Post nimmt Drohnenflüge wieder auf

Nach einem Absturz behielt die Post ihre Drohnen vorsichtshalber am Boden. Nachdem die Ursache nun geklärt ist, fliegen die Transportdrohnen seit heute, Montag, wieder in Zürich und Lugano.

von pd, cm 15.04.2019
Der Hersteller Matternet hat Anpassungen am Drohnenmodell V9 vorgenommen Der Hersteller Matternet hat Anpassungen am Drohnenmodell V9 vorgenommen Zoom© Die Schweizerische Post AG

Die Schweizerische Post nimmt heute, Montag, ihre Drohnenflüge in Zürich und Lugano wieder auf, nachdem das Unternehmen die Transportflüge von Laborproben sicherheitshalber eingestellt hatte. Zuvor war Ende Januar eine Drohne über dem Zürcher Seebecken abgestürzt (PCtipp berichtete). Das Fluggerät des Herstellers Matternet war rund 200 Meter vom Ufer entfernt im Bereich des Strandbades Mythenquai ins Wasser gefallen und gesunken.

Wie die Post mitteilt, hat die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST die Ursache der kontrollierten Notlandung der Drohne über dem Zürichsee geklärt. Demnach hatte «mit grosser Wahrscheinlichkeit» ein Kurzschluss zum Vorfall geführt. «Die Sicherheit hat für alle Beteiligten oberste Priorität», heisst es in einem Blog-Eintrag des Unternehmens.

Redundanter Stromkreislauf eingebaut

Der Hersteller Matternet hat darum Anpassungen an den Drohnen vorgenommen. Laut Mitteilung verhindern diese einen technischen Defekt an selber Stelle. Sowohl GPS, Kompass als auch der dazugehörige Stromkreislauf sind im neuen Drohnenmodell V9 neu doppelt vorhanden. Matternet habe das Modell in den USA in den vergangenen Wochen ausgiebig getestet. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL hat gemäss Post die Anpassungen am 8. März geprüft und abgenommen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Die Post ist mit autonomen und kommerziellen Drohnen Pionierin in der Schweiz. Im Zentrum der Drohnenlogistik steht der Transport von Laborproben. Die Drohnen haben bisher in Lugano, Zürich und Bern über 3000 Flüge absolviert.

Tags: Post, Drohnen

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