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Google stampft Daydream ein

Googles Daydream wird nicht weiterentwickelt. Bereits die neuen Pixel-4-Smartphones bieten keine Unterstützung mehr für die mobile Virtual-Reality-Plattform.

von Stefan Bordel 17.10.2019

Die Liste der abgesägten Google-Dienste wird wieder einmal länger. Der Konzern aus Mountain View stellt die Entwicklung von Daydream in Android ein. Im Rahmen des Hardware-Events zur Vorstellung des Pixel 4 hat der Hersteller das Ende der Virtual-Reality-Plattform im Gespräch mit VentureBeat eingeräumt. Das limitierte Konzept von mobiler VR ist laut Google weder bei den Endkunden, noch bei den Entwicklern gut angekommen.

Das Daydream-View-Headset wird nicht mehr angeboten Das Daydream-View-Headset wird nicht mehr angeboten Zoom Google hatte Daydream im Jahr 2016 zusammen mit der ersten Ausgabe der Pixel-Smartphones und dem AI-Speaker Google Home vorgestellt. Damals wurden mobilen VR-Lösungen noch eine grosse Zukunft prophezeit. Während Oculus Rift und HTC Vive mit hohen Anschaffungskosten lediglich die Gaming Community im Visier hatten, sollte die mobile Technik immersive Erfahrungen erschwinglich und alltagstauglich machen.

In der Praxis hat sich mobiles VR allerdings nie wirklich durchsetzen können. Google erläutert in seinem Statement gegenüber VentureBeat, dass die Nutzung des hauseigenen Daydream-View-Headsets stetig abgenommen habe. Daher werden die Geräte ab sofort nicht mehr verkauft, bestehende Nutzer können aber weiterhin auf die Plattform zugreifen. Neue Smartphones, wie etwa auch das Pixel 4, kommen fortan jedoch ohne Daydream-Support in den Handel.

Während die VR-Bemühungen von Google also eingestellt werden, investiert der Konzern im Gegenzug stark in den Bereich Augmented Reality (AR). Das äussert sich beispielsweise in der intelligenten Bilderkennung von Google Lens, die fremdsprachige Texte in Echtzeit übersetzt und das Ergebnis über dem ursprünglichen Inhalt einblendet. Google Maps wird indessen um eine AR-gestützte Fussgänger-Navigation erweitert.


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