News 01.04.2008, 10:12 Uhr

Forscher knacken Funk-Autotüröffner

An der Ruhr-Universität Bochum haben Wissenschafter die in vielen Fahrzeugen eingesetzte elektronische Wegfahrsperre und Türöffnung „KeeLoq" geknackt.
Nur zwei Nachrichten zwischen Sender und Empfänger müssen Angreifer abfangen, um den digitalen Schlüssel klonen zu können und sich somit Zugang zum Auto zu verschaffen. Die Kommunikation kann auf eine Entfernung von bis zu 100 Metern mitgeschnitten werden. Das KeeLoq-Verfahren basiert auf der RFID-Technik und wird in Fahrzeugen von Chrysler, Daewoo, Fiat, General Motors, Honda, Toyota (Lexus), Volvo, Volkswagen (VW) und Jaguar eingesetzt. Ausserdem wird KeeLoq auch für Zugangskontrollsystem bei Gebäuden oder bei Garagentoröffnern verwendet.
Sender und Empfänger verschlüsseln bei KeeLoq ihre Kommunikation mit einem proprietären, nichtlinearen Algorithmus. Dabei werden Steuerungsbefehle mit einem einmaligen Code gesichert und per Funk an das Fahrzeug gesendet. Zusätzlich geht in die Berechnung eine für jeden elektronischen Schlüssel einmalige ID ein. Ausserdem gibt es eine Art Generalschlüssel der Herstellerin für sämtliche Produkte einer Serie. Genau diesen konnten die Bochumer Wissenschafter zurückgewinnen.


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