Robotik 09.09.2021, 10:15 Uhr

iRobot-Chef: Haushaltsroboter mit Armen machbar

Im Rahmen der Ankündigung des neuen Saugroboters Roomba j7+ hat der Chef von iRobot, Colin Angle, darauf hingewiesen, dass künftige Haushaltsroboter durchaus auch Arme haben könnten, um beispielsweise den Abwasch zu erledigen.
Könnte so ein künftiger Haushaltsroboter aussehen?
(Quelle: Pete Linforth/Pixabay)
Der Saugroboter-Spezialist iRobot stellt sich auf eine Zukunft mit mechanischen Haushaltshelfern ein, die Arme haben. «Wir sind an einem Punkt, an dem wir die Umgebung, in der wir agieren, allmählich soweit verstehen, dass wir so etwas machen können», sagte iRobot-Chef Colin Angle der Deutschen Presse-Agentur (DPA).
Auch in der Industrie rätsele man aber noch, was die Aufgabe eines ersten Haushaltsroboters mit Armen sein werde, schränkte Angle ein. «Die Wäsche machen? Geschirr abwaschen? Oder das Zimmer vor dem Staubsaugen aufräumen?» Eine zentrale Frage sei auch, wie viel die Verbraucher bereit wären, für eine solche Innovation zu zahlen. «Wenn es 1000 Dollar sind, wäre es vermutlich zu schaffen.» Bei einem Aufschlag von nur 50 Euro oder Dollar hingegen nicht. Generell werde es soweit sein, wenn der Mehrwert, den eine solche Maschine den Nutzern bringe, die Kosten übersteige. «Ich denke, in unserer Zukunft wird es noch viele Arten von Robotern geben.»

Roomba j7+ angekündigt

Der vorgestellte Saugroboter Roomba j7+ von iRobot
Quelle: irobot
Die US-Firma stellte ein neues Saugroboter-Modell und eine verbesserte Software mit intelligenteren Funktionen vor. So kann der neue Sauger Roomba j7+ dank Kamera und Bilderkennung zum Beispiel auf dem Fussboden liegenden Kabeln oder Ohrhörern ausweichen. Die Software soll auch verhindern, dass der Saugroboter in Kot von Haustieren fährt und diesen im Wohnraum verteilt.
Um die Objekterkennung anzulernen, seien bei iRobot auch hunderte künstliche Exkremente geformt und bemalt worden. «Wir haben hauptsächlich mit festen Hinterlassenschaften trainiert, flüssiger Tierkot ist viel schwerer zu erkennen, und wir müssen die Erwartungen entsprechend managen», schränkte iRobot-Manager Brent Hild ein.
Zugleich merkt sich der Saugroboter Bereiche mit höherer Verschmutzung, die häufiger angesteuert werden müssen. Das Gerät erstellt eine eigene Karte des Haushalts und kann dadurch auch per Sprachassistentin Alexa angewiesen werden, zum Beispiel nach dem Frühstück unter dem Küchentisch sauberzumachen.

Autor(in) dpa



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