Kommentar zum «Promihack»: Das Sicherheitsbewusstsein fehlt

Prominente und Politiker werden vor den Augen der Öffentlichkeit Opfer von Hacks. Durchschnittsnutzer scheinen aber die Message nicht zu verstehen.

von Florian Bodoky 10.01.2019

Der jüngste Vorfall hat erneut deutlich gezeigt, dass auch Daten von Personen, die unter besonderem Schutz stehen (sollten), jederzeit und ohne Vorwarnung gestohlen und Veröffentlicht werden können. Und zwar nicht von professionell organisierten, staatlich gestützten Hackertruppen aus Fernost, sondern von einem Einzeltäter mitten in Deutschland, 20 Jahre jung. Ich habe den Eindruck, dass selbst ein solcher Vorfall bei Durchschnittsusern nicht das Bewusstsein für den Umgang mit Daten im Internet schafft, dass es sollte.

Natürlich hört man allenthalben den Kalauer von Mark Zuckerberg, Tim Cook oder der chinesischen Regiereung, die den Alltag der Nutzer durch die Webcam ausspionieren – trotzdem ändert sich die Passwort-Disziplin nicht, kostenpflichtige Verschlüsselungssoftware ist rar und billigste Phishing-Tricks scheinen noch immer zu funktionieren. Was dagegen effektiv helfen würde ist fraglich – die permanente Aufklärung scheint kein Bewusstsein zu schaffen. Oder schafft sie es einfach nicht, dem Phlegma beizukommen?


    Kommentare

    • othbuc 10.01.2019, 15.40 Uhr

      Man schicke jemanden eine E-Mail „Herzliche Gratulation zu Ihrem Gewinn.... von Fr. 100‘000.00. Bitte senden Sie uns noch folgende Angaben, damit wir Ihren Gewinn korrekt überweisen können oder rufen Sie unsere Frau xxxx an, und vereinbaren Sie die Überweisungsmodalitäten persönlich....“ Sie werden staunen, wie schnell sehr viele reagieren und alles preisgeben, was Sie wissen wollen. Auch Leute, die Ihre Firma überhaupt nicht kennen und nie an einem Wettbewerb Ihrer Firma teilg[...]

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