PCtipp-Ausgabe Nr. 3/2021 12.03.2021, 17:08 Uhr

Heimnetz ohne Aufwand

Mesh-Netzwerke sorgen für eine optimale Netzwerkabdeckung und sind schnell eingerichtet. Wir haben geprüft, welche günstigen Starter-Sets ihr Geld auch wirklich wert sind.
(Quelle: PCtipp)
Preiswert, reichweitenstark und einfach per App in Betrieb zu nehmen: Mesh-Sets, die aus zwei oder drei einzelnen Adaptern bestehen, treffen bei Anwendern gleich mehrfach ins Schwarze. Denn die Netzwerkgeräte im Doppel- oder Dreierpack sind ein preiswertes Investment, um zu Hause ein schnelles, lückenloses Netzwerk innert weniger Minuten aufzubauen. Aufgrund ihrer innovativen, technologischen Merkmale funken sie selbst in verwinkelten Räumen oder durch Betonwände gezielt von A nach B.
Der Test
Getestet wurden die Inbetriebnahme via App, der Leistungs- und Reichweitenzuwachs sowie die Ausstattung der Adapter. Für die Messung des Datentransfers wurde eine 500 MB grosse Datei vom Test-PC auf unser Test-Notebook respektive -Smartphone hin- und herkopiert. Dazu wurden die Mesh-Router-Systeme (jeweils eine Basis und ein Satellit) im Treppenhaus gleichmässig über mehrere Stockwerke verteilt. Anschliessend haben wir das Tempo anhand von drei fixen Messpunkten auf jeder Etage gemessen. Wir haben fünf neue Starter-Sets der Hersteller Asus, AVM, Devolo, Linksys und Netgear getestet. Sie decken Flächen von einem halben Quadratkilometer ab und nutzen neuste Powerline-, LAN- oder Wi-Fi-6-Technologie. Das günstigste Starter-Set kommt von AVM. Das Set,  bestehend aus der Fritz!Box 7530 und dem Fritz!Repeater 1200, wechselt für einen Strassenpreis von 199 Franken den Besitzer. Das teuerste Paket stellt Devolo mit seinem brandneuen Mesh WLAN 2 Mutiroom Kit. Es kostet 439 Franken.
Die Besten 
Im Test stechen die Sets von Asus, AVM und Devolo besonders heraus. Sie bieten für nahezu jede Infrastruktur einen optimalen Netzwerkzugang. Während Asus beim Preis-Leistungs-Verhältnis seine Vorteile ausspielt, bietet AVMs Mesh-Set eine umfassende Lösung, da das Kit mit einem Modem-Router und einer DECT-Station ausgestattet ist. Netzwerkspezialist Devolo setzt bei seinem brandneuen Multiroom-Kit auf Powerline-Technologie und nutzt die vorhandenen Stromleitungen zur Datenübertragung.
Zu viel versprochen?
Einmal mehr wurde im Test aber auch deutlich: Hersteller protzen oft mit einem enormen Tempo-Versprechen. Dieses wird in der Praxis aber bei Weitem nicht erreicht, da jedes Haus andere Voraussetzungen hat und es auch zu massiven Geschwindigkeitseinbrüchen auf der Übertragungsstrecke kommen kann. Konkret: Im Fall aktueller Wi-Fi-6-Router, die im Test von Asus und Netgear gestellt wurden, versprechen die Hersteller eine Geschwindigkeit von 2000 Mbit/s und mehr. In der Praxis liegt dieser Wert um bis zu 40 Prozent tiefer.

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