News 17.09.2013, 08:55 Uhr

Linux-Kernel: über 1200 Änderungen pro Woche

Laut einer zwölfseitigen Studie der Linux Foundation wurden seit 2005 über 92'000 Änderungen am Linux-Kernel vorgenommen. Das sind über 1200 Modifikationen pro Woche. Zudem zeichnet sich ein klarer Aufwärtstrend im Mobile und Embedded Computing ab.
Immer mehr Firmen tragen beim Linux-Kernel aktiv zu Optimierungen bei. Die Linux Foundation veröffentlicht den jährlichen «Linux Development Report». Die Studie, die bei Registrierung kostenlos als PDF zum Download bereitsteht, gibt vor allem Auskunft über die Quantität an Änderungen und über die IT-Konzerne, von denen diese Änderungen massgeblich herbeigeführt wurden. Der Linux Report tituliert unter der Präambel: «Wer schreibt für Linux? Wie schnell wird das OS gerade entwickelt?» Es ist der fünfte jährliche Bericht der Linux Foundation, um die Kernel-Entwicklung zu illustrieren. Die Analyse fokussiert auf die Zeitspanne seit April 2012.

Über 10'000 Entwickler von mehr als 1000 Firmen

Über 10'000 Entwickler von mehr als 1000 Firmen widmen sich dem Linux-Kernel. Das seit 2005, wo gerade mal 1100 Entwickler von 225 Firmen aktiv ihren Beitrag an die Entwicklung leisteten. Seit Version 3.10 sind es tatsächlich die meisten Entwicklerfirmen.

Google, Samsung und Texas Instruments in den Top 10

Firmen im Bereich Mobile und Embedded Computing steuern im Vergleich zum Jahr 2005 markant mehr Code an Linux bei. Vor allem Google, Samsung und Texas Instruments teilen sich den Kuchenabschnitt von 11 Prozent. 2005 waren es etwa 4,4 Prozent.

Intel auf Platz 3

Zu den Top-10-Organisationen, die zu Linux-Kernel-Entwicklung beitragen, gehören unter anderem Red Hat, Intel, suSE, IBM und Google. Microsoft ist allerdings dieses Jahr komplett von der Liste verschwunden.
Die Top-30-Rangliste der Linux-Entwicklerfirmen nach Anzahl Kernel-Modifikationen pro Jahr
Die durchschnittliche Zahl an Änderungen, die pro Stunde am Kernel vorgenommen werden, beläuft sich auf 7,14, was ungefähr 171 Änderungen pro Tag gleichkommt oder mehr als 1200 Modifikationen pro Woche.

Autor(in) Simon Gröflin


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