News 25.09.2014, 09:02 Uhr

Keine Samsung-Notebooks mehr für Europa

Samsung zieht sich aus dem europäischen Notebook-Markt zurück. Sony hat sich bereits im Februar von den Computern verabschiedet.
Samsung will auf dem europäischen Markt keine weiteren Notebooks und Chromebooks mehr absetzen. «Samsung passt sich den Trends und Anforderungen des Marktes fortlaufend an», erklärte Samsung am Mittwoch auf Anfrage. Samsung habe entschieden, den Laptop-Markt zu verlassen, berichtete zuvor «PC Advisor». Betroffen vom Entscheid sind alle Notebooks. «Die Brands werden nicht eingestellt», meinte Joël Steiger, Pressesprecher von Samsung Schweiz.
Für den Moment werde lediglich der Verkauf von Laptops sowie Chromebooks in Europa eingestellt, so Steiger. Der Entscheid gelte spezifisch für Europa, hiess es bei Samsung Schweiz. Man wolle die Marktentwicklung vorerst weiterhin genau analysieren, um auch in Zukunft «in aufstrebenden PC-Produktekategorien die Konkurrenzfähigkeit zu behalten», so das allgemeine Statement von Samsung.
Der Entscheid von Samsung kommt nicht überraschend. Das PC-Geschäft steckt seit einigen Jahren in der Krise. Letzte Zahlen vom Marktforscher IDC verdeutlichen diesen Abwärtstrend. Wurden 2013 in der Schweiz noch rund 352'000 PCs abgesetzt, sind es in diesem Jahr noch 387'000, was gerade mal einem Plus von 10 Prozent entspricht. Von diesem Plus profitierten nur einige wenige Anbieter wie Hewlett-Packard und Lenovo. Dem zu Grunde liegt der wachsende Erfolg von Tablets und Smartphones. 
Sony hat sich zuvor im Februar vom PC-Markt verabschiedet und sich gänzlich aus dem PC-Markt zurückgezogen. Der Walkman-Erfinder will sich stärker auf Unterhaltungselektronik und aufs Geschäft mit Smartphones, Kameras und Tablets ausrichten.

Autor(in) Simon Gröflin



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