News 18.02.2013, 10:43 Uhr

Google plant angeblich eigene Shops

Nach Apple und Microsoft will auch Google eine Ladenkette ins Leben rufen.
Dies berichtet 9to5Google aufgrund von Informationen einer eigenen Angaben zufolge «extrem zuverlässigen» Quelle. Demnach will Google bis Weihnachten in allen grösseren Städten der USA eigene Geschäfte eröffnen. In diesen soll dann die eigene Hardware wie das Chromebook oder die Nexus-Geräte verkauft werden. Später dürfte dort auch die Computerbrille Glass präsentiert werden. Google habe das Bedürfnis der Endverbraucher erkannt, Hardware-Produkte selbst auszuprobieren und anzufassen, bevor sie gekauft würden, heisst es in dem Bericht.
Erste Erfahrungen hat Google mit dem physischen Verkauf der eigenen Produkte bereits gesammelt. So unterhält das Unternehmen sogenannte Shop-in-Shop-Stände in der US-Elektronikkette Best Buy und in insgesamt 50 Geschäften in Grossbritannien.
Befragte Analysten äussern sich durchwegs positiv über die geplante Google-Ladenkette. Sie könnte die Visibiliät der Produkte und damit die Verkaufszahlen steigern helfen.
«Google hat zwar nicht so viele Produkte wie Apple, aber doch genügend viele, um einen physischen Verkaufsladen zu rechtfertigen», meint Greg Sterling von Opus Research. Selbst wenn die Leute die Produkte dann nicht im Laden kaufen, könnten sie sich besser über die Geräte informieren als auf einer Webseite, ist er überzeugt. «Vor allem, wenn dann Glass auf den Markt kommt, werden die Konsumenten das Produkt erst einmal selbst ausprobieren wollen», fügt er an.
Doch Sterling sieht auch Gefahren und nennt das Negativbeispiel Gateway, bei dem das Einrichten einer eigenen Ladenkette fehlgeschlagen sei. Gateway war ein PC-Hersteller, der ähnlich wie Dell seine Ware direkt vertrieb und in den 1990er-Jahren seine Blütezeit erlebte. 2007 wurde Gateway von Acer übernommen.


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