Test: LG Nexus 5X

Das Nexus 5 ist wieder da! Doch wird das 5X zum neuen Geheimtipp oder gerät das LG-Smartphone schnell in Vergessenheit?

von Luca Diggelmann 16.11.2015

Im Prinzip ist die Nexus-Reihe das genaue Gegenstück zu den aktuellen Flaggschiff-Smartphones. Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb fühlten sich so viele Nutzer mit dem Nexus 5 besonders wohl. Nach dem mässig erfolgreichen Nexus 6 scheint Google, respektive LG, auf den richtigen Pfad zurückgefunden zu haben. Das Nexus 5X ist die logische Weiterentwicklung des Nexus 5, mit vielen Verbesserungen, aber auch einigen verpassten Chancen.

Das Nexus 5X liegt gut in der Hand Das Nexus 5X liegt gut in der Hand Zoom© ldig / NMGZ

Design

Plastik ist ein wenig aus der Mode gekommen. Glas, Aluminium und sogar Leder wurden in den Flaggschiffen von 2015 verbaut. Dabei hat Plastik, sofern qualitativ gut, durchaus seine Vorzüge, wie bereits das erste Nexus 5 bewiesen hatte. Auch das Nexus 5X setzt auf qualitativ hochwertiges Polykarbonat, das nicht nur edel aussieht, sondern auch gut in der Hand liegt. Dabei ist das Material im Gegensatz zu Glas und Aluminium deutlich weniger anfällig gegen Sturzschäden wie Brüche und Dellen. Dies ein Erfahrungswert eines nicht besonders griffsicheren Nexus-5-Besitzers mit HTC-Vergangenheit. Zusätzlich ist das Nexus 5X durch sein Material deutlich leichter und günstiger als die Konkurrenten.

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite macht sich gut Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite macht sich gut Zoom© ldig / NMGZ

Im Vergleich zum Vorgängermodell ist optisch nicht allzu viel passiert. Durch das grössere Display ist auch das Smartphone als Ganzes etwas grösser geworden, dafür auch minim dünner. Die vormals leicht gebogenen Ober- und Unterkanten wurden gerade gebügelt, was das Gerät im Verhältnis zum Display leicht grösser macht. Der zusätzliche Platz wurde dafür für bessere Lautsprecher auf der Vorderseite und eine hochwertigere Frontkamera verwendet. Trotz der zusätzlichen Grösse ist das Nexus 5X noch handlich, gerade noch.

Die weiteren äusseren Änderungen betreffen vor allem die Rückseite. Dort wurde die Kamera in die Mitte gerückt und steht neu mit einem kleinen Buckel ab. Der Buckel ist glücklicherweise so klein, dass man ihn im Alltag kaum bemerkt. Gleich darunter liegt der neue Fingerabdrucksensor. Die Platzierung auf der Rückseite des Geräts ist praktisch, wenn man das Smartphone in der Hand hält. Liegt das Gerät aber auf dem Tisch, muss man es entweder hochheben oder per PIN entsperren. Hier sind die Varianten von Sony (seitlich) oder Apple (Front) praktischer. Insgesamt heben sich die drei Varianten des Fingerabdrucksensors mit ihren Vor- und Nachteilen in etwa auf. Wichtiger ist, dass der Sensor schnell und zuverlässig funktioniert, was beim Nexus 5X absolut der Fall ist.

Im Vergleich zum Vorgänger Im Vergleich zum Vorgänger Zoom© ldig / NMGZ

Zwei kleine Umgewöhnungen gibt es für bisherige Nexus-Nutzer: Die Lautstärketasten sind neu auf der rechten Seite, direkt unter der Power-Taste und der Kopfhöreranschluss wurde auf die Unterseite verschoben. Beides ist am Ende wohl Geschmackssache. Die rechts platzierten Lautstärketasten verhindern beispielsweise, dass man aus Versehen die Power- und Lautstärken drückt, macht dafür einhändige Screenshots schwieriger.

Display

Verantwortlich für das grössere Gerät ist das 5,2-Zoll-Display. Anders als beim Nexus 6P und diversen neuen Flaggschiffen setzt LG nicht auf QHD oder gar UHD, sondern liefert das Nexus 5X mit einem FHD-Display aus. Die Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln reicht für 5,2 Zoll auch aus und spart Energie. Farblich gehört das Display des 5X zu den besten Geräten auf dem Markt. Zwar fehlt das tiefe Schwarz aktueller Amoled-Geräte, dafür wirken die Farben deutlich realitätstreuer. Fans von gesättigten, knalligen Farben wie bei Samsung oder LG werden beim Nexus 5X hingegen eher nicht bedient.

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