Ist Bitcoin-Erzeugung fataler Klimakiller?

Dass die Errechnung von Bitcoins viel Energie kostet, war bekannt. Nun haben Forscher ausgerechnet, was die Kryptowährungs-Erzeugung fürs Klima bedeutet.

von pte, Wolfgang Kempkens 31.10.2018

Die von vielen misstrauisch beäugten Kryptowährungen wie Bitcoin haben das Zeug, den Klimawandel zu beschleunigen. Die globalen Durchschnittstemperaturen könnten bis 2033 um 2 Grad Celsius ansteigen, warnen Forscher der University of Hawaii in ihrer aktuellen Studie, deren Ergebnisse in «Nature Climate Change» veröffentlicht worden sind.

Technologie mit Folgen

Was absurd klingt, hat einen durchaus ernsten Hintergrund. Jede Transaktion setzt einen gigantischen Computerapparat in Bewegung, der vielerlei Prüfungen vornimmt, um zu verhindern, dass Betrüger die nur virtuell existierenden Gelder abzweigen. Die fatalen Folgen für das Klima könnten eintreten, wenn sich Kryptowährungen ähnlich stark durchsetzen würden wie andere moderne Technologien, glauben die Forscher.

«Bitcoin ist eine Kryptowährung, die einen hohen Bedarf an Rechenleistung erfordert», sagt Randi Rollins, der sein Studium fast abgeschlossen hat und zu den Autoren der Studie gehört. «Das wird sich in einem hohen Bedarf an elektrischer Energie niederschlagen.» Kryptografische Techniken wie digitale Signaturen sorgen dafür, dass gültige Transaktionen mit Bitcoins nur vom jeweiligen Eigentümer vorgenommen und die virtuellen Münzen nicht mehrfach ausgegeben werden können.

Die Währungseinheiten werden durch die Lösung kryptografischer Aufgaben, das sogenannte Mining, geschaffen. Die Miner erzeugen dabei nicht nur neue Geldeinheiten, sondern hängen neue Transaktionen an die Blockchain an. Dadurch gewährleisten sie deren Integrität. All das ist extrem rechenintensiv, andererseits auch extrem sicher. Hacker haben hier keine Chance.

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