwischenschritt zum nächsten system ist, welches von der displayauflösung unabhängig funktioniert (ice cream sandwich). das marketing ist heute leider oft schneller als die technische entwicklung. erfolgreich werden solche lösungen wenn die opensource online office systeme weit genug entwickelt sind und jeder sich die PHP scripte selbst auf einen server installieren kann wie groupeware und dabei die kontrolle über die daten behält. eine komplette auslagerung wie das google natürlich gerne hätte wird aber wohl nie statt finden. wenn man die netten news zu globalen multiplayern wie sony hört, vergeht einem der wunsch nach der cloud ziemlich.

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brazuca
08.07.2011
losalamos poahhhh losalamos. abgesehen davon, dass du dich fragst warum der pctipp die forum runde eroeffnet (finde ich nicht schlimm, im gegenteil...), war dein post note 10! axé

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schmidicom
11.07.2011
Ich halte auch sehr wenig von diesen Geräten die nicht auch ohne Internetverbindung funktionieren, was hier der Fall sein dürfte. Und ich bezweifle auch das die breite Masse damit auf lange Zeit einverstanden ist wenn dass das "eigene" Gerät dermassen vom Internet abhängig ist. Ausserdem sind solche Systeme doch ein gefundenes Fressen für Hacker und Missbräuche seitens Betreiber. Hinzu kommt noch das die halbe Welt am jammern ist wegen dem "überladenen" Internet. Und durch solche Schnapsideen wird es sicher auch nicht besser. Von den Kosten im Mobilbereich ganz zu schweigen. Note 0/10 für diese Idee