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Nvidia beweist die Mondlandung

Mit Hilfe seiner neuen Grafikkarten simuliert Nvidia die Belichtung einer Mondlandungsszene in Echtzeit. Damit entkräftet der Grafikkartenhersteller eine verbreitete Verschwörungstheorie.

von Luca Diggelmann 24.09.2014
Nvidia simuliert die Lichtverhältnisse auf dem Mond Nvidia simuliert die Lichtverhältnisse auf dem Mond Zoom Glauben Sie, dass die NASA tatsächlich Menschen auf den Mond geschossen hat? Falls ja, gibt Ihnen Nvidia neues Material, um Verschwörungstheoretiker in die Flucht zu schlagen. Falls nicht, sagen Sie es nicht zu laut, wenn Buzz Aldrin in der Nähe ist.

Ein weit verbreiteter «Beweis» für die Falschheit der Mondlandung von Neil Armstrong und Buzz Aldrin ist ein Foto, das Aldrin im Schatten der Mondlandefähre zeigt. Da Aldrin selbst jedoch relativ gut sichtbar ist, behaupten Verschwörungstheoretiker, eine zusätzliche Lichtquelle sei verwendet worden. Das sei Beweis dafür, dass die Mondlandung in einem Studio auf der Erde und nicht auf dem Mond gedreht wurde.

Der Grafikkartenhersteller Nvidia hat die Szene eins zu eins nachgestellt. Dafür verwendeten Sie die neusten Modelle ihrer Grafikkarten mit Maxwell-Architektur. Diese können Licht und Reflektionen in Echtzeit berechnen. Das sogenannte Voxel-Based Global Illumination (VXGI) wird in vorgerenderten Filmen bereits seit Jahren verwendet, konnte aber bisher nicht in Echtzeit verwendet werden.

VXGI berechnet in der Mondlandungsszene die Sonne als einzige Lichtquelle. Die Reflektionen, die Aldrin erhellen stammen von der Oberfläche des Mondes und von Neil Armstrongs Raumanzug. Nvidia kann so die Lichtverhältnisse der Szene exakt nachbilden, ohne eine zweite Lichtquelle hinzuzufügen.

Im gleichen Video nimmt sich Nvidia noch einer zweiten Theorie an: Auf den Fotos vom Mond sind nie Sterne zu sehen, weil die NASA diese nicht hätte fälschen können. Für jeden Fotografen ist diese Theorie einfach zu erklären: Selbst wenn Sterne von Auge sichtbar sind, reicht deren Licht noch nicht für ein Foto. Sternenbilder benötigen eine weit geöffnete Blende, hohe ISO-Werte sowie eine lange Belichtungszeit. Im hellen Sonnenlicht, das während der Mondlandung herrschte, würde ein Bild mit solchen Belichtungswerten hoffnungslos überbelichtet.


    Kommentare

    • maschwi 24.09.2014, 15.04 Uhr

      die Zeit welche Nvidia für diese Simulation gebraucht hat hätten die besser in gescheitere Sachen investiert. Wer nicht glaubt dass Menschen auf dem Mond waren wird auch diese Simulation als Fälschung darstellen. Es gibt halt Menschen die "einfacher" gestrickt sind und denen man nicht helfen kann... M. Schatzmann

    • karnickel 26.09.2014, 09.17 Uhr

      Stimmt irgendwie schon, lieber maschwi. Ich finde Techdemos aber trotzdem dann besonders gut, wenn sie einen Bezug zur Realität nehmen. Kann sich noch jemand an die alte Demo mit dem schnell rostenden Wagen erinnern? War glaub von ATI. Das waren noch Zeiten. *schwelg* Sowas ist immer besser, als geometrisches Zeugs "plotten". - Äh sorry, will nun aber keineswegs gegen die Demoszene schiessen. Die hat auch ihren Reiz.

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